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Wie du die sprachlichen Gestaltungsmittel untersuchst


Aufgabe

Find the stylistic devices Shakespeare uses to present the theme.

William Shakespeare (1564–1616)
Sonnet 18
Shall I compare thee to a summer’s day?
Thou art more lovely and more temperate.
Rough winds do shake the darling buds of May,
And summer’s lease hath all too short a date.
Sometime too hot the eye of heaven shines,
And often is his gold complexion dimm’d
And every fair from fair sometimes declines,
By chance, or nature’s changing course, untrimm’d;
But thy eternal summer shall not fade,
Nor lose possession of that fair thou owest,
Nor shall Death brag thou wander’st in his shade,
When in eternal lines to time thou growest
So long as man can breathe or eyes can see,
So long lives this, and this gives life to thee.

Schritt 1: Untersuche den Satz- und Versbau

Der Autor eines Gedichts präsentiert seine Aussagen in Sätzen und Verszeilen. Häufig sind Satzglieder oder Sätze in besonderer Weise angeordnet. Untersuche diese Satzfiguren und analysiere, welche Wirkung dadurch erzeugt wird:

  • Werden bedeutsame Wörter oder Satzteile besonders klanglich oder rhythmisch hervorgehoben?
  • Wird die Aussage mithilfe der Satzfiguren besonders betont oder verstärkt?
  • Verzögern sie die Handlung und erzeugen auf diese Weise Spannung?
  • Verstärken sie die Sinnlichkeit eines Gedichts?
  • Rufen sie eine ironische Wirkung hervor?
Satzfigur Beschreibung Beispiel
accumulation (Akkumulation) Häufung einer Wortart mit dem Ziel, einen Sachverhalt zu veranschaulichen und/oder zu betonen The process is wasteful,
dangerous, messy and sometimes
tragic.
anaphora (Anapher) Wortwiederholung zur Hervorhebung am Satz- oder Zeilenanfang In every cry of every man,
in every infant’s cry of fear,
in every voice,
in every ban.
(William Blake, London)
caesura (Zäsur) Die Zäsur entsteht, wenn ein Satz mitten in einer Zeile endet. Sie unterbricht den Rhythmus der Zeile. Let me not to the marriage of
true minds
Admit impediments. Love is not
love (...)
(William Shakespeare, Sonnet 116)
chiasmus (Chiasmus) Überkreuzstellung einander entsprechender Satzteile oder Begriffe Fair is foul, and foul is fair.
(William Shakespeare, Macbeth)
ellipsis (Ellipse) Auslassung eines Wortes im Satz, ohne den Sinn zu beeinträchtigen; dient häufig dazu, einem Text einen lockeren Ton zu geben. “Been to Paris lately?”, Paul asked.
enumeration (Aufzählung) Aufzählung oder Auflistung  She enjoyed the warmth, the light and the smells of spring.
inversion (Inversion) Veränderte Satzordnung, z. B. durch die Vertauschung von Subjekt, Prädikat und Objekt Ten thousand saw I at a glance
(William Wordsworth, I Wandered Loneley As A Cloud)
parallelism (Parallelismus) Wiederholung einer Satzstruktur, um eine Aussage zu rhythmisieren  Money tickles my fancy, and fame flatters my pride.
repetition (Wiederholung) Wiederholung mit dem Zweck, eine Aussage oder einen Sachverhalt zu verdeutlichen und zu betonen And that government of the people, by the people, for the people, shall not perish from earth.
(Abraham Lincoln, The Gettysburg Address)
run-on line, enjambement (Zeilensprung)  Verzögerter Abschluss eines Satzes in der nächsten Zeile. Der erste Teil des Satzes erzeugt eine Erwartung, die in der nachfolgenden Zeile enttäuscht wird. Absentmindedly she went On piling plates in the cupboard.

Schritt 2: Betrachte die Wortwahl

Die Sprache von Gedichten weicht oft von der Normalsprache ab und verwendet ungewöhnliche Wörter oder eine ungewöhnliche Kombination von Wörtern. Das können besonders gehobene oder veraltete Ausdrücke sein, bildhafte Umschreibungen oder eine expressive und emotionale Sprache.
Untersuche die Wortwahl des Gedichts und beachte dabei folgende Aspekte:

  • inhaltliche Aspekte, d. h. bestimmte Bedeutungsfelder und ihre Beziehung zueinander
  • formale Aspekte, d. h. das Vorkommen von Substantiven, Adjektiven und Verben: Tauchen an bestimmten Stellen auffällig häufig Substantive, Adjektive oder Verben auf? Sind sie in ihrer herkömmlichen Bedeutung verwendet oder sind sie verfremdet? Gibt es neue Wortbildungen?
  • Wahl der Stilebene, z. B. Umgangssprache, Dialekt, feierlicher Tonfall, dichterisch überhöhte Sprache, Fachsprache
  • Schlüsselwörter
  • Stimmungen, die durch die Wortwahl erzielt werden, z. B. düster, heiter, aggressiv
  • Bewegungen, die durch Verben hervorgerufen werden, z. B. Dynamik, Aktivität, Starrheit
  • Qualität der Adjektive, z. B. wertende oder beschreibende/neutrale Adjektive

