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Lexikon Biologie

ATP

ATP, Abk. für Adenosintriphosphat: ein Mononucleotid aus Adenin, Ribose und 3 linear aneinandergereihten Phosphatresten, die miteinander verknüpft und mit der OH-Gruppe in 5-Stellung der Ribose verestert sind. Die Verbindung von Adenosin mit einer Phosphorsäure  heißt Adenosinmonophosphat (abgekürzt: AMP). Ist noch eine weitere Phosphorsäure anhydridartig verknüpft, so erhält man Adenosindiphosphat (abgekürzt: ADP). ADP kommt  vermutlich in allen Lebewesen vor, wo es in einer Vielzahl von Stoffwechselreaktionen als Überträger von Energie und Phosphat wirkt (z. B. bei der Glykolyse und der Atmungskette). Die im ATP gespeicherte Energie (29 kJ/ml= 7 kcal/ml) wird bei der Hydrolyse (d. h. der Spaltung durch Einlagerung von Wasser) von ATP,  bei der ADP entsteht, wieder freigesetzt und bei Energie verbrauchenden, synthetischen Prozessen verwendet. ATP spielt außerdem eine wesentliche Rolle bei der Aktivierung von Aminosäuren. Diese Vielseitigkeit von ATP wird möglich, da  es die Phosphatreste auf Stoffe mit alkoholischen Hydroxygruppen, Säuregruppen oder Amidgruppen übertragen kann. Die dabei neu entstehenden Verbindungen sind nun ihrerseits wieder energiereich oder aktiviert. Diese Transferreaktionen werden von besonderen Enzymen, den Kinasen, gesteuert. Wegen seiner gruppenübertragenden Eigenschaft wird ATP auch zu den Coenzymen gezählt. Außerdem ist ATP auch wirksam bei der katalytischen Funktion einiger Vitamine, ferner bei der Muskelkontraktion und bei der Fotosynthese.
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