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Lexikon Latein

Tempus

Andere Bezeichnung:  Zeitform

 

Über das Wort „Tempus“

Herkunft:  von lat. tempus Zeit
Genus:  Neutrum: das Tempus
Plural:  die Tempora (nicht „Tempi“!)
Abkürzung:  —

 

Definition

„Tempus“ ist eine der Dimensionen der Konjugation. Unter „Tempus“ versteht man die Kategorien der Konjugation, die eine Zeitangabe über den im Satz ausgesagten Sachverhalt machen.

 

Bestand an Tempora

Das lateinische Verb bildet folgende Tempora:

• Präsens, z.B.:  voca-t (er/sie/es) ruf-t
• Perfekt, z.B.:  vocā-v-it (er/sie/es) rief-_ (mit vollendetem Aspekt)
• Imperfekt, z.B.:  vocā-ba-t (er/sie/es) rief-_ (mit unvollendetem Aspekt)
• Plusquamperfekt, z.B.:  vocā-v-era-t (er/sie/es) rief-_
• Futur, z.B.:  vocā-b-it (er/sie/es) wird rufen
• Futurperfekt (= Futur II), z.B.: 
Weitere Tempora können durch Umschreibung gebildet werden:
• Postpräsens, z.B.:  vocā-t-ūr-us es-t (er) wird rufen
• Postpräteritum, z.B.:  vocā-t-ūr-us er-a-t (er) würde rufen
• Postfutur, z.B.:  vocā-t-ūr-us er-i-t (er) wird rufen werden

 

Formen

Das Tempus wird im Lateinischen im Normalfall durch einen Bestandteil der Verbendung ausgedrückt, nämlich durch das Formtyp-Modus-Tempus-Kennzeichen = FMT.

Bei umschriebenen Verbformen ergibt sich das Tempus aus der Kombination zweier FMTs, nämlich dem FMT des Hilfsverbs esse sein und dem FMT des Partizips, das mit dem Hilfsverb kombiniert wird. Z.B.:
÷ vocāt-_-us er-a-t:
   — Der Supinstamm vocāt- bedeutet, wenn ein leeres FMT antritt (hier: vocāt-_-),
        d.h. wenn die Deklinationsendungen direkt an den Supinstamm antreten: 
        Vorzeitigkeit (außerdem: Passiv).
   — Das Hilfsverb er-a-t er war zeigt durch das FMT -a- an:
        Imperfekt.
   — Beide FMTs müssen zusammengerechnet werden:
        Imperfekt + Vorzeitigkeit = Plusquamperfekt.
   — Daraus ergibt sich die Bedeutung: 
        er war gerufen worden.

 

FUNKTIONEN

Das lateinische Tempus verbindet drei verschiedene zeitliche Funktionen:
• absolute Zeitstufe
• relative Zeitstufe
• Aspekt
 

(A)  absolute Zeitstufe

Die absolute Zeitstufe gibt an, ob das Ereignis während, vor oder nach dem Zeitpunkt stattfindet, wo der Satz geäußert wird. Das Lateinische unterscheidet wie das Deutsche drei absolute Zeitstufen:

(1)  Gegenwart:  Das Ereignis findet statt, während der Satz geäußert wird. Der Satzinhalt ist also gleichzeitig zur Äußerung des Satzes. Die Gegenwart wird ausgedrückt durch die Tempora:
— Präsens
— Perfekt (bei resultativem Gebrauch)

(2)  Vergangenheit:  Das Ereignis hat stattgefunden, bevor der Satz geäußert wird. Der Satzinhalt ist vorzeitig zur Äußerung des Satzes. Die Vergangenheit wird ausgedrückt durch die Tempora:
— Perfekt
— Imperfekt
— Plusquamperfekt
— Postpräteritum

(3)  Zukunft:  Das Ereignis wird erst stattfinden, nachdem der Satz geäußert wird. Der Satzinhalt ist nachzeitig zur Äußerung des Satzes. Die Zunkunft wird ausgedrückt durch die Tempora:
— Futur
— Futurperfekt (= Futur II)
— Postpräsens
— Postfutur

 

(B)  relative Zeitstufe und „Cōnsecūtiō temporum“

Die relative Zeitstufe gibt an, ob das Ereignis während, vor oder nach einer bestimmten Bezugszeit stattfindet. In diesem Sinne unterscheidet man drei relativen Zeitstufen (= Zeitverhältnisse):
Gleichzeitigkeit,
• Vorzeitigkeit,
• Nachzeitigkeit
.