Achte bei der Analyse der Wortwahl auch auf die assoziativen Verknüpfungen sinntragender Wörter. Viele Wörter sind zusätzlich zum klar definierten begrifflichen Inhalt (=Denotat) noch mit einem darüber hinausgehenden Vorstellungsgehalt (= Konnotat) verbunden (z. B. das Wort „Rose“ mit der Vorstellung „Schönheit“ und „Liebe“). Welche von mehreren möglichen Vorstellungen aktiviert wird, legt der Textzusammenhang fest (vgl. die Farbe „Rot“ in einem Liebesgedicht bzw. in einem politischen Gedicht).

Schritt 3: Analysiere die Sprachbilder

Sprachliche Bilder (imagery) machen literarische Texte vieldeutig und dienen dazu, Aussagen zu veranschaulichen. Sie bringen etwas anderes zum Ausdruck als das, was sie normalerweise bezeichnen.

  • Schaue immer dann genauer hin, wenn Ausdrücke auf der wörtlichen Ebene keinen Sinn ergeben. Kläre die abweichende Bedeutung der Wörter im Textzusammenhang und deute sie im Bezug zu dessen Aussage.
  • Achte auf Hinweise des Autors, wie bestimmte Sprachbilder zu verstehen sind. Häufig wird das Gemeinte im Titel genannt, manchmal am Anfang oder am Ende des Textes erläutert.
Sprachliches Bild Beschreibung Beispiel
euphemism (Euphemismus) beschönigende Umschreibung mit dem Zweck, einen unangenehmen Sachverhalt oder eine Tatsache bzw. deren Folgen abzumildern “to pass away” anstelle von “to die”
metaphor (Metapher) indirekter bzw. bildhafter Vergleich, der oft anstelle eines ausformulierten Satzes steht und textverkürzend wirkt; beliebtes Stilmittel in Gedichten  All the world’s a stage, and all the men and women merely players.
(William Shakespeare, As You Like It)
personification (Personifikation) Ausstattung einer Idee, einer Sache oder eines Tieres mit menschlichen Eigenschaften, um einen Text lebendiger zu gestalten und evtl. eine Moral zu formulieren, ohne zu sehr zu belehren  The ship began to creak and protest as it struggled against the rising sea.
simile (Vergleich) direkter Vergleich My love is like a red, red rose.
(Robert Burns, A Red, Red Rose)
symbol (Sinnbild) Gegenstand oder Vorgang, der stellvertretend für einen anderen (geistigen) Sachverhalt steht und häufig textverkürzend wirkt “cross” als Symbol für das Christentum, “dove” als Symbol für den Frieden

Lösung

The most striking stylistic devices used in this sonnet are comparison and contrast, sentence structure, repetition, metaphor and personification. The comparison which runs throughout the poem is that of a person’s beauty to a “summer’s day”. Although the speaker rejects many characteristics associated with summer in the first two quatrains, we may conclude that the season of “summer” has been intentionally chosen to signify maturity of character and the ripeness of the person’s outward beauty. In line 9, the idea of summer representing a period in one’s life is extended to the metaphor of “Thy eternal summer” that can be kept alive in poetry, thus giving coherence to the poem. The contrast between brevity and eternity is established around the theme of time. It is first introduced in the contract-metaphor of line 4: a contract (“lease”) stands for the duration of summer’s stay. Just as summer is bound to be followed by autumn, the terms of a contract are bound to run out after a fixed period of time. Lines 5 and 6 display a personification of the summer sky; the atmosphere surrounding earth is given features of human beauty, so as to continue the theme of beauty. The theme of time is resumed in lines 7 and 8, which allude to the decline and loss of beauty that accompany old age. The participle “untrimmed”, meaning “being robbed of one’s ornament or beautiful features”, is an example of the clothesimagery frequently used in Shakespearean times. The third quatrain turns towards time’s aspect of eternity. It is symbolized by the repetition of the adjective “eternal”. The introductory “But” and the syntactical parallelism of lines 10 to 11 underline the speaker’s determination to overcome the restrictions of time. “Death”, personified in line 11, will be given no power over the addressed person’s life. Instead, his or her beauty will stay alive and develop as the poem is read by a changing audience (line 12). In the third quatrain, the alternating rhyme underlines the contrast between the word pairs “fade/ shade” and “owest/growest”, which are related to the conflicting ideas of the poem. The concluding couplet forms the climax of the sonnet. It expresses in hyperbole, emphasized by syntactical parallelism, the poet’s firm belief that eternal life will be given to beauty if it is put into the form of a poem. The different rhythm used in the couplet adds further emphasis to the final statement. On the whole, the sonnet is built on the paradox that unlike natural beauty, beauty in poetry is free from change and decay.

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