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Texterörterung: B. A. Sörensen: „Furcht und Liebe. Die Doppelheit des Patriarchalismus“ (1984)


Lösung

Die Epoche der Aufklärung kann als Beginn der Moderne angesehen werden, denn herkömmliche Vorstellungen wurden infrage gestellt und ein neues Weltbild wurde entwickelt. Kirche und Religion sowie die feudale Ordnung wurden kritisiert, Toleranz und Humanität gerühmt. Im Mittelpunkt stand die Vernunft, mit der die Wirklichkeit rational erfasst, beleuchtet und erkannt werden sollte. Der bedeutendste deutsche Schriftsteller der Aufklärung, Gotthold Ephraim Lessing, hat sich in seinen Werken kritisch mit wesentlichen Auffassungen dieser Epoche auseinandergesetzt.

In dem Aufsatz „Furcht und Liebe. Die Doppelheit des Patriarchalismus“, der seinem 1984 veröffentlichten Werk „Herrschaft und Zärtlichkeit. Der Patriarchalismus und das Drama im 18. Jahrhundert“ entnommen wurde, thematisiert der dänische Germanist Bengt Algot Sörensen die traditionelle Rolle des Mannes als Oberhaupt eines Haushalts, dem nicht nur Ehefrau und Kinder, sondern auch die im Hauswesen Beschäftigten angehören. Im Folgenden werden seine Ausführungen zur Rolle des Vaters im 18. Jahrhundert vorgestellt und dann überprüft, indem sie auf Ephraim Gotthold Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ und auf Lessings dramentheoretische Positionen bezogen werden.

Der vorliegende gekürzte Auszug, Teil einer wissenschaftlichen Publikation des Literaturwissenschaftlers Bengt Algot Sörensen, stellt den Begriff Patriarchalismus und die veränderte Sicht auf die patriarchalische Wortfügung „Furcht und Liebe“ am Ende des 18. Jahrhunderts differenziert dar. Er ist an ein Fachpublikum gerichtet, das sich mit dem Thema Patriarchalismus beschäftigt, zum Beispiel Studierende oder Wissenschaftler.

Der Textauszug lässt sich in drei Sinneinheiten gliedern. Der erste Sinnabschnitt (Z. 1–17) dient der Erklärung des Begriffs Patriarchalismus. Er umfasst laut Sörensen zwei Merkmale: den väterlichen Herrschaftsanspruch und den Schutz der zum Hausstand Gehörigen. Schon im römischen Haushalt habe der sogenannte pater familias diese Doppelrolle wahrnehmen müssen. Die Tatsache, dass der Hausvater den Angehörigen seines Hauses Sicherheit gewähren und sie beschützen musste, begründet für Sörensen die moralische Rechtfertigung für die Ausübung von Macht. Gleichzeitig sei an den patriarchalischen Haushaltsvorstand die Erwartung gestellt worden, sein Amt einerseits ernst und streng, andererseits gütig und fürsorglich auszuüben.

In der zweiten Sinneinheit (Z. 18–22) geht es um die Untergebenen und ihre ambivalenten Gefühle gegenüber dem Hausvater. Laut Sörensen empfinden sie dem Hausvater gegenüber traditionell „‚Furcht und Liebe‘“ (Z. 16).

Die Veränderungen, die sich zum Ende des 18. Jahrhunderts hinsichtlich der Auffassung der patriarchalischen Vaterrolle ergeben haben, stehen im Mittelpunkt der dritten Sinneinheit (Z. 23–29). Sörensen erklärt, die beiden gegensätzlichen Gefühle Furcht und Liebe seien nicht mehr als vereinbar gesehen worden. Deshalb habe man um 1800 den Begriff Furcht im Rahmen der Familie nicht mehr verwendet. Doch betont der Germanist, dass der Patriarchalismus als Herrschaftsform weiterhin ein gängiges soziales Modell geblieben sei.

