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Abbildungsfehler

5. Klasse ‐ Abitur

Bei einer optischen Abbildung versteht man unter einem Abbildungsfehler alle Abweichungen (Aberrationen) von den Abbildungsgesetzen dünner Linsen. Bei einfarbigem (monochromatischem) Licht treten folgende Abbildungsfehler auf:

  • Öffnungsfehler (sphärische Aberration): Hier werden nicht alle Lichtstrahlen eines parallel zur optischen Achse auf die Linse einfallenden Bündels in einem Punkt gesammelt. Für solche Fehler sind bei sphärischen Linsen die achsenfernen Strahlen verantwortlich.
  • Astigmatismus (griech., so viel wie „kein Punkt“): Punkte außerhalb der optischen Achse werden nicht punktförmig abgebildet. In zwei von der Linse unterschiedlich entfernten Ebenen entstehen senkrechte Striche. Zum Astigmatismus kommt es, wenn eine Linse in zwei zueinander senkrechten Richtungen unterschiedliche Brechkraft aufweist.
  • Bildfeldwölbung: Die Punkte einer Ebene werden nicht genau auf eine Ebene abgebildet, sondern auf eine Rotationsfläche um die Linsenachse.
  • Asymmetriefehler (Koma): Hier wird ein schief zur optischen Achse einfallendes Parallelstrahlbündel, das durch eine Blende begrenzt wird, nicht mehr rotationssymmetrisch zur optischen Achse abgebildet.

Bei mehrfarbigem Licht treten zusätzlich chromatische Aberrationen auf, die auf der Dispersion des brechenden Mediums beruhen. 


Schlagworte

  • #Linse