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Lexikon Physik

Berührungselektrizität

Die Erscheinung, dass zwei Körper aus unterschiedlichen Substanzen elektrisch entgegengesetzt aufgeladen sind, wenn man sie sich zunächst berühren lässt und dann trennt. Ursache dafür ist ein Elektronenübertritt von der Substanz mit der höheren zu der mit der niedrigeren Dielektrizitätskonstante (bei Isolatoren) bzw. von der Substanz mit der kleineren zu der mit der größeren Austrittsarbeit (bei Leitern). Die dabei auftretende elektrische Spannung heißt Berührungs- oder Kontaktspannung. Sie liegt typischerweise in der Größenordnung 1 V.

Wenn man die Kontaktspannungen unterschiedlicher Metalle zu einem Stromkreis zusammenschließt, ist die Summe aller Kontaktspannungen im Kreis gleich null. Dies gilt allerdings nicht, wenn die Metalle unterschiedliche Temperaturen haben; dies ist die Grundlage des Seebeck-Effekts (Thermoelektrizität).

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