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Die Machtergreifung (2)


Aufgabe 1

Fasse die Quelle kurz zusammen und analysiere sie anschließend. Was sagt dss Gesetz über die Reichsregierung aus?

Das „Staatsnotwehrgesetz“, dessen Text im Folgenden abgedruckt ist, wurde am 3. Juli 1934 erlassen.

Die Machtergreifung (2) - Abbildung 1

Hintergrund: Auf Hitlers Befehl wurde die Führung der SA durch die SS ermordet. Offiziell wurde als Grund für die Junimorde ein geplanter Putsch, der sogenannte Röhm-Putsch genannt. Tatsächlich war die SA einem Arrangement Hitlers mit der Reichswehr und der Industrie hinderlich. Zudem gab es ideologische Differenzen.

Lösung

[Kurze Zusammenfassung der Quelle:] Das vorliegende Gesetz, das am 3. Juli 1934 erlassen wurde, erklärt in kurzen Sätzen die Morde für rechtens, die die SS an der Führung der SA in den Tagen vom 30. 6. bis zum 2. 7. 1934 beging. Die SS hatte in Hitlers Auftrag gehandelt. Als Begründung für die Morde wird in dem Gesetz Notwehr genannt. Den Ermordeten wird Hochverrat und Landesverrat vorgeworfen.

[Beschreibung der Sprache:] Die Sprache ist nüchtern – wie für einen Gesetzestext üblich, der Text insgesamt ist sehr kurz gehalten.

[Historische Einordnung/Bewertung:] Das Gesetz zeigt exemplarisch, dass es sich beim „Dritten Reich“ nicht um einen Rechtsstaat handelte. Politische Feinde wurden ohne Gerichtsverhandlung ermordet und die Morde anschließend (rückwirkend) per Gesetz legitimiert.

Selbst wenn der Vorwurf des Hochverrats der Wahrheit entsprochen hätte, gäbe das keiner Regierung das Recht, Menschen ohne Gerichtsverhandlung zu exekutieren. Tatsächlich war die SA Hitler lästig geworden, da sie zu viel Mitbestimmung forderte und es außerdem aufgrund der sozial-revolutionären Auffassung der SA ideologische Differenzen gegeben hatte.

[Bedeutung/Schlussfolgerung:] Das Gesetz zeigt deutlich, dass eine Aufteilung der Gewalten in Legislative, Judikative und Exekutive nicht mehr existierte. Sie lagen alle in der Hand der Regierung, die handeln konnte, wie sie mochte, und keiner Institution Rechenschaft schuldig war. Der NS-Staat war eine Diktatur, auch wenn er seinem Handeln den Anschein der Legalität gab.

  • Schwierigkeitsgrad:  3
  • Zeit:  15 Minuten
  • Punkte:  10

Aufgabe 2

Nenne die fünf Abteilungen der SS. Wer hatte den Oberbefehl und wofür steht die Abkürzung?

Lösung

  • Allgemeine SS
  • Verfügungstruppe
  • Totenkopfverbände
  • Sicherheitsdienst
  • Rasse- und Siedlungshauptamt

Alle Abteilungen unterstanden Heinrich Himmler. Die Abkürzung SS steht für „Schutzstaffel“. 

  • Schwierigkeitsgrad:  2
  • Zeit:  5 Minuten
  • Punkte:  4

Aufgabe 3

Was ermöglichte das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Staat“ vom 23. 3. 1933 (auch als „Ermächtigungsgesetz“ bekannt)? Was spricht gegen die Rechtmäßigkeit der Abstimmung zu diesem Gesetz?

Lösung

Das Ermächtigungsgesetz erlaubte der Regierung, ohne Zustimmung des Parlaments und des Reichsrats Gesetze zu verabschieden, sogar wenn diese gegen die Verfassung verstießen. Der Reichstag war ab dann praktisch politisch bedeutungslos. Auch Verträge mit anderen Ländern konnten ohne Rücksprache geschlossen werden.

Gegen die Rechtmäßigkeit der Abstimmung spricht, dass sie unter enormem Druck auf die Abgeordneten (v. a. von Zentrum und SPD) stattfand – im Reichstag waren illegal bewaffnete SA- und SS-Angehörige anwesend. Noch gravierender war, dass die gewählten Abgeordneten der KPD nicht mitstimmen konnten, weil sie bereits massiv verfolgt wurden und verhaftet oder geflohen waren. 

  • Schwierigkeitsgrad:  2
  • Zeit:  6 Minuten
  • Punkte:  4

Aufgabe 4

Erkläre, warum der „Volksempfänger“ für Hitlers Aufstieg und Machterhalt wichtig war.

Lösung

Hitler konnte mithilfe des sogenannten Volksempfängers (Radio) einen Großteil der Bevölkerung erreichen. Vor dem Zeitalter der Massenmedien war es unmöglich gewesen, eine so große Zahl von Menschen gleichzeitig anzusprechen. Feierlichkeiten und Reden wurden mithilfe des Radios übertragen. Hitler benutzte den „Volksempfänger“ gezielt zur Gleichschaltung und Beeinflussung der Bevölkerung – er gilt als eines seiner wichtigsten Propagandainstrumente. 

  • Schwierigkeitsgrad:  2
  • Zeit:  6 Minuten
  • Punkte:  4

Aufgabe 5

Beschreibe kurz das Frauenbild im Nationalsozialismus.

Lösung

Die Frau im Nationalsozialismus hatte hauptsächlich die Aufgabe, für gesunden Nachwuchs zu sorgen, und war dem Mann untergeordnet. Sie sollte sich um den Haushalt und die Kinder kümmern; eine andere berufliche Laufbahn war für sie nicht vorgesehen. Wichtig waren Sportlichkeit und Gesundheit. Ein übermäßiges Interesse für Äußerlichkeiten war nicht erwünscht. Genau wie die Jungen und jungen Männer in der „Hitlerjugend“ im Sinne des Nationalsozialismus erzogen wurden, waren die Mädchen und jungen Frauen im „Bund deutscher Mädel“ organisiert. 

  • Schwierigkeitsgrad:  1
  • Zeit:  6 Minuten
  • Punkte:  3
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