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Textinterpretation Lyrik mit argumentativer Auseinandersetzung: H. M. Enzensberger: „geburtsanzeige“


Lösung

a)

Hans Magnus Enzensbergers Gedicht „geburtsanzeige“ wurde 1957 veröffentlicht. In dem Gedicht geht es um das Leben, das ein Neugeborenes in der damaligen Gesellschaft erwartete. Dabei werden die Umstände und die Bedingungen des damaligen Lebens in der Gesellschaft für die Menschen sehr kritisch gesehen. Das Leben in dieser Gesellschaft erscheint als nicht lebenswert und sollte von den Heranwachsenden einer neuen Generation aktiv verändert und bekämpft werden. Es lässt sich zeigen, dass Enzensberger politische und gesellschaftliche Entwicklungen kritisierte, die um das Jahr 1957 aktuell waren. Enzensberger befürchtet unter anderem, dass die Individualität der Menschen verloren geht.

Diese Deutung kann durch eine Analyse des Gedichtes begründet werden. Zunächst fällt bereits an der äußeren Form des Gedichtes auf, dass es einen sehr gleichförmigen, geradezu uniformen Eindruck macht. Denn Enzensberger verzichtet sowohl auf die übliche Großschreibung am Satzanfang und bei Nomen als auch auf die Zeichensetzung: Bis auf einen Punkt ganz am Ende des Gedichts gibt es keine Satzzeichen.

Die „geburtsanzeige“ besteht aus sechs Strophen zu jeweils fünf Versen; die Zeilenlänge ist – mit Abweichungen von maximal zwei Silben – recht gleich gehalten, sodass der Eindruck von Gleichförmigkeit verstärkt wird. Lediglich der letzte Vers ist kürzer als die restlichen Verse – dies jedoch regelmäßig und bei jeder Strophe.

Das Gedicht steht in fünf- bis sechshebigen Jamben, die letzten Verse der Strophen sind vierhebig. Diese metrische Form wird streng durchgehalten und dadurch wird wiederum der bereits angesprochene Eindruck von Uniformität und Eintönigkeit verstärkt. Da die Strophenenden immer etwas kürzer sind als der Rest der Strophen, werden sie hervorgehoben und der Inhalt dieser Verse wird als besonders wichtig markiert. Tatsächlich wird in diesen refrainartigen Versen zusammengefasst, was das Leben in der Gesellschaft für das Neugeborene bedeutet: Es sei „verraten und verkauft“ (V. 5 und 30), „verzettelt und verbrieft“ (V. 10), „versichert und vertan“ (V. 15), „verworfen und verwirkt“ (V. 20), „verbucht verhängt verstrickt“ (V. 25). Die Geburt in diese Gesellschaft hinein ist also – aus welchem Blickwinkel man sie auch betrachtet – eher ein Verhängnis als ein erfreuliches Ereignis. Eine echte „Geburtsanzeige“ stellt das Gedicht also nicht dar. Stattdessen ist es eine ironische Veränderung und Verfremdung eines Geburtsanzeigentextes zu einer poetischen Kritik an einer gleichförmigen und negativen Gesellschaft.

Streng gleichförmig ist auch das Reimschema des Gedichts: Jede Strophe enthält einen umarmenden Reim und steht im Reimschema „a-b-c-b-c“. Somit wird nicht nur der letzte Vers jeder Strophe (durch die Verkürzung), sondern auch der jeweils erste Vers jeder Strophe (durch den ausbleibenden Reim) hervorgehoben. In diesen Versen wird immer eine Bedingung oder eine Zeit angegeben, zu welcher die folgende Beschreibung des Lebens passt. Diese Bedingung ist stets der früheste Augenblick des Lebens, sodass das Leben in Westdeutschland schon von Beginn an zum Schlechten determiniert zu sein scheint. Die Kreuzreime wiederum unterstreichen den logischen und sachlichen Zusammenhang zwischen den erwähnten Lebensaspekten, z. B. in der vierten Strophe: „(richtsatz) gilt – gedrillt“ und „(was man ihm) verbirgt – verwirkt“. Die folgerichtige und konsequente Entwicklung vom Lebensbeginn bis ins spätere Übel wird durch die Reime verdeutlicht.

