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Es gibt viele komplexe Themen in der Schule, die nicht immer auf den ersten Blick verständlich sind. Trotzdem musst du sie für eine Klassenarbeit irgendwie lernen. Wenn du häufiger vor so einem Problem stehst, hilft dir eine Mindmap. Was genau eine Mindmap ist und wie sie dir beim Lernen helfen kann, erfährst du hier.

Was ist eine Mindmap?

 

Das Wort „Mindmap“ kommt aus dem Englischen und setzt sich aus den Wörtern „mind“ und „map“ zusammen. „Mind“ kann mit „Geist“, „Gedanke“ oder „Kopf“ übersetzt werden. „Map“ bedeutet „Karte“ – im Sinn von Landkarte oder Stadtplan. Zusammengesetzt ist eine Mindmap also eine Gedankenkarte oder ein Gedankenplan.

So viel zum Wort – viel wichtiger ist natürlich, was eine Mindmap wirklich ist. Das interessiert dich wahrscheinlich viel mehr.

Eine Mindmap ist eine grafische Darstellung zu einem Thema, einem Vorgang oder einer Assoziation. Meist gibt es ein Wort oder Thema, das im Zentrum steht. Von diesem Zentrum gehen mehrere Verbindungen zu anderen Themen ab, von denen wiederum weitere Verbindungen ausgehen.

Das sieht dann ungefähr so aus:

Eine richtige Mindmap zu einem Schulthema findest du weiter unten.

 

Beispiel einer Mindmap mit einem zentralen Thema und mehreren verbundenen Unterthemen

Vorteile einer Mindmap

Eine Mindmap kann dir helfen, ein komplexes Thema zu strukturieren und übersichtlich darzustellen.

Wenn du mit Karteikarten lernst, fehlt dir vielleicht der Überblick über das große Ganze. Genauso ist es bei Stichpunkten, die einfach untereinander aufgeschrieben sind – dort geht oft der Bezug zwischen den einzelnen Punkten verloren.

Bei einer Mindmap kannst du durch das Verbinden einzelner Begriffe eine Brücke zwischen ihnen bauen und dadurch Zusammenhänge leichter erkennen.

Fällt dir plötzlich noch ein weiterer Punkt zu einem Thema ein, kann eine Mindmap problemlos erweitert werden. So gehen dir keine Informationen verloren.

Ein weiterer großer Vorteil einer Mindmap ist, dass du erkennst, wenn du zu einem Thema noch nicht viel weißt. Dann bleibt ein Bereich der Mindmap ziemlich leer und du erkennst sofort, dass es dort noch Wissenslücken gibt.

Zusammengefasst: die Vorteile einer Mindmap

  • Themen übersichtlich strukturieren
  • Komplexe Aufgaben ordnen
  • Die Mindmap problemlos erweitern
  • Wissenslücken erkennen

Wie erstellt man eine Mindmap? 5 Schritte zur Mindmap

  1. Schreibe das Hauptthema zentral auf ein Blatt.
  2. Überlege, welche Unterthemen zum Hauptthema gehören, und ordne die Unterthemen um das Hauptthema herum an.
  3. Zeichne farbige Verbindungen vom Hauptthema zu den Unterthemen. Beachte, dass jedes Unterthema eine eigene Farbe erhält.
  4. Ergänze Begriffe, die zum jeweiligen Unterthema gehören, und verbinde sie mit dem Unterthema. Verwende hierfür dieselbe Farbe wie für die Verbindung vom Hauptthema zu diesem Unterthema.
  5. Wiederhole die Schritte, bis du alle wichtigen Aspekte eines Themas vollständig auf deiner Mindmap erfasst hast.

Hier siehst du ein Beispiel, wie eine Mindmap zu einem beliebigen Thema aussehen kann. Dir sind dabei fast keine Grenzen gesetzt. Du kannst auch kleine Bilder malen, um das Thema und die Unterthemen noch einprägsamer darzustellen.



 

Beispiel einer farbigen Mindmap zu einem Schulthema

Wie hilft dir eine Mindmap beim Lernen?

Eine Mindmap hat viele Vorteile, die dir beim Lernen helfen können, da sie mehrere Sinne gleichzeitig anspricht. Beim Erstellen einer Mindmap wirst du selbst aktiv und beschäftigst dich mit dem Thema. Das allein hat schon einen kleinen Lerneffekt.

Das ist ähnlich wie beim Spickerschreiben: Auch dabei lernst du bereits etwas.

Ohne etwas über ein Thema zu wissen, ist es schwer, eine Mindmap zu erstellen. Daher musst du die Informationen, die du aus der Schule bekommen hast, noch einmal durcharbeiten.

Anschließend teilst du die Informationen in kleinere Pakete auf und ordnest sie um das große Thema herum an. Schritt für Schritt erstellst du ein Bild deiner Gedanken.

Dieses Bild kannst du später leichter abrufen, als wenn du ein Blatt von oben nach unten mit Informationen füllst.

Durch die Darstellung des Themas in einem Bild lernst du leichter und kannst dich besser an wichtige Dinge erinnern.

Kostenlose Tools zum Erstellen einer Mindmap

Im Internet gibt es unzählige Programme, mit denen du eine Mindmap erstellen kannst. Manche Programme musst du zunächst herunterladen und auf deinem Computer installieren, andere kannst du direkt über deinen Browser benutzen und benötigst dafür keine Installation.

Wir beschränken uns hier auf vier Programme, die eines gemeinsam haben: Sie sind alle kostenlos!

Mind-Map-online

Bei Mind-Map-online kannst du direkt und ohne Installation loslegen. Rufe einfach die Seite auf und schon kann es losgehen.

Das Programm ist sehr intuitiv gestaltet und eignet sich gut, um erste Mindmaps zu erstellen. Du kannst deine Mindmaps auch ausdrucken oder als PDF speichern.

Wenn du die Mindmap online speichern möchtest, musst du dich registrieren. Das kostet jedoch kein Geld.

Wisemapping

Wisemapping ist ebenfalls ein Tool, das du online nutzen kannst. Es funktioniert ähnlich wie Mind-Map-online.

Praktisch bei Wisemapping ist, dass bereits kleine Emoticons und Symbole im Tool vorhanden sind. Damit kannst du einzelnen Unterthemen Symbole zuordnen, die dir helfen, dich noch besser daran zu erinnern.

FreeMind

Dieses Programm musst du herunterladen und auf deinem Computer installieren, bevor du es nutzen kannst. FreeMind ist eine Open-Source-Software und kostenlos nutzbar.

Es bietet viele Möglichkeiten, zu den unterschiedlichsten Themen eine Mindmap zu erstellen.

SimpleMind

Viele arbeiten gern an ihrem Tablet oder Smartphone. Auch hier gibt es die Möglichkeit, Mindmaps zu entwerfen. Die App SimpleMind gibt es für Apple iOS und Android.

Die kostenlose Version der App bietet bereits alles, was du brauchst, um eine schöne Mindmap anzulegen. Die Vollversion mit vielen weiteren Funktionen ist jedoch nicht kostenlos.