Die Bezugszeit ist:
• für einen Nebensatz: die Zeit des übergeordneten Satzes (siehe B1);
• für einen Hauptsatz: die Zeit des Textzusammenhangs (siehe B2).
 

(B1)  Tempuswahl und „Cōnsecūtiō temporum“ in Nebensätzen

„Cōnsecūtiō temporum“ oder „Zeitenfolge“ nennt man das Regelsystem, nach dem das richtige Nebensatztempus aus folgenden drei Faktoren abgeleitet werden muss:
• relative Zeitstufe des Nebensatz-Ereignisses,
• Aspekt des Nebensatz-Ereignisses (siehe (C)),
• Tempus des übergeordneten Satzes.

Die Regeln der Zeitenfolge sind folgende:

(1)  Gleichzeitigkeit:  Das Nebensatz-Ereignis findet zur gleichen Zeit statt wie das Ereignis des übergeordneten Satzes. Hierfür werden im Nebensatz folgende Tempora verwendet:
(a)  bei Gleichzeitigkeit zu Ereignis der Gegenwart:  Präsens; z.B.:
      ÷ Incolae fugiunt, quod mīlitēs urbem expūgnant. (Ind.Präs.)
      = Incolae fugiunt, cum mīlitēs urbem expūgnent. (Kjv.Präs.)
         Die Einwohner fliehen, weil Soldaten die Stadt erobern.
(b)  bei Gleichzeitigkeit zu Ereignis der Vergangenheit:  Imperfekt oder Perfekt
      (je nach Aspekt, siehe unten) (beim Konjunktiv: nur Imperfekt); z.B.:
      ÷ Incolae fūgērunt, quod mīlitēs urbem expūgnābant. (Ind.Impf.)
      = Incolae fūgērunt, cum mīlitēs urbem expūgnārent. (Kjv.Impf.)
         Die Einwohner flohen, weil Soldaten die Stadt eroberten.
(c)  bei exakter Gleichzeitigkeit (gleiche Dauer) mit dem Ereignis des übergeordneten Satzes:
      Tempus wie im übergeordneten Satz; z.B.:
      ÷ Incolae ex urbe fūgērunt, dum potuērunt. (Ind.Pf.)
         Die Einwohner flohen aus der Stadt, solange sie konnten.
(d)  bei Gleichzeitigkeit zu Ereignis der Zukunft:  Futur (beim Konjunktiv: Präsens); z.B.:
      ÷ Incolae fugient, quod mīlitēs urbem expūgnābunt. (Ind.Fut.)
      = Incolae fugient, cum mīlitēs urbem expūgnent. (Kjv.Präs.)
         Die Einwohner werden fliehen, weil Soldaten die Stadt (erobern werden =) erobern.

(2)  Vorzeitigkeit:  Das Nebensatz-Ereignis hat zu einer früheren Zeit stattgefunden als das Ereignis des übergeordneten Satzes. Hierfür werden im Nebensatz folgende Tempora verwendet:
(a)  bei Vorzeitigkeit zu Ereignis der Gegenwart:  Perfekt; z.B.:
      ÷ Incolae fugiunt, quod mīlitēs urbem expūgnāvērunt. (Ind.Pf.)
      = Incolae fugiunt, cum mīlitēs urbem expūgnāverint. (Kjv.Pf.)
         Die Einwohner fliehen, weil Soldaten die Stadt erobert haben.
(b)  bei Vorzeitigkeit zu Ereignis der Vergangenheit:  Plusquamperfekt; z.B.:
      ÷ Incolae fūgērunt, quod mīlitēs urbem expūgnāverant. (Ind.Pqpf.)
      = Incolae fūgērunt, cum mīlitēs urbem expūgnāvissent. (Kjv.Pqpf.)
         Die Einwohner flohen, weil Soldaten die Stadt erobert hatten.
(c)  bei Vorzeitigkeit zu Ereignis der Zukunft:  Futurperfekt (= Futur II)
      (beim Konjunktiv: Perfekt); z.B.:
      ÷ Incolae fugient, quod mīlitēs urbem expūgnāverint. (Ind.Futpf.)
      = Incolae fugient, cum mīlitēs urbem expūgnāverint. (Kjv.Pf.)
         Die Einwohner werden fliehen, weil Soldaten die Stadt (erobert haben werden =)
         erobert haben
.

