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Wer war Marie Curie?

©Pierre and Marie Curie, 1904, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pierre_and_Marie_Curie.jpg, letzter Zugriff am: 08.11.2019

Marie Curie (geboren: Maria Sklodowska) war eine Physikerin und Chemikerin polnischer Herkunft. Sie wurde am 7. November 1867 in Warschau geboren und starb am 4. Juli 1934 in Savoy, Frankreich. Zusammen mit ihrem Ehemann Pierre Curie untersuchte sie radioaktive Strahlung und erhielt 1903 den geteilten Nobelpreis für Physik. 1911 erhielt sie zusätzlich den Nobelpreis in Chemie.

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Das Leben von Marie Curie

Nach ihrem Abschluss am Gymnasium arbeitete Marie Curie zunächst als Hauslehrerin. Da sie in ihrer Heimat als Frau nicht die Möglichkeit hatte zu studieren, zog sie im Jahr 1891 nach Frankreich und begann mit ihrem Studium der Physik und Mathematik. Dort lernte sie den französischen Physiker Pierre Curie kennen und heiratete ihn 1895. Im Jahr 1897 bekamen sie ihre erste Tochter Irène Curie, die ebenfalls eine bekannte Wissenschaftlerin und Nobelpreisträgerin wurde. 1904 wurde Ève geboren, die zweite Tochter des Ehepaares.

Im Jahr 1903 erhielten Marie und Pierre Curie, zusammen mit dem Physiker Henri Becquerel, den Nobelpreis für Physik für ihre Erkenntnisse über Strahlungsphänomene. Auch nach dem Tod ihres Ehemanns 1906 forschte Marie Curie weiter und erhielt einen weiteren Nobelpreis, für Chemie. Sie hatte die Elemente Radium und Polonium entdeckt und untersucht. Marie Curie war damit die erste Person, die zwei Nobelpreise erhielt.

Wegen ihrer jahrelangen Arbeit mit radioaktiven Materialien starb Marie Curie an Leukämie, am 4. Juli 1934.

Die Forschung von Marie Curie

Im Jahr 1895 entdeckte der Physiker Wilhelm Röntgen eine Strahlung, die du vermutlich unter dem Namen Röntgenstrahlung kennst. Sie durchdringt alle möglichen Materialien, zum Beispiel Fleisch und Holz. Auf den heutzutage bekannten Röntgenbildern kann man beispielsweise Knochenbrüche erkennen.
Wenig später, nämlich 1896, entdeckte der Physiker Henri Becquerel durch Zufall eine weitere Strahlung. Ihm fiel auf, dass Uranverbindungen eine Fotoplatte schwärzen, obwohl diese in einem dunklen Raum gelagert wurden. Diesen Effekt bezeichnete er als Uranstrahlen. Heutzutage wird dieser Effekt als Radioaktivität bezeichnet.

Henri Becquerel selbst machte zwar noch ein Paar weitere Experimente, wandte sich dann aber, wie die meisten seiner Kollegen, der kürzlich entdeckten Röntgenstrahlung zu.
Im Gegensatz dazu entschied sich Marie Curie, das Phänomen der Uranstrahlen in ihrer Doktorarbeit zu erforschen. Mit ihrem Mann zusammen begann sie die durch die Strahlen veränderte elektrische Leitfähigkeit von Luft zu messen. Sie stellte dabei fest, dass das Mineral Pechblende viermal so aktiv wie Uran ist und, dass die Stärke des Effekts nicht vom Aggregatzustand, sondern vom Urananteil des Präparats abhängig ist.

Marie und Pierre Curie gingen von einem unbekannten Element aus und fokussierten Ihre Untersuchungen auf das Mineral Pechblende. Dieses Mineral besteht hauptsächlich aus Uran und Sauerstoff. Es gelang ihr, zwei bisher unbekannte Elemente zu isolieren, Radium und Polonium. Die entdeckte Strahlung wurde von ihr „radioaktiv“ genannt. Für ihre Entdeckungen erhielt sie zusammen mit ihrem Mann und Henri Becquerel den Nobelpreis für Physik. 1911 erhält sie einen weiteren Nobelpreis, diesmal für Chemie. Sie wurde hier für die Isolierung des Elements Radium ausgezeichnet.