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Objektpronomen: direkt und indirekt

2. Lernjahr Dauer: 65 Minuten

Was sind direkte und indirekte Objektpronomen in Französisch?

Im Französischen gibt es sogenannte Objektpronomen. Mithilfe von Objektpronomen kann man direkte und indirekte Objekte ersetzen: 
Est-ce que tu appelles ton ami Marc? – Oui, je l'appelle. Tu veux lui parler?
Rufst du deinen Freund Marc an? – Ja, ich rufe ihn an. Möchtest du mit ihm sprechen?
 
Doch woher weiß man, wann man ein direktes Objektpronomen oder ein indirektes Objektpronomen braucht? Viele hilfreiche Erklärungen rund um die Objektpronomen findest du hier in diesem Lernweg. In den interaktiven Übungen kannst du dein neues Wissen testen. Um herauszufinden, ob du für die nächste Prüfung gewappnet bist, kannst du unsere Klassenarbeiten Pronomen bearbeiten.

Was sind Objektpronomen?

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Objektpronomen

Objektpronomen

Objektpronomen

Wie du die indirekten Objektpronomen gebrauchst

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Indirekte Objektpronomen gebrauchen

Indirekte Objektpronomen gebrauchen

Indirekte Objektpronomen gebrauchen

Wie du die direkten Objektpronomen im Französischen gebrauchst

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Direkte Objektpronomen gebrauchen

Direkte Objektpronomen gebrauchen

Direkte Objektpronomen gebrauchen

Die Reihenfolge der Pronomen im Satz

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Reihenfolge der Pronomen

Reihenfolge der Pronomen

Reihenfolge der Pronomen

Was du wissen musst

  • Welche indirekten Objektpronomen gibt es im Französischen?

    Im Französischen kann man indirekte Objektpronomen benutzen, um indirekte Objekte (Dativobjekte) zu ersetzen. Durch die Verwendung von Objektpronomen kannst du Sätze verkürzen. Diese Objekte können Personen und Tiere sein. Ein indirektes Objekt erkennst du daran, dass die Präposition à auf das Verb folgt (z. B. penser à, raconter à, donner à, parler à): Je parle à mon prof.  → Je lui parle. (Ich spreche mit meinem Lehrer. → Ich spreche mit ihm.) Wenn du nicht mehr sicher bist oder einfach üben willst, wie du Objekte erkennst, bearbeite den Lernweg Objekte

    Die folgende Tabelle ist eine Übersicht über die indirekten Objektpronomen:

    Singular Plural
    me (mir) nous (uns)
    te (dir) vous (euch, Ihnen)
    lui (ihm/ihr) leur (ihnen)

    Merke dir also: Die direkten und indirekten Objektpronomen der 1. und 2. Person sind identisch: me, te, nous, vous. 
    Nur in der 3. Person unterscheiden sich die Objektpronomen: le, la, les sind die direkten Objektpronomen, lui und leur sind indirekte Objektpronomen. 
    Beachte: Nicht immer entsprechen französische Objekte exakt den deutschen Objekten. Das sieht man gut am Verb aider qn (jdm helfen). Im Französischen steht nach aider ein direktes Objekt, im Deutschen allerdings nach helfen ein Dativobjekt. Bei vielen Verben sind die Objekte im Deutschen und Französischen aber vergleichbar.

    Achte auf folgende Punkte: 

    • me und te werden vor Vokal oder stummem h- apostrophiert: Il t'aide. (Er hilft dir.)
    • lui ersetzt sowohl eine männliche als auch eine weibliche Person: Il téléphone à son copain / à sa copine. → Il lui téléphone.  (Er ruft ihn/sie an.)

    Unterscheide:

    • Das indirekte Objektpronomen leur sieht genauso aus wie das Possessivpronomen leur. Das steht aber immer vor einem Substantiv: C’est leur chien. (Das ist ihr Hund.)
    • me, te, nous, vous können auch Reflexivpronomen zu reflexiven Verben sein: Vous vous promenez. (Ihr geht spazieren). 
  • Wann braucht man direkte, wann indirekte Objektpronomen?

