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Wie du den Inhalt und Aufbau eines Gedichtes erfasst


Aufgabe

What is the theme of Shakespeare’s sonnet?
How is the theme in Shakespeare’s sonnet presented?

William Shakespeare (1564–1616)
Sonnet 18
Shall I compare thee to a summer’s day?
Thou art more lovely and more temperate.
Rough winds do shake the darling buds of May,
And summer’s lease hath all too short a date.
Sometime too hot the eye of heaven shines,
And often is his gold complexion dimm’d
And every fair from fair sometimes declines,
By chance, or nature’s changing course, untrimm’d;
But thy eternal summer shall not fade,
Nor lose possession of that fair thou owest,
Nor shall Death brag thou wander’st in his shade,
When in eternal lines to time thou growest
So long as man can breathe or eyes can see,
So long lives this, and this gives life to thee.

Schritt 1: Erfasse den Inhalt des Gedichts

Thema und Titel

Gedichte und Lieder sind thematisch nicht festgelegt: Alltägliche Themen können ebenso behandelt werden wie gesellschaftskritische. Sie spiegeln häufig die persönliche Sichtweise des Sprechers, des lyrischen Ichs (lyrical I / speaker), wider. Sie thematisieren innere Vorgänge: bewegende Eindrücke oder Erfahrungen, tiefe Gefühle, gedankliche Reflexionen.
Bestimme, welches Thema das Gedicht behandelt (z. B. Liebe, Natur, Tod, Politik usw.), und prüfe, wie die Inhalte gestaltet werden. Geht es um Erlebnisse oder Empfindungen, die anschaulich und gegenständlich dargestellt werden (bildhafte Lyrik), oder werden weltanschauliche Themen oder theoretische Fragen behandelt (Gedankenlyrik)?
Prüfe, in welchem Verhältnis Titel und Text zueinander stehen. Weist der Titel auf wichtige Elemente des Inhalts wie Hauptpersonen, einen Ort oder eine Zeit hin? Wird ein Thema oder Anlass angegeben? Achte darauf, dass Titel auch ironisch und irreführend sein können.

Gedankengang

Untersuche anschließend den gedanklichen Aufbau des Gedichts.

  • Erscheinen Gedanken, Empfindungen, Wahrnehmungen aneinandergereiht, z. B. in chronologischer Folge (linearer Aufbau),
  • stehen sie sich als Gegensätze gegenüber (antithetischer Aufbau) oder
  • laufen die Teile auf eine Forderung, ein Urteil oder Fazit hinaus (argumentativer Aufbau)?

Gedankenfiguren (sense devices) sind rhetorische Mittel (stylistic devices), die auf der Bedeutungsebene (Semantik) wirken. Benenne die Gedankenfiguren in dem Gedicht und prüfe die Wirkung, die sie für die Textaussage haben. Verstärken sie die Anschaulichkeit? Heben sie wesentliche Aussagen hervor? Unterstützen sie die Bildhaftigkeit? Stellen sie eine Beziehung zwischen Gedicht und Leser her?

Sprecher und Adressat

Verdeutliche dir die Perspektive und analysiere, um welchen Typ von Sprecher es sich handelt.

  • Gibt es ein lyrisches Ich? Wie viele Sprecher sind es? Wird ein fiktives Du angesprochen?
  • Hat der Sprecher Merkmale und Eigenschaften (Geschlecht, Alter, Beziehungen)?
  • Aus welcher räumlichen Perspektive betrachtet er seinen Gegenstand (z. B. Ferne, Nähe)?
  • Aus welcher zeitlichen Perspektive betrachtet er sein Thema (z. B. Erinnerung an die Vergangenheit)?

Motive und Stoffe

Prüfe, welche Motive oder Stoffe in dem Gedicht verwendet werden.

  • Werden Situationen und Vorgänge geschildert (z. B. Wanderung, Liebesleid)?
  • Wird in dem Gedicht von Personen gesprochen? Welche Eigenschaften und Merkmale haben sie? Sind es Personen aus Mythologie, Geschichte usw.?
  • Beschreibe den Ort, von dem gesprochen wird (z. B. Wald, Meer).
  • Spielt in dem Gedicht die Zeit eine Rolle? Steht ein geschichtlicher Zeitpunkt, eine Tagesoder Jahreszeit (Frühlingsanfang, Nacht, Weihnachten, Geburtstag) oder ein Lebensabschnitt (erste Liebe, Alter) im Mittelpunkt?

Schritt 2: Erfasse den Aufbau des Gedichts

Visuelle Signale

Die meisten Gedichte weisen Besonderheiten im Schriftbild auf. Sie helfen, bestimmte Effekte zu verstärken oder Aussagen optisch zu unterstreichen. Solche visuellen Signale bedürfen einer besonderen Betrachtung.

Bauform

Gedichte sind in der Regel in Verse (lines) und Strophen (stanzas) gleicher oder unterschiedlicher Länge eingeteilt, Lieder haben meistens einen Kehrvers (refrain).
Notiere die Anzahl der Strophen und Verse pro Strophe. Die Strophen lassen sich nach der Anzahl ihrer Zeilen unterscheiden:

  • Zweizeiler (couplet)
  • dreizeilige Strophe (tercet)
  • vierzeilige Strophe (quatrain)
  • fünfzeilige Strophe (quintain)
  • sechszeilige Strophe (sestet)
  • achtzeilige Strophe (octave)

Lösung

The poem is concerned with eternal beauty, the beauty of the person addressed by the lyrical I. It does not become fully evident whether the situation underlying the poem is a conversation between two people or whether it is a moment of solitary reflection expressed in an internal monologue. The lyrical I adores the person he has in mind; the relationship suggested between them might be that of a lover and the beautiful woman he has fallen in love with.

In the first quatrain, the sonnet opens with a rhetorical question which serves a double function: it invites the reader to follow the speaker’s train of thought and it presents the guiding idea of the poem. The initial question introduces the comparison of the beautiful person to “a summer’s day”; this is the thesis laid open to discussion in the poem. The speaker’s immediate response in the first quatrain is to reject the thesis. The person’s outward beauty (“more lovely”) and inward even-mindedness (“more temperate”) form a lasting harmony, which “a summer’s day” will never be able to match. Its beauty is likely to be upset by “rough winds” and even the whole season of summer tends to be short. The second quatrain contains further examples revealing the short-lived beauty of summer. There is no guarantee of a clear summer sky (“often is his gold complexion dimmed”) and the heat of the sun may be harmful to nature (“Sometimes too hot the eye of heaven shines”). In lines 7 to 8, the speaker arrives at the general conclusion that everything is bound to change and decline, either due to an untimely event of “change” or due to the course of nature. This conclusion contrasts sharply with the idea suggested in the third quatrain, which forms the turning point of the poem; the speaker claims that unlike summer’s beauty, the height of a person’s beauty can be immortalized in some way by describing it in “eternal lines”. In the final couplet the lyrical I affirms that lines written and poems are able to overcome the transitory nature of earthly things.

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