(3)  Nachzeitigkeit:  Das Nebensatz-Ereignis wird zu einer späteren Zeit stattfinden als das Ereignis des übergeordneten Satzes. Hierfür werden im Nebensatz die Posttempora verwendet:
(a)  bei Nachzeitigkeit zu Ereignis der Gegenwart:  Postpräsens; z.B.:
      ÷ Incolae fugiunt, quod mīlitēs urbem expūgnātūrī sunt. (Ind.Postpräs.)
      = Incolae fugiunt, cum mīlitēs urbem expūgnātūrī sint. (Kjv.Postpräs.)
         Die Einwohner fliehen, weil Soldaten die Stadt erobern werden (= im Begriff sind,
         ... zu erobern)
.
(b)  bei Nachzeitigkeit zu Ereignis der Vergangenheit:  Postpräteritum; z.B.:
      ÷ Incolae fūgērunt, quod mīlitēs urbem expūgnātūrī erant. (Ind.Postprät.)
      = Incolae fūgērunt, cum mīlitēs urbem expūgnātūrī essent. (Kjv.Postprät.)
         Die Einwohner flohen, weil Soldaten die Stadt erobern würden (= im Begriff waren,
         ... zu erobern)
.
(c)  bei Nachzeitigkeit zu Ereignis der Zukunft:  Postfutur (beim Konjunktiv:
      Postpräsens
); z.B.:
      ÷ Incolae fugient, quod mīlitēs urbem expūgnātūrī erunt. (Ind.Postfut.)
      = Incolae fugient, cum mīlitēs urbem expūgnātūrī sint. (Kjv.Postpräs.)
         Die Einwohner werden fliehen, weil Soldaten die Stadt erobern werden (= im Begriff
         sein werden, ... zu erobern)
.

Im Konjunktiv muss in manchen Fällen, wie oben angegeben, ein anderes Tempus gewählt werden als im Indikativ, aus folgendem Grund: Da ein Konjunktiv Futur, Postfutur und Futurperfekt nicht existiert, treten als Ersatz der Konjunktiv Präsens, Konjunktiv Postpräsens und Konjunktiv Perfekt ein.
Beachte: 
In Wunsch-Nebensätzen (einschließlich Finalsätzen) und Folgesätzen (= Konsekutivsätzen) steht Konjunktiv zum Ausdruck des Wunschs bzw. Potentialis. Dabei gelten die unter Konjunktiv aufgeführten Regeln. Das bedeutet: Solche Nebensätze enthalten niemals Konjunktiv Postpräsens oder Konjunktiv Postpräteritum, sondern in allen Fällen von Nachzeitigkeit, wo man Konjunktiv Postpräsens erwarten könnte, steht Konjunktiv Präsens, und wo man Konjunktiv Postpräteritum erwarten könnte, steht Konjunktiv Imperfekt.
• Irreale Sätze zeigen eine Tempusverschiebung: Der Konjunktiv Imperfekt steht für die Gegenwart, der Konjunktiv Plusquamperfekt für die Vergangenheit (siehe Konjunktiv).
 

