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Der Weg in den Zweiten Weltkrieg (2)


Aufgabe 1

Fasse die Quelle inhaltlich zusammen und analysiere sie im Hinblick auf die vorangegangenen Ereignisse.

Die unten abgedruckten „Verordnung über eine Sühneleistung der Juden deutscher Staatsangehörigkeit“ aus dem Jahr 1938 lautet:

Der Weg in den Zweiten Weltkrieg (2) - Abbildung 1

Hintergrund: Der jüdische Einzeltäter Herschel Grynszpan hatte den Pariser Botschaftsmitarbeiter Ernst Eduard vom Rath ermordet. Die Verordnung wurde als Reaktion auf den Mord erlassen, nachdem bereits in der Nacht vom 9. auf den 10. November in der sogenannten „Reichspogromnacht“ überall im Deutschen Reich Synagogen von Nationalsozialisten in Brand gesteckt und jüdische Geschäfte geplündert worden waren.

Lösung

Die Verordnung aus dem Jahr 1938, die von Göring erlassen wurde, verpflichtet die jüdische Bevölkerung zu einer Schadensersatzzahlung an das Deutsche Reich in Höhe von einer Milliarde Reichsmark verpflichtet. Als Gründe werden angebliche feindliche Absichten und Morde der Juden genannt, die gesühnt werden müssten. Die Verordnung ist eine Reaktion auf den Mord, den Herschel Grynszpan an einem Pariser Botschaftsmitarbeiter aus ungeklärten Motiven beging. Es ist offensichtlich, dass dies nur als Vorwand dient, um sich an jüdischem Vermögen zu bereichern. Zudem klingt es mehr als zynisch, wenn der jüdischen Bevölkerung „feindliches Verhalten“ vorgeworfen wird, nachdem im ganzen Deutschen Reich Synagogen in Brand gesteckt und jüdische Geschäfte zerstört wurden. Hier zeigt sich deutlich, dass es sich beim „Dritten Reich“ um einen reinen Willkürstaat handelte, der vor allem die jüdische Bevölkerung – aber auch andere – an den Rand der Gesellschaft drängen wollte. Die Nationalsozialisten wollten die jüdische Bevölkerung diskriminieren und demütigen und sich vor allem selbst an ihrem Vermögen bereichern. Das Deutsche Reich brauchte dringend Geld zur Aufrüstung, da es einen Krieg plante. Wie auch in der Quelle beschrieben wird, galt es, den sogenannten Vierjahresplan zu erfüllen, der Deutschland innerhalb von vier Jahren kriegsfähig machen sollte. Um dieses Ziel zu erreichen, hatte Hitler Göring eine Generalvollmacht erteilt, mit der dieser willkürlich Verordnungen erlassen konnte.

  • Schwierigkeitsgrad:  3
  • Zeit:  20 Minuten
  • Punkte:  15

Aufgabe 2

Was wurde im Münchner Abkommen von 1938 festgelegt?

Lösung

In dem Abkommen legten Deutschland, Italien, Großbritannien und Frankreich fest, dass die Tschechoslowakei das deutschsprachige Sudetengebiet an Deutschland abtreten musste. Die Tschechoslowakei – als betroffenes Land – war nicht anwesend! Das Deutsche Reich verpflichtete sich in dem Abkommen, auf weitere Forderungen zu verzichten, woran es sich aber nicht hielt. Im März 1939 annektierte das Deutsche Reich den Rest der Tschechoslowakei und errichtete das „Reichsprotektorat Böhmen und Mähren“.

  • Schwierigkeitsgrad:  1
  • Zeit:  5 Minuten
  • Punkte:  3

Aufgabe 3

Nenne mindestens zwei außenpolitische Vorkommnisse, mit denen Hitler dem Ausland seine Friedfertigkeit demonstrieren wollte, und erkläre sie kurz.

Lösung

  • Nichtangriffspakt mit Polen von 1934: Deutschland und Polen verpflichteten sich, etwaige Konflikte ohne kriegerische Auseinandersetzung zu lösen.
  • Einhaltung des Versailler Vertrags bei Rückgliederung des Saargebiets 1935: Hitler hielt sich an den Versailler Vertrag, den er zuvor bereits mehrfach gebrochen hatte.
  • Deutsch-britisches Flottenabkommen 1935: Die deutsche Flotte durfte nicht größer als 35 % der britischen Flotte sein. Deutschland gab sich kompromissbereit.
  • Olympische Spiele von Berlin: Das Deutsche Reich inszenierte sich als friedliches Land. Schmähungen gegen Juden wurden in dieser Zeit ausgesetzt.
  • Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion bzw. Hitler-Stalin-Pakt 1939: Beide Länder verpflichteten sich Konflikte friedlich zu lösen. Allerdings gab es ein Geheimprotokoll über die Aufteilung Osteuropas unter den beiden Ländern.
  • Schwierigkeitsgrad:  3
  • Zeit:  10 Minuten
  • Punkte:  10

Aufgabe 4

Überlege, warum die Jugendorganisationen „Bund deutscher Mädel“ und „Hitlerjugend“, an denen alle verpflichtend teilnehmen mussten, ein wichtiges Instrument waren, um die Jugend auf den Krieg vorzubereiten.

Lösung

Die nationalsozialistischen Jugendorganisationen waren militärisch aufgebaut. Feste Bestandteile waren z. B. militärischer Drill, Disziplin, Wehrertüchtigung und Marschieren. Zudem mussten alle eine Uniform tragen. Kampf und Krieg wurden als etwas Positives dargestellt.

Die Jugendlichen wurden außerdem in nationalsozialistischer Ideologie geschult, die besagte, dass sie – als „arische Herrenrasse“ – dazu auserkoren seien, über die angeblich „minderwertigen Rassen“ zu herrschen. Der „Führer“ Adolf Hitler wurde verehrt und alle „Nicht-Arischen“ verteufelt.

Der Sinn sämtlicher NS-Organisationen war die „Gehirnwäsche“ im nationalsozialistischen Sinn und die Vorbereitung auf den geplanten Eroberungskrieg. 

  • Schwierigkeitsgrad:  3
  • Zeit:  10 Minuten
  • Punkte:  7
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