In der Bibliothek oder zu Hause lernen? Was funktioniert besser?

Gehst du zum Lernen in die Bibliothek oder bleibst du zu Hause? Vor schwierigen Prüfungen, die mit einem hohen Lernaufwand (und Zeitdruck) verbunden sind, stellt sich dir die Frage, wo du am effektivsten lernst. 

Zu Hause lernen

Die Vorzüge deines eigenen Zuhauses sind kaum zu bestreiten. In der gewohnten Umgebung findest du schnell alle Unterlagen zusammen, die du dort ausbreitest, ohne dass sich jemand an ihnen stört. Zusätzlich kannst du das Lernen in Freizeitkleidung oder in Jogginghose in Angriff nehmen, um deinen Wohlfühlfaktor zu steigern.

Beim Lernen im eigenen Zuhause ist es praktisch, dass du Arbeitsmaterialien nicht an einen anderen Ort transportieren musst. Unnötiges Herumschleppen von einigen Kilo entfällt damit für dich.

Des Weiteren kannst du jederzeit eine Pause einlegen, wenn der Kopf zu „rauchen“ anfängt. Somit ist dein Lernpensum nicht an einen bestimmten Zeitplan gebunden, sondern du kannst es an deine eigenen Bedürfnisse anpassen.

Für Langschläfer, deren produktive Phase sich eher in den späten Vormittag verschiebt, ist gerade dies von Vorteil. In der Bibliothek ist zu fortgeschrittener Stunde kein Platz mehr frei oder die Einrichtung ist geschlossen.

Gefahr der Prokrastination

In den eigenen vier Wänden zu arbeiten ist angenehm und vorteilhaft. Allerdings kannst du die „natürlichen Feinde“ dieses Modells nicht außer Acht lassen. Neben der Gefahr, dass du versuchst, zu viele Informationen rund um die Uhr aufzunehmen, ist das genaue Gegenteil ein großes Problem: Prokrastination.

Dieses umgangssprachlich „Aufschieberitis“ genannte Phänomen ereilt selbst motivierte Kandidaten in Prüfungszeiten. Die Folge: Du ziehst jede ungeliebte Tätigkeit dem eigentlichen Ziel vor. Hinterher ist deine Wohnung blitzblank, aber du bist kein Stückchen weiser.

In der Bibliothek lernen

Gegen diese Problematik hilft, wenn du die Arbeit in eine Bibliothek verlegst. Durch die Öffnungszeiten der Bücherei wird dir ein Zeitplan für das Lernen von außen erstellt. Da, wie bereits erwähnt, die Plätze dort begrenzt sind, wirst du gezwungen frühzeitig zu erscheinen und erhältst mehr Zeit, dir die notwendigen Inhalte anzueignen.

Folglich entsteht ein Zeitfenster, das du ausschließlich für Lernaktivitäten nutzt. Sobald die Bibliothek verlassen wird, beginnt deine Freizeit und einem geeigneten Ausgleich zu deinem Arbeitspensum steht nichts mehr im Wege.

Deine Fokussierung auf die Arbeit wird durch die örtlichen Gegebenheiten in einer Bibliothek verstärkt. Neben stets griffbereiten Nachschlagewerken erhöht die Ruhe im Gebäude deine Konzentration auf das Wesentliche.

Beurteilung der eigenen Bedürfnisse ausschlaggebend

Sollten andere Nutzer allerdings nicht leise sein, ist dieser Vorteil leider schnell dahin. Um dies herauszufinden, lohnt ein Besuch im Vorfeld, damit du den Weg nicht umsonst eingeschlagen hast. Beziehe die Entfernung zur Bücherei in deine Überlegungen mit ein, um nicht zu viel Zeit auf dem Weg dorthin zu verlieren.

Ist Letzteres der Fall, nutze lieber das eigene Zuhause zum Lernen. Der Prokrastination gebietest du Einhalt, indem du für Freude beim Lernen sorgst. Mit interaktiven Übungen wird die Prüfungsvorbereitung ortsunabhängig, sodass du zu Hause in deiner Hängematte im Garten lernen kannst. Und das ist deutlich entspannter als ein harter Holzstuhl in einer muffigen Bibliothek.

Du möchtest noch mehr Lerntipps und Lernstrategien kennen? Dann schau einfach öfter mal in unserer entsprechenden Rubrik nach!


Über den Autor

Hi, ich bin Ute und komme aus Jena. Bis 2010 habe ich Kindersachbücher geschrieben. Aktuell arbeite ich als freie Autorin für Familienzeitschriften und -portale. Ich habe für jedes Thema ein offenes Ohr, und stehe gerne beratend zur Seite.