Neben diesen Endreimen finden sich in dem Gedicht auch Binnen- und Stabreime, die ebenfalls eine verdeutlichende und verstärkende Funktion haben. Im fünften Vers jeder Strophe werden regelmäßig Alliterationen verwendet, (z. B. „verraten und verkauft“, V. 5 und 30). Auch innerhalb der Verse werden sie häufig eingesetzt, z. B. in Vers 13: „musterung des mords“. Binnenreime befinden sich z. B. in Vers 29: „… schrift die schiere zeit beschreibt“. Durch diese Reime wird zum einen die innere Verbindung zwischen den einzelnen Elementen unterstrichen: „musterung des mords“ bedeutet folglich, dass es zwischen Mord und Musterung einen Zusammenhang gibt. Andererseits wird durch die lautliche Ähnlichkeit ein weiteres Mal der Eindruck von Gleichförmigkeit und sogar von Uniformität hervorgerufen und verstärkt. Dieser wird zudem durch die stets männlich-stumpfen Kadenzen verstärkt, die dem Gedicht zusätzlich eine gewisse klangliche Härte verleihen, die zu den inhaltlichen Elementen passt, z. B. V. 19: „gedrillt“. Es entstehen zwar auch Kontraste wie in Vers 14 („zart“), die strenge Härte als klangliches Prinzip des Gedichts dominiert jedoch und passt insofern zu der beschriebenen Gesellschaft: Auch diese kümmert sich nicht besonders um „Zartheit“.

Hervorzuheben ist weiterhin eine dreifache Alliteration in Vers 29: „verbucht verhängt verstrickt“. Die Steigerung des üblichen Schemas durch ein weiteres Element signalisiert, dass hier ein vorläufiger Höhepunkt erreicht ist und mit der letzten Strophe ein neuer Sinnabschnitt einsetzt, in dem das lyrische Ich einen Vorschlag für Gegenmaßnahmen macht.

Zu diesen Gegenmaßnahmen gehört vor allem, dass „mit unerhörter schrift die schiere zeit“ beschrieben werden soll (V. 29). Wie schon erwähnt wurde, ist das Gedicht „geburtsanzeige“ selbst dahingehend „unerhört“, dass es auf Interpunktion und Großschreibung verzichtet. An mehreren Stellen im Gedicht fällt der Satzbau auf, z. B. V. 22: „fest steht was es bezahlt für milch und telefon“. Durch diese Umstellungen werden inhaltliche Schwerpunkt – die materiellen Bedingungen des Lebens – an das Versende gesetzt und die Bedeutung der Aussage betont.

Der Satzbau ist ansonsten wie der Rest des Gedichtes verhältnismäßig „uniform“: Der erste Vers leitet stets einen Satz mit temporaler oder konditionaler Satzlogik ein (wenn, wenn, wenn, noch, wenn, wenn) und der letzte Vers jeder Strophe besteht aus einem einfachen Hauptsatz. Strophenenjambements gibt es nicht – aber einzelne Zeilensprünge. Durch das Fehlen von Satzzeichen ist der Satzbau zudem gelegentlich unklar und auch innerhalb einzelner Verse gibt es (verdeckt) einzelne Satzenden, z. B. V. 13: „der musterung des mords[.] der scharlatan“, und V. 17: „wieviel es netto abwirft[.] welcher richtsatz gilt“. Insgesamt sind dies jedoch die Ausnahmen von der – erneut – sehr streng und konsequent durchgehaltenen Regel. Der regelmäßige und geordnete Satzbau des Gedichts erhöht ein weiteres Mal den Eindruck von Gleichförmigkeit. Dazu kommt, dass einzelne Sätze wiederholt oder variiert werden: Vers 5 und 30 sind identisch und markieren Anfang und Ende des Gedichts. Die anderen Strophenschlüsse ähneln einander durch den parallelen Aufbau sehr stark. So wird die Variation des Leitmotivs durch alle Stationen des ganzen Gedichtes deutlich: die Verloren- und Verlassenheit des Menschen mit seinen individuellen Ansprüchen in der Gesellschaft.