    Direkte Objektpronomen braucht man, um direkte Objekte zu ersetzen. Direkte Objekte stehen ohne Präposition direkt hinter dem Verb: Elle trouve son cahier. → Elle le trouve. 

    Indirekte Objektpronomen benutzt man, um indirekte Objekte zu ersetzen. ​​​​Indirekte Objekte werden mit einer Präposition (meist à/de) an das Verb angeschlossen: Tu écris à ta copine. → Tu lui écris. Ein französisches direktes Objekt entspricht meist einem deutschen Akkusativobjekt. Du kannst solche Objekte im Deutschen mit „Wen oder was?“ erfragen.

    Das französische indirekte Objekt entspricht meist dem deutschen Dativobjekt. Du erfragst es im Deutschen mit „Wem oder was?“.

    Die Pronomen me, te, nous, vous können direkte oder indirekte Objektpronomen sein: Il me regarde et il me dit bonjour. (Er schaut mich (direktes Objekt) an und sagt mir (indirektes Objekt) guten Tag.)
    Es ist daher sehr wichtig, die Verben immer mit der angeschlossenen Präposition zu lernen, damit du gleich weißt, ob auf das Verb ein direktes oder indirektes Verb folgt: dire à, parler à/de, répondre à, essayer de ...

  • Wo stehen Objektpronomen im Satz?

    Die Objektpronomen stehen in der Regel vor der konjugierten Verbform: Il me donne son livre. Wenn ein Satz verneint wird, steht das Objektpronomen weiterhin vor dem konjugierten Verb: Il ne me donne pas son livre. 
    Auch im passé composé ändert sich nichts an der Position des Objektpronomens vor dem konjugierten Verb – in dem Fall dem Hilfsverb: Il m'a donné son livre.

    Nur wenn ein Infinitiv im Satz vorkommt, ändert sich die Position des Objektpronomens. Dann steht das Objektpronomen vor dem Infinitiv: Il veut me donner son livre oder Il va me donner son livre. Die Verneinung umschließt weiterhin das konjugierte Verb: Il ne veut pas me donner son livre oder Il ne va pas me donner son livre.

    Wenn du noch einmal gezielt alles rund um das passé composé üben willst, dann bearbeite den Lernweg passé composé lernen

  • Wie können Übungen zu Objektpronomen aussehen?

    Oft gibt es Aufgaben zu den Objektpronomen, in denen du das Objekt durch ein Pronomen ersetzen sollst. Dafür musst du zuerst untersuchen, ob eine Präposition hinter dem Verb steht. Wenn à oder de hinter dem Verb stehen, handelt es sich um ein indirektes Objekt. Wenn das Nomen direkt hinter dem Verb folgt, dann handelt es sich um ein direktes Objekt. Entsprechend kannst du dann das passende Objektpronomen einsetzen. Zum Beispiel: Sarah répond à sa mère. → à sa mère = indirektes Objektindirektes Objektpronomen in der 3. Person Singular → Sarah lui répond. 
    Bei einer weiteren häufig gestellten Aufgabe sollst du entscheiden, ob direkte oder indirekte Objektpronomen eingesetzt werden sollen, etwa: Nous ________ (l'/lui) avons appelé. Hier hilft es dir, an die Lernform des Verbs zu denken: Steht eine Präposition hinter dem Verb, dann ist es ein indirektes Objekt. Steht qn/qc direkt hinter dem Verb, dann handelt es sich um ein direktes Objekt. Dann kannst du das passende Objektpronomen auswählen. Nous ________ (l'/lui) avons appelé. → appeler qndirektes Objektpronomen → Nous l'avons appelé.
    Es kann auch sein, dass du aus vorgegebenen Satzelementen Sätze bilden und dabei die Stellung der Pronomen beachten musst: 
    Noah et Marie – donner (passé composé) – vous – des conseils. → Noah et Marie vous ont donné des conseils.
    Merk dir dafür: Objektpronomen stehen in der Regel vor dem ersten konjugierten Verb, außer es gibt einen Infinitiv im Satz: Dann steht das Objektpronomen vor dem Infinitiv.