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Revolution in Deutschland (2)


Aufgabe 1

Beschreibe die Karikatur.

Revolution in Deutschland (2) - Abbildung 1

Untertitel: „Zwischen mich und mein Volk soll sich kein Blatt Papier drängen.“

Friedrich Wilhelm IV. und Friedrich von Wrangel (Generalfeldmarschall von Preußen), erschienen 1849 in „Satyrische Zeitbilder“ Nr. 28.

Lösung

Ein Mann – laut Bildbeschreibung Friedrich Wilhelm IV. – versucht eine Tür zuzudrücken, vor der vier Männer stehen und in den Raum drängen. Unterstützt wird er dabei von einem anderen Mann, der die preußische Militäruniform trägt. Laut Untertitel handelt es sich um Friedrich von Wrangel, den preußischen Generalfeldmarschall. Der Ort ist vermutlich ein Schloss oder Herrenhaus.

Die Männer, die in den Raum drängen, haben ein Schriftstück in der Hand, auf dem gut sichtbar „Petition“ steht.

Unter der Karikatur steht: „Zwischen mich und mein Volk soll sich kein Blatt Papier drängen.“

Das Blatt Papier, das die Männer in der Hand haben, soll also auf keinen Fall in den Raum gelangen, in dem sich der Kaiser und Friedrich von Wrangel befinden.

  • Schwierigkeitsgrad:  1
  • Zeit:  10 Minuten
  • Punkte:  5

Aufgabe 2

Wer sind die Personen, die in das Zimmer hineindrängen, und was haben sie in der Hand?

Lösung

Die Männer, die versuchen in den Raum zu gelangen, sind die Abgeordneten der Nationalversammlung in Frankfurt. In der Hand haben sie eine Petition, also eine Bittschrift. Es handelt sich dabei vermutlich um die Verfassung, zusammen mit der Bitte an den König, Kaiser einer konstitutionellen Monarchie zu werden.

  • Schwierigkeitsgrad:  2
  • Zeit:  3 Minuten
  • Punkte:  3

Aufgabe 3

Welches historische Ereignis wird in dieser Darstellung karikiert?

Lösung

Die Karikatur thematisiert die Ablehnung der Verfassung und somit der konstitutionellen Monarchie durch Friedrich Wilhelm IV. Die Frankfurter Nationalversammlung hatte eine Verfassung erarbeitet und Friedrich Wilhelm IV. die Kaiserkrone angeboten, die er jedoch abgelehnt hatte. Er sah sich stattdessen als Herrscher von Gottes Gnaden, dem die Krone nur von den Fürsten hätte verliehen werden können, nicht aber durch die Nationalversammlung.

Unterstützt wurde er vom Militär, das loyal zum Königshaus stand und nicht mit den Revolutionären sympathisierte.

  • Schwierigkeitsgrad:  2
  • Zeit:  5 Minuten
  • Punkte:  6

Aufgabe 4

Was möchte der Zeichner mit der Karikatur zum Ausdruck bringen?

Lösung

Der Zeichner möchte mit der Karikatur ausdrücken, dass Friedrich Wilhelm IV. die Hilfe des Militärs (stellvertretend dargestellt durch Friedrich von Wrangel) benötigte, um sich gegen die Verfassung und die geplanten Neuerungen der Frankfurter Nationalversammlung zu wehren. Friedrich von Wrangel scheint die ausschlaggebende Kraft zu sein, die die Revolutionäre außen hält.

Zudem wirkt das Verhalten des Königs kindisch und lächerlich, da er Angst vor einem Blatt Papier zu haben scheint. Das Blatt Papier soll sich nicht zwischen ihn und sein Volk drängen – aber er ist es ja, der sich durch die Ablehnung der Verfassung gegen mehr politische Beteiligung des Volkes ausspricht, was nicht von einer engen Bindung ans Volk zeugt. Die Ironie besteht darin, dass der Satz „Zwischen mich und mein Volk soll sich kein Blatt Papier drängen.“ eigentlich die Nähe zwischen dem König und dem Volk ausdrücken sollte; durch das Bild wird diese Bedeutung umgekehrt, weil Friedrich Wilhelm IV. mit der Petition auch die Vertreter des Volkes von sich fernhält.

  • Schwierigkeitsgrad:  3
  • Zeit:  10 Minuten
  • Punkte:  6

Aufgabe 5

Warum wurde die Frankfurter Nationalversammlung oft als „Professorenparlament“ verunglimpft?

Lösung

Die Nationalversammlung bestand zum großen Teil aus Juristen, Beamten und Professoren. Bauern und Handwerker waren so gut wie nicht vertreten. Oft wurde der Nationalversammlung daher vorgeworfen, die Probleme des Volkes nicht zu kennen und auch kein Interesse daran zu haben, deren Lebensumstände zu verbessern. Die Nationalversammlung wurde von den Arbeitern als realitätsfremd eingestuft, da deren Mitglieder zwar viel redeten und diskutierten, aber keine radikalen Veränderungen wollten.

  • Schwierigkeitsgrad:  3
  • Zeit:  8 Minuten
  • Punkte:  9

Aufgabe 6

Skizziere kurz, wie es den Arbeitern zur Zeit der Revolution in den Städten erging.

Lösung

Die Arbeiter führten ein Leben in großer Armut: Sie arbeiteten täglich bis zu 15 Stunden, hatten nur am Sonntag frei und verdienten kaum genug Geld, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. In der Regel mussten daher bereits die Kinder ab dem vierten Lebensjahr arbeiten.

Die Menschen lebten in beengten Wohnungen – oft wurden Betten an sogenannte „Schlafgänger“ untervermietet. Die hygienischen Zustände waren oftmals unzureichend, was zu Krankheiten führte. Oft litten die Menschen unter Mangelernährung, Ungeziefer und Krankheiten. Ihre Sterblichkeit war hoch, Neugeborene überlebten das erste Lebensjahr oft nicht.

  • Schwierigkeitsgrad:  1
  • Zeit:  8 Minuten
  • Punkte:  3
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