(B2)  Tempuswahl in Hauptsätzen

Zu einem Hauptsatz gibt es keinen übergeordneten Satz, daher ist seine Bezugszeit die Zeit des Textzusammenhangs.
Gleichzeitigkeit bedeutet dann entweder:
• Das Ereignis ist gleichzeitig zu einem anderen Hauptsatzereignis (nämlich zu dem davor oder dem danach genannten oder zu beiden); oder:
• Das Ereignis liegt zwischen dem davor und dem danach genannten Hauptsatzereignis (Zwischenzeitigkeit), also nicht gleichzeitig zu einem Einzelereignis, sondern „gleichzeitig“ zur Kette der aufeinanderfolgenden Ereignisse, indem es selber Bestandteil dieser Kette ist.
Vorzeitigkeit und Nachzeitigkeit bedeuten dann, dass das Ereignis aus der Kette der aufeinanderfolgenden Ereignisse herausfällt, indem es schon vor allem geschehen ist (Rückblende) bzw. erst nach allem geschehen wird (Vorschau).

Auch bei Hauptsätzen kann man von einer „Zeitenfolge“ = „Cōnsecūtiō temporum“ sprechen. Die Regeln dieser Zeitenfolge entsprechen im Prinzip der Zeitenfolge für Nebensätze, jedoch unter Berücksichtigung der Unterschiede, die im vorhergehenden Absatz genannt wurden. Beachte vor allem die Beispiele unter (C)(2) „Aspekt von Hauptsatzverben“.

 

(C)  Aspekt

Der Aspekt gibt an, ob ein Ereignis im Vergleich zum Ereignis des übergeordneten oder folgenden Satzes schon abgeschlossen oder noch unabgeschlossen ist. Im Lateinischen kann der Aspekt nur im Vergangenheitszusammenhang unterschieden werden. Im Deutschen wird der Aspekt entweder gar nicht berücksichtigt oder durch umschreibende Formulierungen ausgedrückt.

(1)  Aspekt von Nebensatzverben:  Er bezeichnet die Abgeschlossenheit oder Unabgeschlossenheit eines Ereignisses im Vergleich zum Ereignis des übergeordneten Satzes (vergleiche oben: relatives Tempus):

(a)  Das Nebensatzereignis endet vor dem Ereignis des übergeordneten Satzes: 
      Plusquamperfekt (Aspekt: abgeschlossen = perfektiv, relatives Tempus: vorzeitig)
      ÷ Cum mīlitēs urbem expūgnāvissent, incolae fūgērunt. (Kjv.Pqpf.)
         Als/nachdem/weil die Soldaten die Stadt erobert hatten, flohen die Einwohner.

(b)  Das Nebensatzereignis endet während (= vor dem Ende) des Ereignisses
      des übergeordneten Satzes:
      Perfekt (Aspekt: abgeschlossen = perfektiv, relatives Tempus: gleichzeitig)
      ÷ Cum mīlitēs urbem expūgnāvērunt, incolae fugiēbant. (Ind.Pf.)
         Als die Soldaten die Stadt eroberten, waren die Einwohner dabei zu fliehen.

(c)  Das Nebensatzereignis endet nach dem Ereignis des übergeordneten Satzes
      oder wird durch das Ereignis der übergeordneten Satzes beendet: 
      Imperfekt (Aspekt: unabgeschlossen = imperfektiv, relatives Tempus: gleichzeitig)
      ÷ Cum mīlitēs urbem expūgnārent, incolae fūgērunt. (Kjv.Impf.)
         Als/während/weil die Soldaten die Stadt eroberten, flohen die Einwohner.
      ÷ Cum mīlitēs urbem expūgnārent, imperātor receptuī sīgnum dedit. (Kjv.Impf.)
         Als/während die Soldaten die Stadt eroberten, gab der Feldherr das Zeichen zum
         Rückzug
.

(d)  Das Nebensatzereignis und das Ereignis des übergeordneten Satzes sind von Anfang
      bis Ende gleichzeitig:
      Tempus entspricht übergeordnetem Satz (Aspekt: perfektiv/imperfektiv,
      relatives Tempus: gleichzeitig)
      ÷ Cum mīlitēs urbem expūgnāvērunt, incolās fugāvērunt. (Ind.Pf.)
         Indem die Soldaten die Stadt eroberten, trieben sie die Einwohner in die Flucht.
         (von fugāre in die Flucht treiben)

