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Lexikon Physik

Sonnen- und Mondfinsternisse

In der Astronomie versteht man unter einer Finsternis die Bedeckung eines Himmelskörpers durch einen anderen:

  • Bei einer Sonnenfinsternis steht der Mond so zwischen Sonne und Erde, dass auf einem 100–200 km breiten und einige Tausend Kilometer langen Streifen der Erdoberfläche die Sonne für einige Minuten nicht zu sehen ist (totale Sonnenfinsternis). In einem deutlich breiteren Streifen ist die Sonne teilweise abgedeckt (partielle Finsternis). Der Streifen ist, verglichen mit der Größe der Erde, so klein, weil der Mond am Himmel zufälligerweise fast genauso groß aussieht wie die Sonne (je nach Position auf der ellipsenförmigen Mondbahn ist er manchmal sogar etwas kleiner als die Sonnenscheibe).

    Sonnen- und Mondfinsternisse - Abbildung 1
  • Bei einer Mondfinsternis tritt der Mond in den Schatten der Erde. Da die Erde am Mondhimmel einen viel größeren Bereich einnimmt als Mond oder Sonne am Erdhimmel, ist praktisch jede Mondfinsternis auf der ganzen Erde eine totale Finsternis. Während einer Mondfinsternis sieht der abgeschattete Mond schwach rötlich beleuchtet aus. Dies liegt daran, dass die Erdatmosphäre Sonnenlicht in den Schattenraum hineinstreut, das dann ähnlich wie beim Sonnenuntergang auf der Erde vor allem lange, d. h. rötliche Wellenlängen enthält.

    Sonnen- und Mondfinsternisse - Abbildung 2

Übrigens: Wenn Erd- und Mondbahn räumlich in exakt derselben Ebene lägen, gäbe es bei jeden Neumond eine Sonnen- und bei jedem Vollmond eine Mondfinsternis. Da aber die Mondbahn um rund 5° gegen die Erdbahn geneigt ist, schneidet die Mondbahn die Erdbahnebene nur an zwei Stellen bzw. nur zweimal pro Monat. Nur wenn dann gerade auch noch Neu- oder Vollmond ist, kommt es zu einer Finsternis.

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