Bessere Noten mit Duden Learnattack Jetzt kostenlos testen
 
Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wie du eine dihybride Kreuzung machst

Aufgabe

Eine reinerbige Erbsenpflanze mit grün-runden Samen wird mit einer reinerbigen Erbsenpflanze mit gelb-kantigen Samen gekreuzt. Es handelt sich um einen entkoppelten Erbgang. Erstelle das Kreuzungsschema und gib die Genotypen- und Phänotypenverteilung an.

  1. Für die F1-Generation.
  2. Für die F2-Generation.

Teilaufgabe a

Erstelle das Kreuzungsschema für die F1-Generation und gib die Genotypen- und Phänotypenverteilung an.

In der ersten Teilaufgabe sollst du das Kreuzungsschema von zwei reinerbigen Erbsenpflanzen erstellen. Hierfür musst du erst mal Genotyp und Phänotyp dieser Pflanzen bestimmen. Im Prinzip geht das genauso wie bei einer dominant-rezessiven Kreuzung, nur eben mit zwei Merkmalen.

Schritt 1: Bestimme den Geno- und Phänotyp der Elterngeneration

Was weißt du über den Phänotyp?

Aus der Aufgabe kannst du lesen, dass sich die Pflanzen in der Samenform und der Samenfarbe unterscheiden. Eine Erbsenpflanze, nennen wir diese Pflanze A, hat gelb-kantige Samen und die andere, nennen wir diese Pflanze B, bildet grün-runde Samen aus.

Merkmale: Samenfarbe/Samenform

Pflanze A:
Wie du eine dihybride Kreuzung machst - Abbildung 1

Pflanze B:
Wie du eine dihybride Kreuzung machst - Abbildung 2

Was weißt du über den Genotyp

Du hast schon herausgefunden, dass sich die Pflanzen in zwei Merkmalen unterscheiden. Um den Genotyp für die Merkmale Samenform/Samenfarbe leichter aufzuschreiben, kürzt du die Merkmale mit Buchstaben ab. Wir nehmen jetzt mal G und R.

Samenfarbe: G
Samenform: R

Jetzt musst du noch wissen, was das dominante und was das rezessive Allel ist. Bei der Samenfarbe ist das Allel gelb dominant und es wird mit dem Großbuchstaben G abgekürzt. Das Allel grün ist rezessiv, das wird mit dem Kleinbuchstaben g abgekürzt.

Samenfarbe gelb: G
Samenfarbe grün: g

Bei der Samenform ist das Allel rund dominant und das Allel kantig rezessiv.

Samenform rund: R
Samenform kantig: r

Aus der Aufgabe kannst du auch lesen, dass die Erbsenpflanzen reinerbig sind. Unsere Erbsenpflanzen haben somit einen homozygoten Genotyp und besitzen für jedes Merkmal zwei gleiche Allele.

Somit kannst du die Genotyp-Phänotyp-Verteilung der Parentalgeneration aufschreiben.

  Samen von Pflanze A Samen von Pflanze B
Phänotyp grün-rund gelb-kantig
Genotyp ggRR GGrr

Schritt 2: Stell das Kreuzungsschema auf

Jetzt kannst du das Kreuzungsschema aufstellen. Im Prinzip geht das genauso wie bei einer dominant-rezessiven Kreuzung. Nur gibt es wegen der zwei Merkmale ein paar Besonderheiten.

Wie viele Spalten und Zeilen hat unser Kreuzungsschema?

Bei einer dihybriden Kreuzung werden ja zwei verschiedene Merkmale beobachtet. Um das Kreuzungsschema nun richtig zu malen, ist es wichtig, dass du Folgendes beachtest:

Auf der einen Seite des Kreuzungsschemas stehen alle Allelkombinationen, die die Erbsenpflanze A an ihre Nachkommen vererben kann. Auf der anderen Seite die Allelkombinationen der Pflanze B. Jede Pflanze bekommt für jede Allelkombination eine Spalte oder Zeile.

Bei einer dihybriden Kreuzung sind das in der Parentalgeneration immer zwei Spalten oder Zeilen mit den gleichen Allelkombinationen. Eigentlich gibt es ja vier Kombinationen.

R1R2g1g2

R1g1, R1g2, R2g1, R2g2

Aber da alle Kombinationen die gleichen sind, nimmst du nur zwei. Merk dir einfach, dass du bei dihybriden Erbgängen in der Parentalkombination immer zwei gleiche Keimzellen für das Kreuzungsschema benutzt. Die Tabelle hier hat die grün-runden Erbsen in den Spalten, aber das kannst du natürlich auch andersherum machen.

Wie du eine dihybride Kreuzung machst - Abbildung 3

Um das Schema auszufüllen, musst du alle möglichen Kombinationen in die leeren Kästchen eintragen. Jedes Kästchen steht für eine Tochterpflanze, die Pflanzen der F1-Generation. Dafür schreibst du einfach in jede Zeile oder Spalte die jeweilige Allelkombination. Achte darauf, dass jede Tochterpflanze nur eine von jedem Elternteil bekommt.

Wie du eine dihybride Kreuzung machst - Abbildung 4

Wenn du fertig bist, müssen alle anfangs leeren Kästchen insgesamt vier Buchstaben enthalten: je Merkmal zwei Allele. Trage noch die entsprechenden Phänotypen ein, dann hast du alles zusammen.

Wie du eine dihybride Kreuzung machst - Abbildung 5

Es gibt auch eine andere Schreibweise für das Kreuzungsschema. Das sieht im Prinzip wieder genauso aus wie bei der dominant-rezessiven Kreuzung.

