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Die Stadt im Mittelalter (2)


Aufgabe 1

Warum wurden Städte an Kreuzungen von Handelswegen gegründet?

Lösung

Der Austausch von Waren war einer der Beweggründe, warum Städte gegründet wurden. An Orten, an denen viele Händler vorbeizogen, existierte in der Regel bereits ein reger Handel. Deshalb eigneten sie sich zur Entstehung von Städten.

  • Schwierigkeitsgrad:  1
  • Zeit:  2 Minuten
  • Punkte:  1

Aufgabe 2

Stelle den Verlauf des politischen Wandels von Städten im Mittelalter dar.

Lösung

Die Bürger in den Städten verlangten nach immer mehr Rechten. Zunächst regierten nur die Stadtgründer die Stadt – Fürsten oder Bischöfe. Ende des 12. Jahrhunderts bestimmten die Bürger das Wirtschaftsleben der Stadt und verlangten mehr Einfluss auf die städtische Politik. Deshalb wurden die Städte zunehmend durch die Bürger selbst verwaltet.

  • Schwierigkeitsgrad:  2
  • Zeit:  3 Minuten
  • Punkte:  4

Aufgabe 3

Was trug die Landwirtschaft zur Entstehung von Städten bei?

Lösung

Da die Bauern durch neue Landwirtschaftsmethoden mehr Nahrung produzieren konnten, als sie benötigten, mussten nicht mehr alle Menschen in der Landwirtschaft arbeiten. Die Bevölkerungszahl stieg stark an. Immer mehr Menschen zogen in Städte, wo sie ein Handwerk ausüben oder Handel treiben konnten.

  • Schwierigkeitsgrad:  2
  • Zeit:  3 Minuten
  • Punkte:  2

Aufgabe 4

Welchen Einfluss hatten die Zünfte auf den Alltag ihrer Mitglieder?

Lösung

Die Mitglieder einer Zunft lebten in direkter Nachbarschaft. Sie nahmen gemeinsam an Gottesdiensten teil, an Festtagen wurde gemeinsam gegessen und getrunken und bei Angriffen auf die Stadt hatte jede Zunft eine Aufgabe zur Verteidigung.

  • Schwierigkeitsgrad:  2
  • Zeit:  3 Minuten
  • Punkte:  4

Quellenanalyse

Der Herzog von Zähringen verlieh den Bürgern von Freiburg in einer Urkunde von 1120 folgende Rechte:

Kundgetan sei allen, den zukünftig und den gegenwärtig Lebenden, dass ich, Konrad, an dem Ort, der mein Eigengut ist, nämlich Freiburg, einen Markt gegründet habe im Jahre des Herrn 1120. Nachdem also von überallher angesehene Kaufleute zusammengerufen worden sind, habe ich auf der Grundlage einer Schwurvereinigung verfügt, diesen Markt einzurichten und auszubauen.

Darauf habe ich einem jeden Kaufmann ein Grundstück zugeteilt, damit Häuser errichtet werden; und ich habe festgesetzt, dass von jedem Grundstück ein Schilling mir und meinen Nachkommen jährlich als Zins gezahlt werden soll, am Fest des heiligen Martin. Nun also sei allen kundgetan, dass ich auf Bitten jener die nun folgenden Privilegien eingeräumt habe:

  1. Allen, die meinen Markt besuchen, verspreche ich Frieden und sicheres Geleit innerhalb meines Besitzes und Herrschaftsbereichs.
  2. Wenn einer von ihnen in diesem Gebiet beraubt werden sollte, so will ich die Rückerstattung des geraubten Gutes veranlassen oder selbst dafür zahlen.
  3. Wenn einer meiner Bürger stirbt, so soll seine Frau mit ihren Kindern alles behalten, was auch immer ihr Mann hinterlassen hat.
  4. Allen Kaufleuten erlasse ich den Zoll.
  5. Meinen Bürgern will ich keinen anderen Vogt oder Priester geben außer dem, welchen sie selbst gewählt haben.
  6. Wenn sich unter meinen Bürgern eine Streitfrage erheben soll, so ist nicht nach meinem Ermessen oder dem ihres Vorstandes zu entscheiden, sondern nach dem gebräuchlichen Recht aller Kaufleute, insbesondere dem der Kölner.
  7. Jeder, der in diese Stadt kommt, darf sich hier frei niederlassen, wenn er nicht der Leibeigene irgendeines Herrn ist und diesen auch anerkennt als seinen Herrn. Wer aber über Jahr und Tag in der Stadt gewohnt hat, der genießt von da an sicher die Freiheit.

(Zitiert nach Keutgen, Friedrich: Urkunden zur städtischen Verfassungsgeschichte, Berlin, 1901, Nr. 133, S. 117.)

Aufgabe 5

Fasse in Stichpunkten zusammen, welche Rechte der Herzog den Bürgern verlieh.

Lösung

Schutz vor Angriffen innerhalb der Stadtmauern, Schutz vor Diebstahl, Sicherung der Erbschaft/des Privateigentums, Erlass von Abgaben/Zoll, freies Wahlrecht, eigene und unabhängige Rechtsprechung nach dem Recht der Kaufleute, Niederlassungsfreiheit und Freiheit der ansässigen Bürger nach Jahr und Tag

  • Schwierigkeitsgrad:  1
  • Zeit:  5 Minuten
  • Punkte:  5

Aufgabe 6

Welche Gruppen profitierten besonders von den jeweiligen Rechten?

Lösung

  • Kaufleute, weil sie keinen Zoll zahlen müssen und die Besucher der Märkte beschützt werden, deshalb profitiert ihr Handel durch die Stadt. Falls sie beraubt werden, erhalten sie sogar Schadensersatz;
  • Familien, weil sie ihren Besitz auch nach dem Tod des Mannes behalten können;
  • Leibeigene, da sie die Freiheit erhalten, wenn sie ein Jahr und einen Tag in der Stadt gelebt haben.
  • Schwierigkeitsgrad:  3
  • Zeit:  2 Minuten
  • Punkte:  3

Aufgabe 7

Welche Gründe sprachen dafür, sich in der Stadt anzusiedeln?

Lösung

Die Bürger konnten sich ihr eigenes Oberhaupt und ihren eigenen Priester wählen. Da nach gebräuchlichem Recht (der Kaufleute) entschieden wurde und nicht nach dem Ermessen des Stadtherrn, genossen die Bürger der Stadt eine große Rechtssicherheit.

  • Schwierigkeitsgrad:  3
  • Zeit:  2 Minuten
  • Punkte:  3
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