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Lexikon Englisch

Newspaper articles / Zeitungsartikel

Allgemein

Zeitungen und Zeitschriften sind media (Medien) der mass communication (Massenkommunikation). Artikel in Tages- und Wochenzeitungen (dailies, weeklies) befriedigen in erster Linie das Informationsbedürfnis der Leser und berichten über aktuelle Ereignisse des öffentlichen Lebens. 

Typen von Zeitungsartikeln

Es gibt verschiedene Typen von Zeitungsartikeln, die sich in zwei Gruppen einteilen lassen:

  1. factual articles (Artikel zur Tatsachenvermittlung): Sie sind vorwiegend informativ und sachlich ausgerichtet; das aktuelle Ereignis steht im Vordergrund. Dennoch sind anhand der Auswahl, Anordnung und sprachlichen Präsentation der Nachricht versteckte Wertungen erkennbar.
  2. commenting articles (Artikel zur Meinungsdarstellung): Hier steht die Meinung des Schreibenden zu einem Geschehen im Vordergrund. Zwar werden oft auch Informationen gegeben, diese sind jedoch in einen eindeutig wertenden Kontext eingebunden.

Zu den factual articles gehören:

  • news item (Nachrichtenmeldung): komprimierte Nennung eines Ereignisses (Who? What? etc.), oft in nur einem Satz.
  • news report (Bericht): ausführliche, unkommentierte Darstellung eines aktuellen Tagesereignisses.
  • feature (Reportage): ausführliche Darstellung eines Themas, das über einen längeren Zeitraum aktuell ist, oder Erlebnisbericht. Vorwiegend tatsachenorientiert, teils persönlich gefärbt, Beleuchtung von Hintergründen, Befragung von Experten und Beteiligten sowie Abbildungen.
  • news story: kommentierte Darstellung eines aktuellen Ereignisses. Vermischung von Tatsachen und Kommentar durch die Umstellung der chronologischen Reihenfolge und das Einfügen von Meinungsäußerungen Beteiligter.

Zu den commenting articles gehören:

  • editorial / leading article (Leitartikel): gegliederte und argumentativ aufgebaute Stellungnahme des Herausgebers oder leitenden Redakteurs zu einem aktuellen Tagesereignis.
  • comment (Kommentar): regelmäßig erscheinender Artikel (oft mit festem Platz im Layout) mit argumentativer Struktur, in dem Stellung zu aktuellen Nachrichten genommen wird.
  • letter to the editor (Leserbrief): Möglichkeit für Leser, ihre Meinung zu einem Thema zu äußern.
  • review (Film- oder Buchbesprechung): Vorstellung und Bewertung von Neuerscheinungen.

Klassifizierung von Zeitungsartikeln

Bei Presseprodukten wird zwischen zwei Gruppen unterschieden:

  1. quality papers / quality press (seriöse Presse)
  2. popular papers / popular press, tabloid / sensational papers, yellow press, gutter press (Boulevardpresse)

Sie richten sich an unterschiedliche Leserkreise (audience) und unterscheiden sich in den inhaltlichen Schwerpunkten, im Kommunikationsstil sowie in der äußeren Aufmachung.

Quality papers Popular papers
  • Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Themen.
  • Es gibt eine detaillierte Berichterstattung und Analyse von Hintergründe.
  • Berichterstattung und Meinungsäußerung werden in der Regel wahrnehmbar voneinander getrennt.
  • Die Artikel zeichnen sich durch präzise und sachliche Angaben aus.
  • „Leichte“ Nachrichten überwiegen: accidents, crime, sports, gossip (Klatsch), human-interest stories (Einzelschicksale)
  • Tatsachen und Kommentar werden vermischt (mixing report and comment)
  • Konzentration auf die Personen- und Beziehungsebene statt auf die Sachebene (personalizing)
  • Vereinfachung von Sachverhalten zur Dramatisierung (simplification, sensationalism)

Im Bereich Sprache und Aufbau überwiegen eine formelle, sachliche Sprache, komplexe Satzstrukturen, längere Absätze mit einer gedanklichen Entwicklung sowie zusammenhängend gegliederte Artikel.

 

Informelle Sprachebene mit umgangssprachlichen Wendungen (colloquialisms, idioms), Wertung durch konnotative Ausdrücke, dramatisches Vokabular in Schlagzeilen, einfache Satzstrukturen und kurze Absätze ohne gedankliche Entwicklung.

 Layout und Format zeichnen sich aus durch ein Überwiegen des Textanteils gegenüber Überschriften und Illustrationen und durch ein großseitiges broadsheet-Format.

Hier finden sich überdimensionierte Schlagzeilen, die Verwendung von Farbdruck und ein hoher Bildanteil sowie ein kleinseitiges tabloid-Format.

Die Begriffe broadsheet und tabloid gehen zurück auf die Größe der Zeitungsbögen. Sie sind zu Synonymen für seriöse bzw. populäre / unterhaltsame Zeitungen geworden. Beispiele für broadsheets auf dem britischen Markt sind The Independent, The Times, The Guardian, The Observer. Bekannte britische tabloids sind z.B. The Sun, Daily Express, The Mirror und Daily Mail. 

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