  
Wie du eine dihybride Kreuzung machst - Abbildung 6

Schritt 3: Bestimme den Geno- und Phänotyp der F1-Generation

Wenn du dir die beiden Kreuzungsschemata anschaust, kannst du daraus den Genotyp der F1-Generation ablesen. Alle Tochterpflanzen haben den gleichen Genotyp.

Genotyp: GgRr

Wie du siehst, sind sowohl die Allele für das Merkmal Samenform als auch diejenigen für die Samenfarbe unterschiedlich. Die Pflanzen sind mischerbig oder heterozygot. Da sich immer das dominante Allel im Phänotyp durchsetzt, sehen alle Tochterpflanzen gleich aus. Sie besitzen gelb-runde Samen und sind somit uniform. Wenn du eine Aufgabe hast, in der reinerbige Pflanzen in der Elterngeneration miteinander gekreuzt werden, kannst du immer die Uniformitätsregel anwenden.

Teilaufgabe b

Erstelle das Kreuzungsschema für die F2-Generation und gib die Genotypen- und Phänotypenverteilung an.

Schritt 1: Bestimme den Geno- und Phänotyp der Elterngeneration

Die F1-Generation der Teilaufgabe a ist nun die Elterngeneration. Ihren Geno- und Phänotyp hast du ja schon bestimmt.

Pflanzen der F1-Generation:

Phänotyp: 
Wie du eine dihybride Kreuzung machst - Abbildung 7

Genotyp: GgRr

Schritt 2: Stell das Kreuzungsschema auf

Mit dem Genotyp der F1-Generation kannst du das Kreuzungsschema aufstellen. Da alle Pflanzen der F1-Generation den gleichen Genotyp besitzen, kannst du auf beide Seiten des Kreuzungsschemas dasselbe schreiben.

Wie viele Spalten und Zeilen hat unser Kreuzungsschema?

In der Aufgabenstellung steht, dass die beiden Merkmale entkoppelt sind. Deshalb kannst du in diesem Fall die Unabhängigkeitsregel anwenden. Du weißt also schon jetzt, dass die Merkmale frei miteinander kombinierbar sind und es neue Phänotypen in der F2-Generation gibt.

Es gibt vier verschiedene Möglichkeiten, die Allele für die Merkmale Samenfarbe/Samenform miteinander zu kombinieren. Damit bekommt das Kreuzungsschema insgesamt vier Spalten und vier Zeilen. Pass nur auf, dass du keine Kombination vergisst.

Wie du eine dihybride Kreuzung machst - Abbildung 8

Jetzt füllst du einfach wieder das Schema genauso aus wie in Teilaufgabe a. Achte darauf, dass du nicht in der Spalte bzw. Zeile verrutschst.

Wie du eine dihybride Kreuzung machst - Abbildung 9

Wenn du alles ausgefüllt hast, sieht dein Kreuzungsschema so aus. Noch die Phänotypen eintragen und du hast alles.

Wie du eine dihybride Kreuzung machst - Abbildung 10

Schritt 3: Bestimme den Geno- und Phänotyp der F2-Generation

Wie in Teilaufgabe a kannst du die möglichen Genotypen der F2-Generation einfach aus dem Kreuzungsschema ablesen. Durch die freie Merkmalskombination gibt es insgesamt neun verschiedene Genotypen, die sich zu vier verschiedenen Phänotypen zusammenfassen lassen. Gelb-rund, grün-rund, gelb-kantig und grün-kantig. Wenn du die Phänotypen im Kreuzungsschema zählst, kommst du auf ein Verhältnis von 9 : 3 : 3 : 1. Die Merkmalskombination grün-kantige Samen ist eine Neukombination.

Neun Genotypen:

GGRR, GGRr, GgRR, GgRr, GGrr, Ggrr, ggRr, ggRR, ggrr

Phänotypen:

Wie du eine dihybride Kreuzung machst - Abbildung 11

            9   :                  3    :                  3    :               1
 

Lösung

Teilaufgabe a)

Die F1-Generation hat den Phänotyp gelb-rund und den heterozygoten Genotyp GgRr (G = gelb, g = grün; R = Rund, r = kantig). Beides ergibt sich aus folgendem Kreuzungsschema:

Wie du eine dihybride Kreuzung machst - Abbildung 12

Teilaufgabe b)

In der F2-Generation finden sich durch die freie Merkmalskombination insgesamt neun verschiedene Genotypen: GGRR, GGRr, GgRR, GgRr, GGrr, Ggrr, ggRr, ggRR, ggrr, die sich zu vier verschiedenen Phänotypen in einer Verteilung von 9 : 3 : 3 : 1 zusammenfassen lassen: gelb-rund, grün-rund, gelb-kantig und grün-kantig. Die Merkmalskombination grün-kantige Samen ist eine Neukombination. Beides ergibt sich aus folgendem Kreuzungsschema:

Wie du eine dihybride Kreuzung machst - Abbildung 13

Registriere dich, um den vollen Inhalt zu sehen!
Deine Vorteile
  • Bessere Noten mit über 10.000 Lerninhalten in 9 Fächern
  • Originalklassenarbeiten, Musterlösungen und Übungen
  • NEU: Persönliche WhatsApp-Nachhilfe

VERSTÄNDLICH

PREISWERT

ZEITSPAREND

Next

Weitere Biologiethemen findest du hier

Wähle deine Klassenstufe

Weitere Schritt-für-Schritt-Anleitungen findest du hier