Die Verse sind die einzelnen Stationen, die schrittweise vom ersten Moment des Lebens (Strophe 1) bis zum Tod (Strophe 5) führen. Das gesamte Leben erscheint bereits seit der Geburt restlos eingerichtet und vorbestimmt. Da jede Strophe den Schwerpunkt auf einen anderen Lebensabschnitt legt, findet sich in den einzelnen Strophen Vokabular (v. a. Nomen und Adjektive beziehungsweise Partizipien), das auf die jeweiligen Lebensbereiche verweist – in der zweiten Strophe wird das Thema des Handels und der Finanzen eingeführt: „bezahlt“, „tratte“, „verzettelt“, „verbrieft“; die dritte Strophe thematisiert den Kriegsdienst: „strategen“, „musterung“, „mord“ usw. Alle Nomen und Attribute, die auf diese Weise angehäuft werden, entstammen eher sachlichen, ins Negative tendierenden Bedeutungsfeldern.
Die starke Häufung von Partizipien (geworfen, gesäumt, ausgeträumt) und Passivkonstruktionen bewirkt, dass das Leben als gelenkt und „gemacht“ erscheint. Die Lebensinitiative geht nicht vom Individuum aus, sondern von den gesellschaftlichen Institutionen. Auf diese starke Regelung verweist zudem der verwendete Nominalstil (z. B. V. 13 f.: „der musterung des mords der scharlatan / drückt seinen daumen unter den vertrag“). Es entsteht der Eindruck einer starren, unlebendigen Lebensordnung. Durch die Wiederholung der Endverse – vor allem in der apellartigen letzten Strophe – wird die Stimmung mahnend und agitierend: All diese Missstände sollten Anlass für eine neue „schrift“ sein, d. h. vielleicht: für eine neue Kunst oder Denkweise.
Künstlerisch gestaltet ist auch zum Teil die Sprache des Gedichts: Man findet mehrere sprachliche Bilder, so z. B. Metonymien (V. 1: „bündel“ für den ganzen Menschen; V. 22: „milch und telefon“ für die Sorgen des Alltags). Durch die Metonymien wird das Leben bildlich auf materielle Zusammenhänge „geschrumpft“, was in dem Gedicht auch ein Kritikpunkt an der Gesellschaft ist.

In Vers 23 ist die Rede davon, dass der Mensch „im grauen bett erstickt“ – dabei handelt es sich erneut um eine Metapher oder Metonymie, die jedoch nicht restlos auflösbar ist. Das „graue bett“ ist ein freudloser Ort der Ruhigstellung und des Komforts, vielleicht aber auch bereits das Grab. Die „grube“ (V. 27), d. h. das Grabloch, ist eine Metapher für das Leben, das dem Individuum in der Gesellschaft zugedacht wird. Durch die Sprachbilder wird also immer die Verkehrung des Lebens in eine geordnete und leblose Sache deutlich. Das betrifft auch die Gleichsetzung von „tinte und blut“ in Vers 9.

Das Oxymoron vom „süßlichen gestank“ (V. 11) könnte auf eine Gesellschaft verweisen, die vordergründig erstrebenswert (süß) ist, eigentlich jedoch übel (gestank).
Zahlreiche Doppeldeutigkeiten im Text verstärken den Eindruck der Verlorenheit des Menschen. In Vers 1 ist die Rede davon, dass der Mensch „auf die welt geworfen“ wird – „geworfen“ kann im Sinne von „ein Junges werfen“ verstanden werden, wodurch der Mensch zu etwas bloß Tierischem degradiert würde. Es kann aber auch im Sinne eines mechanischen Schleuderns verstanden werden; das wäre erst recht eine respektlose Behandlung. Vers 10 spricht davon, dass der Mensch „verzettelt“ sei – dies kann sowohl heißen, dass er in die Gesellschaft „verstrickt“ ist, als auch, dass er zu einer rein schriftlich existierenden Angelegenheit degradiert wird. „[V]erstrickt“ (V. 25) evoziert außerdem die Vorstellung eines Marionettenmenschen: An Seilen aufgehängt wird er von anderen gelenkt.

