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Wie du die Figuren und Figurenkonstellation einer Dramenszene untersuchst


Aufgabe

What does the monologue reveal about Macbeth’s current state and his relationship to his wife? Find stylistic devices to prove your statements.

William Shakespeare (1564–1616)
Macbeth (Act III, Scene 2)
MACBETH: Be innocent of the knowledge, dearest chuck,
Till thou applaud the deed. Come, seeling Night,
Scarf up the tender eye of pitiful day,
And, with thy bloody and invisible hand,
Cancel, and tear to pieces, that great bond
Which keeps me pale! – light thickens; and the crow
Makes wing to the rooky wood;
Good things of day begin to droop and drowse,
Whiles night’s black agents to their preys do rouse.
Thou marvellest at my words: but hold thee still;
Things bad begun make strong themselves by ill.
So, pr’ythee, go with me.

Schritt 1: Untersuche die Merkmale der Figuren

Der Autor stattet seine Figuren (characters) mit einer bestimmten Anzahl an Merkmalen aus, die die Figuren charakterisieren. Dramenfiguren sind präzise gezeichnet. Ihre Eigenschaften, Ziele, Auffassungen, Wünsche, Ängste und Sehnsüchte ergeben sich aus der Analyse des Dramentexts und vor allem der Figurenrede.

Merkmale einer Figur

  • soziale Merkmale: Stand, Milieu, Beruf, familiäre Umstände
  • äußere Merkmale: Aussehen, Größe, Haltung, Gang, Stimme, Kleidung,
  • innere Merkmale: Einstellungen, Eigenschaften, Gemütszustand

Schritt 2: Betrachte die Charakterisierung der Figuren

Erarbeite die Merkmale einer Figur, indem du untersuchst, wie sie direkt oder indirekt charakterisiert wird.

Die direkte Charakterisierung (explicit characterisation) kann sich auf äußere Erscheinung, Persönlichkeit, Gedanken oder Gefühle der Figuren beziehen:

  • Untersuche die Rollen- und Regieanweisungen, z. B. she admires him, there is a touch of the artist about him.
  • Analysiere, wie die Figur von anderen Figuren beurteilt oder beschrieben wird, z. B. “You are a good and faithful husband to her”. Achte darauf, dass Fremddarstellungen verzerrt und subjektiv sein können.
  • Untersuche, wie die Figur sich selbst durch Kommentare ihres Verhaltens charakterisiert. Äußerung der der Figuren über sich selbst finden sich v. a. im Monolog (monologue) oder Selbsgespräch (soliloquy). Achte dabei immer darauf, wie glaubwürdig die Aussagen dieser Figur sind.
  • Achte auf sprechende Namen (telling names), z. B. Mr and Mrs Antrobus (von griech. ánthropos „Mensch, Menschheit“) in Thornton Wilders “The Skin of Our Teeth”.

Bei der indirekten Charakterisierung (implicit characterisation) werden dem Leser bzw. Zuschauer Informationen gegeben, aus denen er selbst Schlussfolgerungen ziehen muss. Während sich bei der direkten Charakterisierung aus subjektiver Sicht immer die Frage nach der Glaubwürdigkeit des jeweiligen Sprechers stellt, zeigen indirekte Charakterisierungen eher ein objektives Bild.

  • Untersuche die nicht sprachlichen Merkmale einer Person wie Kleidung und Auftreten sowie die Umgebung (Bühnenausstattung, symbolische Gegenstände) oder die Angaben zu Gestik (gestures) und Mimik (facial expressions). Was sagen sie über die Gefühlslage, Reaktionen und (innere bzw. moralische) Einstellungen der Figuren aus?
  • Sind Figuren mit gegensätzlichen Eigenschaften (opposites) einander gegenübergestellt, z. B. Willy Loman und Charley in Arthur Millers “Death of a Salesman”?
  • Analysiere das Verhalten der Figur in verschiedenen Situationen. Inwiefern lässt es Rückschlüsse auf ihre Wesenszüge zu?
  • Wiederholen verschiedene Figuren dasselbe Verhaltensmuster (identical reactions)?
  • Welche Hinweise gibt das sprachliche Verhalten auf Bildungsstand, Einstellung und seelische Verfassung der Figur? Analysiere Stil, Wortwahl, Satzbau und verwendete Sprachebene.