In seiner Darstellung des Patriarchalismus erklärt Sörensen den Begriff Patriarchalismus und die veränderte Sicht auf die patriarchalische Vaterrolle um 1800. Wie die Überschrift „Furcht und Liebe. Die Doppelheit des Patriarchalismus“ bereits zum Ausdruck bringt, legt der Verfasser den Schwerpunkt auf die Doppelgesichtigkeit des patriarchalistischen Prinzips, da er es mit zwei gegensätzlichen Begriffen charakterisiert.

Der Textauszug ist übersichtlich gegliedert und trotz mehrerer Kürzungen kann der Leser den Gedankengang gut nachvollziehen. Indem das Adverb „nur“ (Z. 1) kursiv gedruckt ist, wird die Aussage „nur als eine Form der Herrschaft“ hervorgehoben und der Leser auf weitere Gründe für den Patriarchalismus hingewiesen. Dass Sörensens Text eine wissenschaftliche Publikation ist, zeigt sich beispielsweise an dem Textzitat (vgl. Z. 5 f.) und der angegebenen Textquelle (vgl. Fußnote 2), die auf eine weitere wissenschaftliche Publikation verweist. Auch das verwendete Fachvokabular, zum Beispiel „Legitimierung“ (Z. 9) und „familiales Muster“ (Z. 27), verdeutlicht den wissenschaftlichen Anspruch. Die Verwendung fachsprachlicher Begriffe erfordert eine gedankliche Auseinandersetzung und möglicherweise auch Nachschlagen, um die Bedeutung richtig zu erfassen. So müssen beispielsweise das Kompositum „Autoritätsordnung“ (Z. 7) und das Verb „ideologisieren“ richtig erschlossen werden, will man die Aussagen des Textes differenziert verstehen. Der bildungssprachliche Anspruch des Autors zeigt sich bei der Verwendung des lateinischen Begriffs „pater familias“ sowie der lateinischen Ausdrucksweise „idealiter“.

Sörensen verwendet einen sachlichen, bildungssprachlichen Stil. Indem er auch einfache Aussagesätze und Parataxen benutzt, bietet der Satzbau keine besonderen Verständnisprobleme. Auch sind die Hypotaxen übersichtlich konstruiert (vgl. z. B. Z. 13–17). Auffällig ist die Verwendung von Passivkonstruktionen (vgl. Z. 1 f., 10 f., 15–17, 18–22), die nicht den Handlungsträger, sondern den Sachinhalt in den Vordergrund stellen.

Zahlreiche Begriffspaare kennzeichnen den Textauszug. Diese stilistische Besonderheit harmoniert einerseits mit der inhaltlichen Aussage (z. B. „Schutz und Sicherheit“, Z. 9), andererseits dient sie der Präzisierung (z. B. „verbindliche Norm und allgemein anerkannte Wertvorstellung“, Z. 23 f.). Interessant ist die Verwendung des Personalpronomens „wir“ im Satz „Um 1800 sind wir dann so weit, daß Furcht und Liebe immer häufiger als zwei unvereinbare und feindliche Gefühle mit einander kontrastiert werden“ (Z. 1820). Hier stellt der Verfasser eine Verbindung zum Rezipienten her und aktiviert auf diese Weise das Vorstellungsvermögen seiner Leser.

Sörensen vermittelt dem Leser in seiner gut strukturierten Darstellung wichtige Informationen zur sozialen Rolle des Haus- und Familienvaters. Er bezieht sich sowohl auf die römische Form des Patriarchalismus wie auch auf die Veränderungen in den Norm- und Wertvorstellungen im Verlauf des 18. Jahrhunderts. Allerdings gibt er keine Beispiele: Er bezieht sich weder auf Sachtexte noch auf eine literarische Verarbeitung des Themas in der damaligen Zeit, um seine Aussagen zu konkretisieren und zu veranschaulichen. Im Folgenden soll erörtert werden, inwiefern Sörensens Auffassungen von der Rolle des Vaters im 18. Jahrhundert auf die Figur Nathan in Lessings Drama „Nathan der Weise“ zutreffen.

