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Lexikon Chemie

Glycerin

[zu griech. glykys »süß«] (Propan-1,2,3-triol): Einfachster dreiwertiger Alkohol, eine farb- und geruchlose, süß schmeckende, sehr viskose Flüssigkeit mit Wasser anziehender Wirkung; Sp. 290 °C. Glycerin kommt in der Natur v. a. als Bestandteil der tierischen und pflanzlichen Fetten und fetten Ölen vor und entsteht in großen Mengen als Nebenprodukt bei deren Verseifung. Synthetisch wird es aus Propen durch Chlorierung und anschließende Hydrolyse (über mehrere Verfahrensschritte) hergestellt. In seinen chemischen Eigenschaften entspricht Glycerin den einwertigen Alkoholen. Es wird als Bremsflüssigkeit und als Frostschutzmittel, als Textilhilfsmittel sowie als feucht haltender Zusatz in der Lebensmittel-, Kosmetik- und Tabakindustrie verwendet. Es ist ein wichtiger Grundstoff bei der Herstellung von Alkydharzen (Kunststoffe); ca. 4 % der Produktion gehen in die Sprengstoffindustrie (Nitroglycerin).
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