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Revolution in Deutschland (1)


Aufgabe 1

Wer ist auf der Karikatur zu sehen? Beschreibe das Bild.

Revolution in Deutschland (1) - Abbildung 1
Untertitel: „Soll ich? Soll ich nich? Soll ich? Kneppe [Knöpfe], ihr wollt! nu jerade nich!!“ (Erschienen in „Satyrische Zeitbilder“, 1849.)

Lösung

Auf der Karikatur ist König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen zu sehen. Er steht neben einem gut gedeckten Tisch und hält eine Krone in der Hand. Es handelt sich um die Kaiserkrone. Der König dreht an den Knöpfen seiner Jacke und zählt offenbar den berühmten Abzählreim „Sie liebt mich – sie liebt mich nicht“, umgewandelt in „Soll ich – soll ich nicht“.

  • Schwierigkeitsgrad:  1
  • Zeit:  5 Minuten
  • Punkte:  3

Aufgabe 2

Welches historische Ereignis wird durch diese Darstellung karikiert?

Lösung

Die Karikatur thematisiert die Ablehnung der Kaiserkrone durch den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. Ein Großteil der Nationalversammlung in Frankfurt hatte eine konstitutionelle Monarchie angestrebt und Friedrich Wilhelm IV. die Kaiserkrone angeboten. Er empfand es als Schmähung und nicht standesgemäß, die Kaiserkrone von der Nationalversammlung angeboten zu bekommen. Es widersprach seiner Auffassung vom Gottesgnadentum. Eine Kaiserkrone müsse ihm von den Fürsten verliehen werden. Die Nationalversammlung war seiner Meinung nach gar nicht dazu befugt, jemandem die Krone anzubieten. Die Ablehnung Friedrich Wilhelms IV. führte, neben anderen Gründen, letztlich zum Scheitern der Revolution.

  • Schwierigkeitsgrad:  2
  • Zeit:  10 Minuten
  • Punkte:  6

Aufgabe 3

Der König wirkt auf dem Bild wohlgenährt, im Hintergrund auf dem Tischchen steht ein Champagnerglas – wie sah die Ernährungslage seines Volkes zu der Zeit in den Städten aus?

Lösung

In den Städten war die Ernährungslage katastrophal. Viele Menschen litten unter Mangelernährung und verdorbenes Essen führte zu Krankheiten. Frische und gesunde Lebensmittel waren Mangelware. Besonders das Jahr 1847 gilt als Hungerjahr, in dem es aufgrund der schlechten Ernährungslage zu Aufständen und Revolten kam.

  • Schwierigkeitsgrad:  1
  • Zeit:  5 Minuten
  • Punkte:  3

Aufgabe 4

Was möchte der Autor mit dieser Darstellung ausdrücken?

Lösung

Der Autor möchte mit dieser Karikatur die Unentschlossenheit des Königs kritisieren. Einerseits möchte er zwar Kaiser werden, andererseits erscheint ihm die Nationalversammlung nicht standesgemäß. Friedrich Wilhelm IV. nimmt die ganze Sache offenbar nicht ernst und entscheidet mithilfe eines Kinderspiels, ob er die Krone annehmen will oder nicht. Der Zeichner macht mit dieser Darstellung den König lächerlich, weil er suggeriert, dass er wichtige Entscheidungen mithilfe von Abzählreimen fällt – und sich dann mit einer Art kindischem Trotz genau anders entscheidet, als der Abzählspruch ergeben hat.

Die Karikatur suggeriert außerdem, dass es keinen gewichtigen Grund für die Ablehnung gegeben habe. Doch in der Realität lehnte Friedrich Wilhelm IV. die Krone ab, weil er die Revolution nicht unterstützte und seine Vorstellungen des Gottesgnadentums nicht aufgeben wollte. Die Darstellung des Königs als dekadent beinhaltet zudem eine Kritik an seinem Lebensstil – während große Teile des Volkes hungerten, ist er auf dem Bild wohlgenährt und trinkt Champagner.

  • Schwierigkeitsgrad:  3
  • Zeit:  10 Minuten
  • Punkte:  9

Aufgabe 5

Nenne, neben der Ablehnung der Krone, weitere Gründe für das Scheitern der Revolution in Deutschland.

Lösung

Abgesehen davon, dass Friedrich Wilhelm IV. die Kaiserkrone zurückwies, gab es noch weitere Gründe für das Scheitern der Revolution. Ein großer Teil der Bevölkerung fühlte sich stark mit der Monarchie verbunden – die revolutionäre Bewegung schaffte es nicht, die Unterstützung der Massen zu erhalten. Die revolutionären Kräfte bestanden hauptsächlich aus dem Bildungsbürgertum, nicht etwa aus der Arbeiterschicht. Die Revolutionäre waren zudem uneinig: Während die einen radikale Umstürze wollten, wollten die anderen lediglich etwas mehr Mitbestimmung und ansonsten an den alten Verhältnissen festhalten. Das Militär und die Beamten standen nicht auf der Seite der Revolutionäre und eine eigene Armee hatte die revolutionäre Bewegung nicht. Hinzu kam noch Unerfahrenheit durch das Fehlen einer parlamentarischen Tradition – die Nationalversammlung brauchte schlichtweg zu viel Zeit, um die Verfassung auszuarbeiten.

  • Schwierigkeitsgrad:  2
  • Zeit:  10 Minuten
  • Punkte:  6
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