(2)  Aspekt von Hauptsatzverben:  Er bezeichnet die Abgeschlossenheit oder Unabgeschlossenheit eines Hauptsatzeignisses im Vergleich zum folgenden Hauptsatzeignis. Hier übernimmt
• der erste Hauptsatz die gleiche Rolle wie unter (1) der Nebensatz,
• der folgende Hauptsatz die gleiche Rolle wie unter (1) der übergeordnete Satz.
Die Tempuswahl ist die gleiche wie unter (1), jedoch mit folgender Abweichung: Wenn ein Hauptsatzereignis vor dem Ereignis des nächsten Hauptsatzereignisses endet (Aspekt: abgeschlossen = perfektiv, relatives Tempus: vorzeitig), sind zwei Fälle zu unterscheiden: 
— Das betrachtete Hauptsatzereignis steht an der zeitlich richtigen Stelle in der Kette der
     erzählten Ereignisse:  Perfekt.
     Z.B. (beachte das Verb im zweiten Satz!):
     ÷ Ab eō locō Caesar omnibus cōpiīs Cēnabum pervēnit. (Perfekt)
        Eam urbem sine dētrīmentō ūnā nocte expūgnāvit. (Perfekt)
        Inde paucīs diēbus post in Biturīgum fīnēs profectus est. (Perfekt)
        Von diesem Ort aus gelangte Cäsar mit allen Truppen nach Cenabum. (Präteritum)
        Diese Stadt eroberte er ohne Verlust in einer einzigen Nacht. (Präteritum)
        Von dort brach er wenige Tage später ins Gebiet der Bituriger auf. (Präteritum)
— Das betrachtete Hauptsatzereignis steht zeitlich außerhalb der Kette der erzählten
     Ereignisse:  Plusquamperfekt.
     Z.B. (beachte das Verb im zweiten Satz!):
     ÷ Ab eō locō Caesar omnibus cōpiīs Cēnabum pervēnit. (Perfekt)
        Eam urbem annō superiōre ūnā nocte expūgnāverat. (Plusquamperfekt)
        Inde paucīs diēbus post in Biturīgum fīnēs profectus est. (Perfekt)
        Von diesem Ort aus gelangte Cäsar mit allen Truppen nach Cenabum. (Präteritum)
        Diese Stadt hatte er im vorigen Jahr in einer einzigen Nacht erobert. (Plusquamperfekt)
        Von dort brach er wenige Tage später ins Gebiet der Bituriger auf. (Präteritum)

 

Subjunktions-bestimmtes Tempus

Einige Subjunktionen (= unterordnende Konjunktionen) fordern, dass ihr Nebensatz in einem immer gleichen Tempus stehen muss, unabhängig vom Tempus des übergeordneten Verbs. In der deutschen Übersetzung muss jedoch das zum Zeitverhältnis passende Tempus stehen.

(1)  Immer mit Perfekt in vorzeitigem Zeitverhältnis stehen:
postquam, posteāquam  nachdem
ut (prīmum), ubī (prīmum), simul(atque/ac)  in der Bedeutung: sobald (nur bei einmaligen Ereignissen); z.B.:
     ÷ Mīlitēs postquam/ubī urbem expūgnāvērunt, domōs dīripiunt. (Perfekt + Präsens)
        Nachdem/sobald die Soldaten die Stadt erobert haben (dt. Perfekt), plündern sie
        die Häuser
.
     ÷ Mīlitēs postquam/ubī urbem expūgnāvērunt, domōs dīripuērunt. (2x Perfekt)
        Nachdem/sobald die Soldaten die Stadt erobert hatten (dt. Plusquamperfekt),
        plünderten sie die Häuser.

(2)  Immer mit Präsens steht:
dum  in der Bedeutung: während
     ÷ Dum mīlitēs domōs dīripiunt, incolae ex urbe fugiunt. (2x Präsens)
        Während die Soldaten die Häuser plündern, fliehen die Einwohner aus der Stadt.
     ÷ Dum mīlitēs domōs dīripiunt, incolae ex urbe fūgērunt. (Präsens + Perfekt)
        Während die Soldaten die Häuser plünderten (dt. Präteritum), flohen die Einwohner
        aus der Stadt
.

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