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Streuung

5. Klasse ‐ Abitur

Unter Streuung verseht man allgemein die teilweise Ablenkung eines Teilchen- bzw. Wellenstrahls in beliebige Richtungen durch Wechselwirkung mit Materie, z. B. die Streuung von Licht an Staubpartikeln oder Luftmolekülen oder von Neutronen an den Atomkernen eines Abschirmmaterials. Im weiteren Sinne lässt sich auch die Beugung als Streuung auffassen.

Die Streuung erfolgt jeweils an einzelnen mikroskopischen Teilchen des streuenden Mediums, den sog. Streuzentren. Betrachtet man die Wechselwirkung eines einzelnen Strahlteilchens mit einem Zielteilchen, spricht man auch von Einzelstreuung; solche Streuexperimente sind in der Elementarteilchenphysik von größter Bedeutung.

Werden die Teilchen der einfallenden Strahlung innerhalb des Mediums mehrfach gestreut, so spricht man von Mehrfachstreuung (z. B. Sonnenlicht in Wolken).

Die Streuung bedeutet immer einen Intensitätsverlust für den einfallenden Strahl. Wie beim Stoß unterscheidet man elastische Streuung (Summe der kinetischen Energie von gestreutem und streuendem Partikel konstant) und inelastische Streuung (Energie wird an innere Freiheitsgrade, z. B. zur Anregung von Elektronen oder Nukleonen, abgegeben).

Die Wahrscheinlichkeit eines Streuprozesses wird als Wirkungsquerschnitt oder Streuquerschnitt \(\sigma\) angegebenen. Man kann ihn sich als eine gedachte Querschnittfläche vorstellen, innerhalb der alle einfallenden Teilchen gestreut werden.


Schlagworte

  • #Elektromagnetismus
  • #Strahlung