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Lexikon Physik

Ultraschall, Infraschall und Hyperschall

Ultraschall (lat. ultra „jenseits“) ist Schall mit Frequenzen von 20 kHz bis 1 GHz. Er ist von den nicht hörbaren Schallfrequenzbereichen derjenige mit den meisten technischen Anwendungen. Erzeugt wird Ultraschall mechanisch mit einer sog. Ultraschallpfeife (Galton-Pfeife), wie sie von Hundehaltern benutzt wird. Praktische Bedeutung haben vor allem piezoelektrische und magnetostriktive Ultraschallgeber. Ultraschall dient u. a. zur Nachrichtenübermittlung unter Wasser, als Echolot, zu Werkzeugprüfung, medizinischer Diagnostik und Therapie sowie zum Glasschmelzen und zum Sterilisieren von Nahrungsmitteln oder medizinischen Geräten.

Hyperschall bezeichnet Schallfrequenzen über 1 GHz. Er wird vereinzelt in der Mikroelektronik und Nachrichtentechnik genutzt, hat aber keine größere technische Bedeutung. Oberhalb von etwa 1 THz ist keine Schallausbreitung im klassischen Sinn mehr möglich, hier dominieren Quanteneffekte.

Der Bereich des Infraschalls liegt bei Frequenzen unterhalb von etwa 16 Hz. Infraschall wird technisch nicht genutzt, man untersucht aber natürliche und technische Infraschallemissionen auf mögliche Schadwirkungen beim Menschen (Windkraftanlagen, Föhn-Wind).

Tiere nutzen nicht hörbare Schallfrequenzen zur Ortung und Kommunikation. So orientieren sich Fledermäuse und Delfine und andere Wale durch Ultraschall-Echolotortung. Elefanten, Giraffen und große Wale verständigen sich über weite Entfernungen mittels Infraschallgeräuschen, da bei tiefen Frequenzen Schall besonders wenig gedämpft wird.

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