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Lexikon Latein

ō-Deklination

Andere Bezeichnung:  2. Deklination

 

Regelmäßige Deklination

ō-Deklination - Abbildung 1

Wie puer wird auch vir m. Mann dekliniert, dessen Formen nicht mit denen von vīrus n. Gift und vīs f. (ī-Dekl.) Kraft verwechselt werden dürfen (siehe unten unter „Unregelmäßige Deklination“).

Substantive mit Stamm auf r haben folgende Besonderheiten:
• Fast alle verlieren im Nominativ Singular die Endung -us. Ausnahmen sind z.B.: numerus m. Zahl, umerus m. Schulter.
• Wenn der Stamm auf Konsonant + r endet, wird im Nominativ Singular vor dem r ein e eingefügt. Das ist nötig, damit das Wort auch ohne die Endung -us leicht aussprechbar ist.
• Sie bilden keinen eigenständigen Vokativ Singular, sondern verwenden den Nominativ Singular auch als Vokativ.

Beachte: Wenn du im Text ein unbekanntes Substantiv der ō-Deklination mit r-Stamm antriffst und es im Wörterbuch nachschlagen willst, benötigst du die ersten zwei Regeln, um den Nominativ Singular als Nennform zu bilden. Um Substantive, die in der Nennform auf er enden, richtig deklinieren zu können, ist es wichtig, den Genitiv Singular mitzulernen. Nur so kannst du wissen, ob das e zum Stamm gehört oder nur als Ausspracheerleichterung des Nominativs dient. Substantive auf er gibt es außerdem in der konsonantischen + gemischten Deklination, die du ebenfalls am Genitiv erkennen kannst, z.B.: agger, Gen. agger-is m. Damm (hier gehört das e zum Stamm); pater, Gen. patr-is m. Vater (hier gehört das e nicht zum Stamm).

 

Unregelmäßige Deklination

ō-Deklination - Abbildung 2


Substantive mit Stamm auf i  verschmelzen die Endung des Genitivs Singular und die Endung -e des Vokativs Singular mit dem Stammauslaut zu ī.

Deus m. Gott  hat zahlreiche Besonderheiten:
• Als Vokativ Singular wird der Nominativ Singular verwendet, da die Form *dee lautlich ungeeignet wäre.
• Im Plural gibt es mehrere Formvarianten. Im Nominiativ, Dativ und Ablativ sind die Formen am üblichsten, in denen Stamm und Endung verschmolzen sind.
• Bemerkenswert ist der Genitiv deum, der die ältere, kürzere Genitivendung -um bewahrt hat (vergleiche beim Personalpronomen den Genitiv Plural nostr-um).

Neutra mit Endung -us
Folgende Neutra haben im Nominativ und Akkusativ Singular die Endung -us statt -um: vulgus n. Volk, vīrus n. Gift, pelagus n. Meer (poetisch). Sie bilden keinen Plural.
Beachte zu vīrus n. Gift:
• Verwechsle nicht die Formen der drei Wörter
vir (Gen. virī) m. ō-Dekl. Mann,
vīrus (Gen. vīrī, ohne Plural) n. ō-Dekl. Gift,
vīs (Pl. vīrēs) f. ī-Dekl. Kraft.
• Das Wort begegnet uns im Deutschen als Fremdwort „Virus“ mit der Bedeutung: (krankheitserregendes) Kleinstlebewesen ohne Zellkörper; zerstörerisches kleines Computerprogramm. Auch im Deutschen ist das korrekte Genus Neutrum: das Virus (Gen. des Virus, Pl. die Viren).

 

Genus

Die Substantive mit Nom. Sg. auf -um sind alle Neutra.
Diejenigen mit Nom. Sg. auf -us sind fast alle Maskulina, Neutra sind nur die oben genannten vulgus n. Volk, vīrus n. Gift, pelagus n. Meer.
Feminina mit Nom. Sg. auf -us sind:
• die meisten griechischen Namen von Städten, Inseln und Ländern im Singular, z.B.: Corinthus f. Korinth, Rhodus f. Rhodos, Aegyptus f. Ägypten;
• die meisten Baumnamen, z.B.: mālus f. Apfelbaum;
• wenige andere Wörter, von denen nur eins häufiger vorkommt: humus f. Erdboden.

 

Deklination der Adjektive

Die Deklination der Adjektive findest du unter Adjektive der ō/ā-Deklination.

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