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Weimarer Republik (1)


Aufgabe 1

Die Anfänge der Weimarer Republik

Fülle den Lückentext aus.

Die Niederlage im __________________ löste in Deutschland eine __________________ aus. Reichskanzler Max von Baden verkündete die _________________ des Kaisers. Am ________________ wurde in Deutschland die Republik ausgerufen, das allerdings gleich zweimal! Sowohl SPD-Politiker ______________ als auch der Anführer des Spartakusbundes, _______________, verkündeten das Ende der ______________. Gültigkeit erlangte allerdings nur die Ausrufung durch Scheidemann. Doch damit waren die politischen Auseinandersetzungen in Deutschland noch nicht beendet. Mit dem ________________ versuchten die Linken ihren Einfluss geltend zu machen. Eine ________________ sollte zu einer Lösung beitragen und im Januar 1919 wurde sie demokratisch gewählt. Neu an diesen Wahlen war, dass ____________ und ______________ gleichermaßen stimmberechtigt waren. Die _________ ging als stärkste Partei aus der Wahl hervor. Aufgrund der politischen Spannungen hielt man das Zusammentreffen der Nationalversammlung in ____________ für zu riskant. Stattdessen wurde _________________ zum Tagungsort. Die Nationalversammlung wählte ________________ zum Reichspräsidenten.

Lösung

Die Niederlage im Ersten Weltkrieg löste in Deutschland eine (politische) Revolution aus. Reichskanzler Max von Baden verkündete die Abdankung des Kaisers. Am 9. November 1918 wurde in Deutschland die Republik ausgerufen, das allerdings gleich zweimal! Sowohl SPD-Politiker Philipp Scheidemann als auch der Anführer des Spartakusbundes, Karl Liebknecht, verkündeten das Ende der Monarchie. Gültigkeit erlangte allerdings nur die Ausrufung durch Scheidemann. Doch damit waren die politischen Auseinandersetzungen in Deutschland noch nicht beendet. Mit dem Spartakusaufstand versuchten die Linken ihren Einfluss geltend zu machen. Eine Nationalversammlung sollte zu einer Lösung beitragen und im Januar 1919 wurde sie demokratisch gewählt. Neu an diesen Wahlen war, dass Männer und Frauen gleichermaßen stimmberechtigt waren. Die SPD ging als stärkste Partei aus der Wahl hervor. Aufgrund der politischen Spannungen hielt man das Zusammentreffen der Nationalversammlung in Berlin für zu riskant. Stattdessen wurde Weimar zum Tagungsort. Die Nationalversammlung wählte Friedrich Ebert zum Reichspräsidenten.

  • Schwierigkeitsgrad:  1
  • Zeit:  6 Minuten
  • Punkte:  15

Aufgabe 2

Die Weimarer Verfassung

  1. Nenne die wichtigsten Funktionen des Reichspräsidenten.
  2. Ordne folgende Parteien dem politischen Spektrum der Weimarer Republik zu:
    SPD, DVP, DNVP, Zentrum, Sonstige, USPD, DDP
    (Das Diagramm ist der politischen Ausrichtung entsprechend von links nach rechts angeordnet.)
 - Abbildung 1

Lösung

  1. Nenne die wichtigsten Funktionen des Reichspräsidenten.
  • Er wurde für sieben Jahre gewählt.
  • Er konnte Kanzler/Minister ernennen und entlassen.
  • Er konnte den Gerichtshof ernennen.
  • Er hatte den Oberbefehl über die Truppen.
  • Er konnte Notverordnungen erlassen.
  1. Ordne folgende Parteien dem politischen Spektrum der Weimarer Republik zu:
    SPD, DVP, DNVP, Zentrum, Sonstige, USPD, DDP
    (Das Diagramm ist der politischen Ausrichtung entsprechend von links nach rechts angeordnet.)