Die „musterung des mords“ (V. 13) enthält eine Personifikation des Mordes, der dem Individuum in der Gesellschaft also als Funktionsträger (während der militärischen Musterung) entgegentritt. Dabei handelt es sich um einen Hinweis auf die Debatte um die Wiedereinführung der Wehrpflicht, die zur Entstehungszeit des Gedichts (1957) geführt wurde. Die Wiederbewaffnung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg wird damit in ein schlechtes Licht gerückt. Damit einhergehen könnte die Furcht, dass das Individuum erneut – wie im Faschismus – in einer uniformierten und lebensfeindlichen Gesellschaft zerrieben werden könnte. Die gleichförmige Gestaltung und die kalte, rein sachliche Behandlung des Menschen im Gedicht „geburtsanzeige“ verleihen dieser Sorge Ausdruck. Einen Ausweg aus dieser gefährlichen Lage erkennt der lyrische Sprecher in der Verwendung einer „unerhörten schrift“, d. h. in einer neuartigen Kunst.

Der erste Eindruck des Gedichts und die Deutungshypothese haben sich also durch die Untersuchung bestätigt: Der lyrische Sprecher drückt mit dem Gedicht „geburtsanzeige“ seine Sorge vor der Uniformierung und „Entmenschlichung“ der Gesellschaft aus. Ob seine Lösung – die Revolte durch eine „unerhörte schrift“, d. h. durch eine kritische Kunst –ausreicht, ist zweifelhaft. Jedenfalls erfüllt diese Art der Kunst, für die auch dieses Gedicht steht, die Funktion des Aufrüttelns und Wachrütelns sehrt gut, indem es Missstände in sehr drastischen Worten deutlich macht.

Aufgabe b)

In Enzensbergers Gedicht „geburtsanzeige“ von 1957 wird die damalige bundesdeutsche Wirklichkeit aus der Sicht eines lyrischen Ichs beschrieben. Obwohl der Titel „geburtsanzeige“ lautet, nimmt sich das lyrische Ich einige poetische Freiheiten heraus. Es ist daher fraglich, ob in dem Gedicht die tatsächliche Wirklichkeit um 1957 beschrieben wird oder nicht viel mehr ein „Kunstprodukt“. Noch fraglicher ist jedoch, ob die Wirklichkeitsauffassung, die in dem Gedicht zum Ausdruck kommt, auch heute noch zutrifft. Denn immerhin sind inzwischen über 57 Jahre ins Land gegangen. Diese Frage soll in den folgenden Ausführungen erörtert werden.

Bei Enzensberger erscheint die Welt vollständig durchorganisiert und geregelt. Schon ein Neugeborenes ist deswegen bereits völlig eingeplant. Das Leben ist so vorherbestimmt, dass es auf die besonderen Interessen von Einzelnen gar nicht mehr ankommt und stattdessen gesellschaftliche Verträge und finanzielle Interessen zählen (wie der Nettogewinn, der durch einen Menschen erzielt werden kann). Individuen sind in dieser Welt quantifizierbar: Sie können „verbucht“ (V. 25) und alle ihre Lebensstationen „beziffert“ (V. 12) werden.