Als wesentlichen Aspekt des Patriarchalismus nennt Sörensen die „Machtposition des Hausvaters“ (Z. 8), die jedoch an die Verpflichtung gebunden sei, die Hausangehörigen zu beschützen und für sie zu sorgen. Der Vater als Familienoberhaupt verkörpert demnach Macht und Autorität sowohl innerhalb als auch außerhalb der Familie, denn er muss für den Schutz seines Hauses und seiner Untergebenen sorgen. Auch Nathan beansprucht für sich die Rolle des Hausvaters: Er hat ein Haus und eine Familie, die aus seiner Tochter Recha und deren Gesellschafterin Daja besteht. Da er ein Händler ist, der mit seinen Waren bis nach Babylon zieht, muss er sein Haus oft für längere Zeit verlassen. Die erste Szene des Dramas zeigt ihn bei seiner Rückkehr, wie er von Daja vom Brand in seinem Haus und von Rechas wundersamer Rettung durch einen Tempelherrn erfährt. Hier zeigt sich, dass Nathan nicht in der Lage war, seine Familie zu beschützen, und dass ein Fremder seine Tochter aus dem brennenden Haus gerettet und in Sicherheit gebracht hat. Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit kann Nathan also in seinem Haushalt nicht dauerhaft Schutz und Sicherheit bieten. Indem er jedoch dem Tempelherrn seinen Dank erweist, bewahrt er seine Autorität und handelt im Dienste der Familie. Dass Nathan am Ende der Begegnung dem Tempelherrn seine Freundschaft anbietet, zeigt allerdings, dass er ihm nicht als patriarchalischer Hausherr, sondern als Menschenfreund begegnet. Der Tempelherr wiederum respektiert Nathans Rolle als Hausherr und die patriarchalische Hausordnung: Er betritt nicht ohne eine offizielle Einladung das Haus und verlässt es, als er bemerkt, dass er mit Recha allein ist, um die Tochter nicht in Verruf zu bringen.

Dass sich Nathan selbst in der Rolle des bestimmenden Familienvaters sieht, zeigt sein Verhalten gegenüber Daja. Dies wird ebenfalls bereits am Anfang des Dramas deutlich, als Rechas Gesellschafterin über ihre Gewissensbisse spricht, weil Nathan sie dazu zwingt, seine Tochter, die in Wirklichkeit angenommen und christlich getauft ist, auf eine bestimmte Art zu erziehen. Nathan lässt sich jedoch auf kein Gespräch ein. Weder begründet er, warum er seiner angenommenen Tochter bisher nicht die Wahrheit über ihre Herkunft gesagt hat, noch erklärt er, wie er in Zukunft mit diesem Geheimnis umgehen möchte. Das Einzige, was er macht: Er beschenkt Daja reichlich, verlangt aber als Gegenleistung ihr Schweigen. Sie darf nicht die Wahrheit sagen, sondern muss sich seiner Anordnung fügen. Nathans Verhalten wirkt an dieser Stelle autoritär, Daja fasst Nathans Geschenke als Bestechung auf.

Nathan wird somit den Anforderungen nicht immer gerecht: Er ist zwar eine Autoritätsperson und setzt seine Machtposition gegenüber Daja durch, doch kann er als reisender Händler nicht dauerhaft seine Familie beschützen.

