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Lexikon Geschichte

Lenin

Lenin, Wladimir Iljitsch, eigentlich W.I. Uljanow, russischer Revolutionär und Politiker, der von 1870 bis 1924 lebte.

Der Marxismus-Leninismus

Lenin war führend an der Spaltung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands nach dem Ausbruch der ersten russischen Revolution in St. Petersburg (1905) beteiligt. Nach deren Scheitern verbrachte er die folgenden Jahre im Exil.

In zahlreichen Schriften wandte er die marxistischen Thesen auf die Besonderheiten von Russland an und forderte eine vorzeitige Revolution. Statt des Zwischenstadiums des Kapitalismus sollte der direkte Schritt vom Feudalismus, dem mittelalterlichen Lehnswesen, zum Sozialismus führen. Über eine Diktatur des Proletariats wollte er zum Sozialismus und Kommunismus gelangen.

Führer in der Oktoberrevolution

Nach der russischen Februarrevolution 1917 reiste Lenin heimlich mit Unterstützung der deutschen Heeresleitung aus der Schweiz über Deutschland nach Russland ein. In seinen Aprilthesen forderte er „Alle Macht den Räten (Sowjets)“. Nach der Oktoberrevolution 1917 nahm Lenin im Rat der Volkskommissare den Posten des Vorsitzenden ein. Seine führende Stellung im Zentralkomitee der Bolschewiki, die sich ab 1918 Kommunistische Partei Russlands nannten, war unbestritten.

Erster Weltkrieg und Gründung der Sowjetunion

Um die Existenz des neuen Regimes nicht zu gefährden, war Lenin bereit, im Frieden von Brest-Litowsk die harten deutschen Bedingungen für einen Waffenstillstand im Ersten Weltkrieg zu akzeptieren.

In einem blutigen Bürgerkrieg setzten sich die Bolschewiki mit der neu geschaffenen Roten Armee, die aus den Arbeitermilizen hervorging, unter Führung von Leo Trotzki (*1879, †1940) durch. Lenin gilt als Gründervater der Sowjetunion, die am 30.12.1922 auf dem Ersten Allunionssowjetkongress unter der Bezeichnung Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) gebildet wurde.

1922/23 erlitt Lenin mehrere Schlaganfälle, konnte sich aber noch im Vorfeld der Gründung der UdSSR gegen Josef Stalin durchsetzen. In seinem politischen Testament warnte er vor einer führenden Rolle Stalins. Nach Lenins Tod am 21.1.1924 entbrannte innerhalb der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), wie sich die Kommunistische Partei Russlands nun nannte, ein Machtkampf zwischen den Anhängern Stalins und den Anhängern Leo Trotzkis (*1879, †1940).

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