Studie zur Digitalisierung des Lernens-Schwerpunkt Nachhilfe

Studie zur Digitalisierung des Lernens

Das wünschen sich Schüler, Eltern und Lehrer

An diesem Thema kam in den letzten Wochen kaum jemand vorbei: die Digitalisierung der Bildung. Während sich Bund und Länder in der Diskussion um den Digitalpakt mittlerweile geeinigt haben, blieb ein Aspekt in der Debatte weitgehend außen vor: Welchen Blick haben eigentlich diejenigen auf das Thema, die unmittelbar betroffen sind? Um das herauszufinden, haben wir gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut YouGov 1.111 Schüler, Eltern und Lehrer nach ihren Einstellungen, Nutzungsgewohnheiten und Bedürfnissen rund um die „Digitalisierung des Lernens“ befragt.

Großer Bedarf an Nachhilfe

Einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag von Duden Learnattack zufolge ist der Bedarf an Nachhilfe in Deutschland groß. *Fast zwei Drittel der befragten Schüler und Schülerinnen nutzen eigenen Angaben zufolge Nachhilfe-Angebote. Am häufigsten greifen sie dabei auf computergesteuerte Formen zurück: Vier von zehn Befragten nutzen Lernvideos, interaktive Übungen oder andere digitale Lernmaterialien, um den Schulstoff zu ergänzen oder zu vertiefen. Ein Viertel der Schüler lernt nach Schulschluss gemeinsam mit einem privaten Nachhilfelehrer wie etwa Studenten oder anderen Schülern, während immerhin noch etwa jeder Siebte die Dienste professioneller Nachhilfelehrer in Anspruch nimmt.  

Lernplattformen werden als sinnvoll erachtet

Dabei scheinen Schüler stark eigenmotiviert nach Hilfe zu suchen. Dies betrifft in erster Linie computergestützte Inhalte. Nur jedes sechste Elternteil gibt an, dass sein Kind derartige Angebote wahrnimmt – also weniger als die Hälfte der Schüler. Das Internet, YouTube & Co. und Lernplattformen scheinen sich im Lernalltag von Schulkindern bereits sehr viel mehr etabliert zu haben, als Eltern ahnen. Dabei sehen auch Eltern mehrheitlich den Nutzen solcher Angebote. Nicht nur befürworten es 85 Prozent von ihnen, dass ihre Kinder online recherchieren, knapp zwei Drittel halten zudem Lernplattformen für sinnvoll. Eine Einschätzung, die von ihren Sprösslingen, aber auch von den befragten Lehrern mit jeweils sechs Prozentpunkten mehr sogar noch häufiger geteilt wird. Dabei darf Online-Nachhilfe durchaus etwas kosten: Gut ein Drittel der befragten Eltern würde für professionelle Angebote bis zu 30 Euro im Monat ausgeben, etwa ein Fünftel sogar mehr.  

©Milkos
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Individuell mit virtuellen Inhalten lernen

Wenn es nach den Schülern und Schülerinnen ginge, würden diese grundsätzlich mehr nach individuellen Vorlieben lernen – und dies vor allem mit modernen Technologien. Auf die Frage, wie sie künftig gerne häufiger lernen möchten, antworteten vier von zehn Schülern „individuell mit virtuellen Lerninhalten (online)“. Das ist die am häufigsten genannte Antwortmöglichkeit. Zudem wünschen sich sogar acht von zehn Schülern, dass Lehrmaterialien digital aufbereitet und online zur Vor- und Nachbereitung des Schulstoffes zur Verfügung gestellt werden. Ein Wunsch, den auch Eltern und Lehrer in ähnlichem Umfang teilen. Lehrer stellen sogar die größten Befürworter dar: Neun von zehn Pädagogen wünschen sich für ihre Schüler mehr digital aufbereiteten Lehrstoff zum Beispiel in Form von interaktiven Übungen oder audiovisuellen Formaten.  

Optimierte Lerninhalte sollen auf Leistungsstand angepasst werden

©patat
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Ebenfalls einig sind sich die Befragten in Bezug auf persönliche Lernempfehlungen. Acht von zehn Schülern und Eltern wünschen sich für den individuellen Leistungsstand optimierte Lerninhalte. Ein Wunsch, dem Lehrer nur allzu gern nachkommen würden: 91 Prozent von ihnen hätten im Schulalltag gerne mehr Zeit, um verstärkt individuelle Lernempfehlungen geben zu können und auf den Leistungsstand der einzelnen Schüler angepasste Lerninhalte zu erstellen.  

Die technischen Voraussetzungen für eine Nutzung derartiger, digital aufbereiteter und online zur Verfügung gestellter Lehrmaterialien scheinen jedenfalls schon zu bestehen: Neun von zehn der befragten Schüler und Schülerinnen nutzen eigenen Angaben zufolge bereits jetzt zu Hause technologische Geräte wie Tablets, Notebooks oder das Smartphone zum Lernen.  

Hinweise zur Studie

Hinweise zur Studie

*Die Studie wurde zwischen dem 22. Januar und dem 2. Februar 2019 vom Marktforschungsinstitut YouGov in Auftrag von Duden Learnattack durchgeführt. Bei der Befragung handelt es sich um eine nicht-repräsentative Zielgruppenbefragung von insgesamt 1.111 Schüler und Schülerinnen, Lehrer und Lehrerinnen und Eltern von Schulkindern in Deutschland.

Die komplette Auswertung der Studie „Digitalisierung des Lernens-Schwerpunkt Nachhilfe“ steht auf dieser Seite zur Ansicht zur Verfügung.

Pressekontakt

Zucker.Kommunikation GmbH
Team Duden Learnattack
Torstraße 107
10119 Berlin
030 24 75 87-0
learnattack [at] zucker-kommunikation.de

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