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Lexikon Geschichte

Pfalz

Pfalz, befestigte Hofanlage der fränkischen und mittelalterlichen Könige und Kaiser (deshalb auch die Bezeichnungen Königspfalz und Kaiserpfalz), die keinen festen Herrschersitz hatten. Sie reisten mit ihrem Hofstaat von Pfalz zu Pfalz durch das Land, um zu regieren und Recht zu sprechen. Nicht das Volk kam zum König, sondern der König zum Volk und hielt Hoftage ab.

Manche Herrscher bevorzugten bestimmte Gegenden: die Karolinger Aachen, Ingelheim, Frankfurt am Main, Worms, Forchheim, Paderborn, Nijmegen, die sächsischen Könige (Liudolfinger) Quedlinburg, Magdeburg, Tilleda, Pöhlde, Grona und Werla, die Salier und Staufer Trebur, Speyer, Kaiserswerth, Gelnhausen, Nürnberg, Goslar und Wimpfen.

Die Pfalzen hatten neben Wirtschaftsgebäuden, Stallungen und Wohnhäusern für Bedienstete einen Torbau, einen Palas für Feierlichkeiten, eine Gerichtshalle und eine Pfalzkapelle. Sie waren von einer Schutzmauer umgeben. Aus den Pfalzen entstanden Städte, oft sogar Reichsstädte. Viele sind noch heute wegen ihrer Burgen und Dome bekannt.

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