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Lexikon Physik

Phase (Schwingslehre)

In der Schwingungslehre versteht man unter dem Begriff Phase den augenblicklichen Schwingungszustand eines schwingenden Systems, also gewissermaßen wie lange der letzte Beginn eines Schwingungszyklus her ist bzw. wie viel vom aktuellen Zyklus bereits „durch“ ist.

Bei einer Sinusschwingung wird die Phase durch den Phasenwinkel \(\varphi\) charakterisiert (oft nennt man \(\varphi\) auch einfach nur „Phase“). Der Phasenwinkel ist in der Schwingungsgleichung

\(y = A \cdot \sin(\omega t + \varphi_0)\)

(A: Amplitude, \(\omega\): Kreisfrequenz) das Argument des Sinus, es ist also: \(\varphi = \omega t + \varphi_0\). Der Phasenwinkel \(\varphi_0\) zum Zeitpunkt t = 0 heißt Nullphasenwinkel oder Phasenkonstante. Haben zwei Vorgänge den gleichen Nullphasenwinkel, so sagt man, sie seien „in Phase“, andernfalls nennt man sie „phasenverschoben“ und die Differenz ihrer Phasenkonstanten heißt Phasenverschiebung.

Übrigens: Der Begriff „Phase“ hat noch eine Reihe von anderen Bedeutungen in der Physik – in der Elektrotechnik ist es der stromführende Leiter, in der Wärmelehre so etwas wie der Aggregatzustand und dann gibt es noch die Mondphasen \(\ldots\) welcher dieser Begriffe ist keine Schwingungsphase?

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