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Lexikon Geschichte

Calvinisten

Calvinisten, die Anhänger des Genfer Reformators Johannes Calvin, eigentlich Jean Cauvin (*1509, †1564).
Nach Calvins Lehre ist der Mensch von Gott zu Heil oder Unheil vorbestimmt (Prädestination) und muss seine Auserwähltheit durch sein Leben und Wirken beweisen. Wirtschaftlicher Erfolg gilt demnach als Zeichen der Gnade Gottes. Der Calvinismus fand in Frankreich, in den Niederlanden und England Verbreitung und gelangte durch die Puritaner auch nach Nordamerika.
In Deutschland wurden Protestanten und Katholiken 1555 durch den Augsburger Religionsfrieden gleichgestellt, nicht aber Calvinisten. Nach der Reformation durch Ulrich Zwingli (*1484, † 1531)  bestimmte der Reformator Calvin1541 das öffentliche Leben in der Schweiz. 
In Schottland und England hießen die Calvinisten Puritaner, in Frankreich Hugenotten. In Frankreich bekämpften die Katholiken die Hugenotten. Sie wurden verfolgt, viele getötet, der Glaube verboten. 
Der Kampf der calvinistischen Niederländer gegen die katholische spanische Vorherrschaft endete 1587 mit der Gründung der Republik der Vereinigten Niederlande.
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