Schritt 3: Analysiere, wie das Verhältnis der Figuren zueinander ist

Die Figuren eines Dramas stehen in einem engen persönlichen, sozialen, mentalen und psychologischen Beziehungsgeflecht zueinander (constellation of characters). Man unterscheidet Hauptfiguren (main characters), die im Mittelpunkt des Geschehens stehen und häufig auftreten, sowie Neben- oder Randfiguren (minor characters), die eine untergeordnete Rolle spielen und seltener auftreten. Arbeite heraus, in welchem Verhältnis die Figuren zueinander stehen. Achte dabei auf die folgenden Aspekte:

  • Welche Figuren sind partnerschaftlich verbunden? Aufgrund welcher Gemeinsamkeiten?
  • Lassen sich Figuren innerhalb einer Gruppe hierarchisch ordnen?
  • Welche Figuren stehen sich als Gegner gegenüber? Aufgrund welcher Interessen?
  • Ist die Konstellation stabil? Oder ändern sich die Partnerschaften, Gegnerschaften und Machtverhältnisse?

Folgende Elemente der Figurensprache geben Hinweise, welcher Art die Beziehung von Figuren zueinander ist:

  • Der Kommunikationsstil verdeutlicht etwa in Anreden, Unterbrechungen, Einwürfen usw. die Beziehung der Figuren zueinander. Unterbricht eine Figur die andere? Verwendet sie Höflichkeitsfloskeln?
  • Findet eine symmetrische Kommunikation statt, bei der die Stellung der Sprecher gleich und gleichberechtigt ist? Oder handelt es sich um eine komplementäre Kommunikation, bei der es überlegene und unterlegene Sprecher gibt?
  • Prüfe, ob es typische Gesprächsmuster gibt, wie z. B. Fragen – Antworten, Vorwerfen – Rechtfertigen.
  • Moderne Dramen thematisieren gelegentlich die Beziehungslosigkeit der Figuren. In solchen Fällen kommt es zu einem Fehlen der Kommunikation (absence of communication). Finden sich Handlungsweisen, die zu einer Störung (disturbed communication) oder zum Scheitern der Kommunikation (z. B. “silence” oder “pause”) führen? Hören sich die Figuren nicht zu (not listening to), reden sie aneinander vorbei (talking at cross purposes) oder verschweigen sie ihre wahren Beweggründe (concealing one’s true motives)?

Lösung

The way Macbeth addresses his wife (“dearest chuck”) reveals that theirs is a very strong relationship full of tenderness. Macbeth seems to be concerned about his wife, so his intention is to save her from new guilt (“be innocent of the knowledge”). He responds to her confusion (l. 10) by reassuring her and cheering her up (l. 11). Although he appears to be powerful to his wife, he still is in need of support himself. So he invokes Night to assist him in covering (“seeling”, “Scarf up”) his deeds from daylight. In order to express these ideas, Shakespeare uses a personification of night and day (ll. 2–6). Metaphors used to illustrate Macbeth’s crime are the cloak metaphor (“Scarf up”) and the “bond” which stands for Banquo’s life. As taking Banquo’s life away makes him turn “pale” Macbeth still seems to feel scruples about killing Banquo. So instead of killing Banquo himself, he wants Night to destroy the “bond” “with thy [ …] hand”, which will release him of all responsibility. To increase the urgency of his plea, Macbeth enforces “cancel” by adding the paraphrase “and tear to pieces”. The middle part of the monologue establishes a contrast between innocence (“innocent”, “ tender”, “pitiful”, ”Good things of day”) and evil (“black agents”) which is underlined by the contrasts of day and night, light and darkness. Thus Macbeth’s speech reflects the Great Chain of Being the Elizabethans believed in.

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