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Prisma

5. Klasse ‐ Abitur

In der Optik ist ein Prisma (griech. „das Zersägte“) ein durchsichtiger Körper zur Beeinflussung von Lichtstrahlen durch Brechung, Dispersion oder Reflexion. In aller Regel handelt es sich dabei um geometrisches Prisma mit einem gleichseitigen Dreieck als Querschnitt, es gibt aber auch Ausnahmen.

Ein optisches Prisma hat immer mindestens zwei nicht parallele ebenen Flächen, die sog. brechenden Flächen. Den Winkel und die Kante, die die brechenden Flächen miteinander bilden, bezeichnet man als brechenden Winkel bzw. brechende Kante. Ein Schnitt senkrecht zur brechenden Kante heißt Hauptschnitt.

Beim Durchgang durch jede brechende Fläche wird das Licht gebrochen. Der Winkel \(\delta\), den die Verlängerungen von eintretendem und austretendem Strahl miteinander bilden, heißt Ablenkungswinkel. Er ist u.a. abhängig von der Wellenlänge des durch das Prisma durchgehenden Lichts (Dispersion), und zwar ist er i. A. für langwelliges (rotes) Licht kleiner als für kurzwelliges (violettes) Licht. Weißes Licht wird deshalb beim Durchgang durch ein Prisma in seine farbigen Bestandteile zerlegt. Es ergibt sich ein Spektrum.

Prismen werden daher in der Spektroskopie eingesetzt, aber auch zur Umkehr oder Umlenkung eines Lichtstrahls (Umkehrprisma) in einem Fernglas. Außerdem erzeugt man mit Polarisationsprismen, die aus doppelbrechendem Material bestehen, polarisiertes Licht (Nicol-Prisma)


Schlagworte

  • #Brechung
  • #Spektroskopie