Weimarer Republik (1) - Abbildung 1
  • Schwierigkeitsgrad:  2
  • Zeit:  9 Minuten
  • Punkte:  12

Aufgabe 3

Analysiere die vorliegende Quelle, indem du sie in den historischen Kontext einordnest und die Intention des Autors deutlich machst.

Dem deutschen Volke ist die Schande angetan worden, nicht nur sein Todesurteil zu unterschreiben, sondern seines eigenen Blutes und Stammes Genossen dem Feinde auszuliefern, zur Aburteilung, zur Bestrafung dafür, daß sie ihrem Vaterlande in seiner Not das Beste gegeben. [...] Was haben wir denn gutzumachen, wir, die wir der großen seit Jahrzehnten zusammengebrauten Verschwörung Haß erfüllter Nachbarn und gieriger, Neid erfüllter Konkurrenten zum Opfer gefallen sind. Wie kann man dem heiligen Volksempfinden so ins Gesicht schlagen. Waren die Augusttage 1914, wo aus Millionen deutscher Herzen das Befreiungslied, der vaterländische Jubel sich rang, Lüge, waren sie Selbstbetrug? [...] Es ist geschehen, dein Schicksal, deutsches Volk, ist besiegelt, durch die Männer der Revolution, die den 9. November zum Nationalfeiertag machten, den Tag der Freiheit, wie sie meinten.

Süddeutsche Zeitung, 24. 6. 1919, o. S. [Michael Sauer (Hrsg.): Geschichte und Geschehen Bd. 4, S. 72.]

Lösung

Du …

 

nennst den Autor.

Unbekannt, erschienen in der Süddeutschen Zeitung

nennst das Erscheinungsdatum.

24.06.1919

nennst die Quellengattung.

Zeitungsartikel

nennst Adressaten.

Die deutsche Bevölkerung

gibst Thema/Inhalt der Quelle knapp wieder.

  • Der Artikel kommentiert die bevorstehende Unterzeichnung des Versailler Vertrags.
  • Er stellt Deutschland als Opfer der Umstände dar.

ordnest in den historischen Kontext ein.

  • Der Friedensvertrag von Versailles entstand in Verhandlungen zwischen den Siegermächten des Ersten Weltkriegs.
  • Hauptbeteiligte waren Frankreich, Großbritannien und die USA.
  • Deutschland als Kriegsverlierer war von den Vertragsverhandlungen ausgeschlossen.
  • Die deutsche Regierung wurde schließlich vor die Wahl gestellt, den Vertrag mit allen Bedingungen zu akzeptieren oder ein militärisches Vorgehen der Siegermächte in Kauf zu nehmen.
  • Die Revolution in Deutschland hatte die Monarchie beendet; die neue, demokratische Regierung, die jetzt mit den Siegermächten zu tun hatte, war also nicht mehr die Regierung des Kaiserreichs, unter der es 1914 zum Kriegsausbruch gekommen war.
  • Besonders umstritten am Versailler Vertrag war der Kriegsschuldartikel (§ 231), in dem Deutschland und seinen Verbündeten die Alleinschuld am Kriegsausbruch zugesprochen wurde und der mit hohen Reparationsforderungen (Entschädigungsforderungen) der Siegermächte verbunden war.

erklärst die Intention des Autors.

  • Der Artikel stellt die Vertragsunterzeichnung als großes Unrecht und „Todesurteil“ für das deutsche Volk dar.
  • Der Artikel will insbesondere die Unschuld und Heldenhaftigkeit des deutschen Volkes hervorheben, das sich immer dadurch ausgezeichnet habe, sein Bestes zu geben und sich für das Vaterland einzusetzen.
  • Die Schuld an der aktuellen Situation soll
    • zum einen den Siegermächten zugeschrieben werden, die sich nach Darstellung des Artikels gegen Deutschland verschworen haben;
    • zum anderen der neuen Regierung, die sich bereit erklärt dieser Ungerechtigkeit zuzustimmen.
  • Schwierigkeitsgrad:  3
  • Zeit:  15 Minuten
  • Punkte:  16
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