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Musterlösung

Musterlösung: Das Römische Reich 2

Aufgabe 1

Erläutere kurz die Gründungssage Roms.

Romulus und Remus (Söhne des Kriegsgottes Mars) wurden als Säuglinge ausgesetzt und von einer Wölfin aufgezogen. Sie beschlossen, an der Stelle, an der sie ausgesetzt worden waren, eine Stadt zu gründen. Es entbrannte jedoch ein Streit darum, wer als Stadtgründer gelten solle. Romulus erschlug schließlich Remus, gab der Stadt seinen Namen und wurde ihr erster König.

  • Schwierigkeitsgrad:  1
  • Zeit:  3 Minuten
  • Punkte:  2

Aufgabe 2

Erläutere in Stichpunkten den Verlauf des Zweiten Punischen Krieges.

Zweiter Punischer Krieg:

  • 218 überquert der karthagische Feldherr Hannibal die Alpen.
  • 216 kommt es bei Cannae zur entscheidenden Schlacht; die Römer müssen eine vernichtende Niederlage einstecken.
  • Das Heer der Römer besiegt in der Schlacht von Zama 202 Karthago und drängt es nach Nordafrika zurück.
  • Spanien wird in römische Provinzen aufgeteilt.
  • Schwierigkeitsgrad:  2
  • Zeit:  4 Minuten
  • Punkte:  5

Aufgabe 3

Warum wurde das Königtum in Rom abgeschafft?

Im Lauf der Zeit wurden die Patrizier in Rom sehr mächtig. Mit ihrem Reichtum finanzierten sie die Kriege der Römer gegen andere Städte. Aber trotz ihrer Macht und ihres Reichtums entschied immer noch der König, gegen wen sie z. B. in den Krieg ziehen sollten. Die etruskischen Könige weigerten sich, die Patrizier in ihre Entscheidungen einzubeziehen. Dies führte dazu, dass die Patrizier nicht mehr von einem König beherrscht werden wollten. 510 v. Chr. wurde der letzte etruskische König von den Patriziern vertrieben und damit die Monarchie abgeschafft.

  • Schwierigkeitsgrad:  2
  • Zeit:  4 Minuten
  • Punkte:  2

Aufgabe 4

Quellenanalyse

Arbeite aus der Quelle die Schritte heraus, die den Hauptmann in die Schuldknechtschaft geführt haben.

Der römische Geschichtsschreiber Livius (59 v. Chr. – 17 n. Chr.) berichtet über ein Ereignis, das sich um 490 v. Chr. zugetragen hat:
„Jetzt drohte der Krieg mit den Volskern1 … Ein alter Mann, dem man sein Elend ansah, lief auf das Forum. Seine Kleidung war schmutzig, sein Körper blass, abgezehrt und verfallen. Trotzdem erkannten ihn die Leute und sagten, er sei lange Hauptmann gewesen. Warum er denn so heruntergekommen sei, fragte man ihn und man stellte sich um ihn herum wie bei einer Versammlung. ‚Im Krieg gegen die Sabiner‘, sagte er, ‚habe ich Schulden gemacht. Als ich Kriegsdienst leistete, wurden meine Felder verwüstet, ich konnte nichts ernten. Mein Hof brannte ab, man nahm mir alles, auch das Vieh wurde weggetrieben. Zu diesem ungünstigen Zeitpunkt war auch noch die Kriegssteuer fällig; die Schulden wuchsen durch die Zinsen. Erst musste ich meinen väterlichen und großväterlichen Besitz veräußern, dann mein übriges Vermögen. Endlich ergriff dieses Übel auch meinen Körper. Ich wurde meinem Gläubiger übergeben, aber nicht in die Sklaverei verkauft, sondern auf dem Gut meines Gläubigers eingesperrt und unter Schlägen zur Arbeit getrieben.‘ Darauf zeigte er seinen Rücken, der schlimm aussah mit den noch frischen Striemen der Prügel. Als man dies sah und hörte, entstand ein lautes Geschrei … [Nur durch das Erscheinen der beiden Konsuln wurden die Patrizier davor bewahrt, dass die Plebejer ‚Hand an sie legten‘.]“
1 Ein italischer Volksstamm, der immer wieder mit den Römern in Konflikt geriet.

Prozess von einem freien Bauern zu einem unfreien Knecht:
Der Kriegsdienst führte dazu, dass der Hauptmann sich nicht um seine Felder kümmern konnte. Da er im Krieg war, konnte er sich nicht um die Ernte kümmern. Sein Hof brannte ab und sein Vieh wurde ihm weggenommen. Da er keine Einnahmen hatte, konnte er keine Steuern mehr zahlen und musste deshalb den Besitz seiner Familie und sein ganzes Vermögen abgeben. Nachdem er seinen Besitz verloren hatte, verlor der Hauptmann auch seine Freiheit und musste auf dem Gut seines Gläubigers arbeiten.

  • Schwierigkeitsgrad:  3
  • Zeit:  8 Minuten
  • Punkte:  7

Aufgabe 5

Quellenanalyse

Was kritisiert der Dichter an der Stadt Rom?

Der römische Dichter Juvenal (um 60 – ca. 138) schrieb über Rom Folgendes:
„Bin ich in Eile, komme ich wegen der vielen Menschen kaum voran. Hinter mir drückt das Volk in Scharen nach. Der eine stößt mir den Arm in die Seite, ein anderer ein hartes Brett. Bald trifft mich ein Balken am Schädel, bald ein Ölfass. Kot bespritzt meine Waden, von allen Seiten bekomme ich Tritte von mächtigen Sohlen und bald tritt mir ein grober Soldat mit den Nägeln seiner Stiefel auf die Zehen. In jedem Landstädtchen könnte ich mir ein Häuschen kaufen zum gleichen Preis, den ich hier jedes Jahr als Miete für ein finsteres Loch zahlen muss. Nun, mein Freund, weißt du etwa, warum ich die Hauptstadt verlasse.“

Juvenal kritisiert die Menschenmassen in der Stadt, die dazu führen, dass die Straßen und Wege kaum passierbar sind. Er kritisiert die hygienischen Verhältnisse in der Stadt und die Unfreundlichkeit ihrer Bewohner, die kaum Rücksicht aufeinander nehmen. Er kritisiert ebenfalls die hohen Mietpreise in der Stadt, im Verhältnis zur minderen Qualität der Wohnung („finsteres Loch“), die man dafür erhält.

  • Schwierigkeitsgrad:  1
  • Zeit:  6 Minuten
  • Punkte:  5
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