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Lexikon Biologie

Plasmodium

Plasmodium: Eine Gattung der Sporentierchen, die in Blutzellen von Wirbeltieren schmarotzen und zu der u. a. die Erreger der Malaria gehören.  Die Sporen (Sporozoite)  von Plasmodium, die den Speichel infizierter Anophelesmücken besiedeln, gelangen beim Stich der Mücke mit ihrem Speichel in den Menschen und reifen in Leber, Milz, Knochenmark  und Gefäßwänden während 1–6 Wochen zu Schizonten heran. Diese teilen sich ungeschlechtlich in Merozoiten, die ins Blut geschwemmt werden und die roten Blutkörperchen befallen. Hier kommt es wiederum zur Schizogonie. Die Merozoiten werden beim Zerfall der roten Blutkörperchen frei, was einen Fieberanfall hervorruft. Sie dringen dann in neue  Blutkörperchen ein. Nach einigen Vermehrungszyklen entstehen Geschlechtsformen, die mit aufgenommenem Blut in den Darm von Anophelesmücken gelangen. Die befruchtete Eizelle (Zygote) durchdringt die Darmwand und setzt sich an der Darmaußenwand fest, wo aus ihr durch Mehrfachteilung die Sporozoite hervorgehen, die u. a. in die  Speicheldrüsen der Mücke wandern. Bei Temperaturen unter 15 °C können sich die Sporozoite nicht entwickeln.

Man unterscheidet drei Malariaformen, die durch jeweils eine andere Art von Plasmodium hervorgerufen werden: Malaria tertiana (Schizontenentwicklung innerhalb von 48 Stunden; Fieberanfall jeweils nach einem fieberfreien Tag), Malaria quartana (Fieberanfall alle 72 Stunden) und Malaria tropica, bei der die Fieberanfälle in unregelmäßigen Abständen auftreten und deren Folgeschäden am schwersten sind, z. T. mit tödlichem Ausgang.

Plasmodium - Abbildung 1

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