Die Lebensbereiche, die in dem Gedicht erwähnt werden, sind auch heute noch relevant, z. B. das Thema Krieg. Weltweit nehmen militärische Konflikte zu. Beispiele dafür sind der Gazakonflikt, der Bürgerkrieg in der Ukraine sowie die Terroraktionen des ISIS. Zwar ist die „Musterung“ nach der Abschaffung der Wehrpflicht in Deutschland nicht mehr zwingend, aber ein stärkerer kriegerischer Einsatz Deutschlands in der Welt wird wie bereits 1957 diskutiert (z. B. hat Bundespräsident Gauck eine solche Debatte angestoßen).

Das Leben ist auch nach wie vor durch gesetzliche Pflichten geregelt. Das gilt unter anderem für die Schulpflicht. Ob die „Durchregelung“ des Lebens so vollständig ist wie in Enzensbergers Gedicht, kann man aber bestreiten. Enzensberger erwähnt auch den Bereich Bildung in seinem Gedicht (V. 18: „was man es lehrt und was man ihm verbirgt“). Tatsächlich lässt sich die Schule auch als eine gesellschaftliche Einrichtung begreifen, die die Jugend formen soll – oder auch gerade nicht: „was man ihm verbirgt“ ist so gesehen das Entscheidende. Die Diskussion über das aktuelle Bildungssystem zeigt, dass nicht alle Menschen die gleichen Bildungschancen erhalten und so gesehen tatsächlich von der Gesellschaft „verworfen und verwirkt“ (V. 20) werden.

Zudem existiert die Angst, dass selbst der Bildungsbereich zunehmend von wirtschaftlichen Interessen geprägt wird. Schulsponsoren und durch Wirtschaftsinstitute finanzierte Forschungsarbeiten zum Bildungssystem weisen auch heute in diese Richtung: Das ganze Leben wird so gesehen von wirtschaftlichen Interessen bestimmt. Die wirtschaftliche Sorge wird für die Individuen dadurch nicht kleiner. Die alltäglichen Kosten wie „milch und telefon“ (V. 22) sind für viele Menschen schwer zu tragen.

Da Enzensberger in seinem Gedicht ausschließlich negative Aspekte erwähnt, erscheint die Wirklichkeit als vollständig menschenfeindlich, als durch und durch trostlos, „zugerichtet kalt zerrauft“ (V. 28). Deswegen ist das Gedicht eine „unerhörte schrift“ (V. 29), die wahrscheinlich auch gar nicht 1 : 1 die Wirklichkeit abbilden soll, sondern eine übertreibende Kritik an der Wirklichkeit. Denn Enzensberger sieht als Ausweg aus der ganzen Verzettelung bloß die Möglichkeit, mit „unerhörter schrift die schiere zeit“ (V. 29) zu beschreiben, d. h. hinter das Trugbild der Gesellschaft und ihren „süßlichen gestank“ (V. 11) zu sehen und die „wahre Wirklichkeit“ wieder in die Diskussion zu bringen.

Eine solche Aktion, etwa als politische oder wirtschaftliche Sprachkritik, ist auch für die heutige Situation sicherlich sinnvoll. Ein hyperbolisch negatives Wirklichkeitsbild ist deswegen auch heute noch passend, wenn sein Zweck die Verbesserung einzelner Aspekte der Wirklichkeit ist – selbst dann, wenn diese Wirklichkeit nicht so vollständig verdorben ist, wie es in der Übertreibung dargestellt wird.

Denn schließlich gibt es für das Individuum heute auch ein paar Rückzugsorte – zum Beispiel in der Freundschaft oder in der Liebe –, in denen sein Leben nicht so uniform und fremdbestimmt ist, wie es Enzensbergers „geburtsanzeige“ darstellt.

Insgesamt sieht es deswegen so aus, als ob die Sicht auf die Wirklichkeit, die in dem Gedicht zum Ausdruck kommt, für die heutige Zeit tatsächlich noch zutrifft – aber bloß dann, wenn man sie als die Kritik und die Übertreibung versteht, die sie ist. Das, was die „schiere zeit“ ist (V. 29), lässt sich wahrscheinlich gar nicht endgültig sagen – weder für die Zeit um 1957 noch für die heutige.

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