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Lexikon Physik

Fernrohr

Ein Fernrohr (Teleskop) ist ein optisches Instrument, mit dem entfernte Objekte unter einem größeren Winkel, also vergrößert, abgebildet werden können.

Alle Fernrohre besitzen mindestens zwei optische Komponenten, ein Objektiv und ein Okular. Dabei fällt der bildseitige Brennpunkt des Objektivs mit einem Brennpunkt des Okulars zusammen. Das langbrennweitige Objektiv ist immer sammelnd, während das Okular, welches das vom Objektiv erzeugte reelle Bild vergrößert, sowohl sammelnd als auch zerstreuend wirken kann. Um verschiedene Abbildungsfehler zu vermeiden, bestehen beide Komponenten meist aus mehreren Einzelteilen. Die optischen Komponenten eines Fernrohrs sind in einem üblicherweise zylindrischen Tubus (lat. „Röhre“) untergebracht. Bei größeren Teleskopen sind eine stabile und vibrationsfreie Aufstellung sowie die exakte Ausrichtung auf das Beobachtungsobjekt äußerst wichtig.

Die wichtigsten Kenndaten eines Fernrohrs sind seine Vergrößerung, sein Objektivdurchmesser, der Seh- oder Gesichtsfeldwinkel sowie das Auflösungsvermögen.

Wichtige Fernrohrtypen sind:

  • Linsenfernrohre: Hier sind sowohl Objektiv als auch Okular brechende Linsen, man nennt sie daher auch Refraktoren.
  • Beim Prismenfernrohr wird das bei anderen Fernrohrtypen „auf dem Kopf“ Bild mit Prismen umgekehrt bzw. aufgerichtet. Ferngläser (Feldstecher) nutzen dieses Prinzip.
  • Spiegelfernrohre (Reflektoren) verwenden Hohlspiegel als Objektive. Dies verkürzt nicht nur die Tubuslänge, sondern ermöglicht wesentlich größere Objektivdurchmesser und reduziert bestimmte Abbildungsfehler. Alle modernen astronomischen Großteleskope sind Spiegelfernrohre.
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