Als weiteres Charakteristikum des Hausvaters nennt Sörensen zum einen „Ernst und Strenge“ (Z. 12), zum anderen „Milde und Liebe“ (Z. 12). Dass Nathan ein liebender Vater ist, zeigt sich während der ganzen Handlung des Dramas. Bei allem, was er macht, geht es ihm um Rechas Wohlergehen. Doch ist die Liebe zu den Menschen bei Nathan eine Grundeinstellung, die über religiösen Geboten und verwandtschaftlichen Beziehungen steht und zu der er sich seit einer furchtbaren Lebenskrise bekennt: Seine erste Familie wurde von Christen ermordet, doch als die kleine Recha in seine Obhut kam, fand er wieder einen Sinn im Leben. Allerdings benimmt sich Nathan durchaus auch als Vater mit erzieherischen Prinzipien, der die Schwärmerei seiner Tochter nicht einfach hinnimmt. Recha glaubt nämlich, dass sie von einer überirdischen Macht, einem Engel, gerettet worden sei, und Nathan will sie mit rationalen, vernünftigen Gründen davon überzeugen, dass dies eine irrige Vorstellung ist. Allerdings übertreibt er sein Erziehungsprogramm und jagt ihr Angst ein, als er ihr erklärt, dass ihr Retter todkrank sein könnte und sie ihm möglicherweise durch ihren Engelsglauben nötige Hilfe vorenthält. Hier wird deutlich, dass Nathan der Doppelrolle des strengen und liebenden Vaters gerecht wird.

Die Gefühle, die der patriarchalische Hausvater bei seinen Untergebenen traditionell auslöst, bezeichnet Sörensen mit den Begriffen Furcht und Liebe. Er betont jedoch, dass sich die Wertvorstellungen bis 1800 dahingehend geändert hatten, dass die Liebe in den Vordergrund rückte und zumindest offiziell nicht mehr von Furcht die Rede war. In Nathans Familie spielt tatsächlich Furcht gegenüber dem Vater und Hausherrn keine Rolle. Recha liebt ihren (Zieh-)Vater so sehr, dass sie nach der Enthüllung ihrer wahren Herkunft nur eine Angst hat, nämlich ihn und seine Liebe zu verlieren. Auch Daja empfindet keinerlei Furcht vor ihrem Hausherrn, Nathan. Zwar hat sie sich viele Jahre Nathans häuslicher Macht unterworfen, doch hat sie auch immer wieder gegen seinen Entschluss rebelliert, Rechas wahre Herkunft geheim zu halten. Sie versteht Nathans wahren Grund nicht, nämlich den Schutz Rechas, und Nathan erklärt ihn ihr auch nicht, sondern vertraut darauf, dass Daja seine Rolle als Familienvater respektiert und sich seinen Anordnungen fügt. Indem er sie reich beschenkt, zeigt er ihr jedoch nicht nur seine Dankbarkeit, sondern belohnt sie auch für ihr Schweigen. Dass sich Daja im Verlauf der Handlung offen Nathans Anordnung widersetzt, ihr Schweigegebot bricht und das Familiengeheimnis von Rechas christlicher Herkunft verrät, zeigt, wie gefährdet Nathans Rolle als Familienvater ist.

Interessant ist bei der Auseinandersetzung mit einem Drama nicht nur, was sich innerhalb der Handlung abspielt, sondern auch die Wirkung, die es beim Rezipienten auslösen soll. Auch für Lessing stand die Wirkung auf die Zuschauer im Zentrum seiner Überlegungen. Er bezieht sich in seinen dramentheoretischen Überlegungen in seiner „Hamburgischen Dramaturgie“ auf eine wesentliche Aussage in Aristoteles’ Poetik zum Drama: Die Empfindung von Mitleid und Furcht soll eine Reinigung, von Aristoteles Katharsis genannt, von eben diesen Gefühlen bewirken. Lessing will allerdings die Zuschauer dazu bringen, nicht nur während der Rezeption eines Dramas Gefühlsreaktionen zu erleben und sich dabei von ihnen zu entlasten, sich also zu reinigen. Als Aufklärer will er die Rezipienten erziehen: Sie sollen während der Theateraufführung Mitleid fühlen, sie sollen aber vor allem ihre Mitleidsfähigkeit erweitern, sich von einem Unglücklichen rühren zu lassen. Für Lessing ist nämlich der mitleidigste Mensch der beste Mensch. Auch in seiner dramentheoretischen Position spielt also der Begriff Furcht eine ganz untergeordnete Rolle.

Wird dieser Anspruch auf die Figur Nathan übertragen, so sollen die Zuschauer weniger fürchten, in Nathans Lage zu geraten, sich dafür jedoch umso mehr in seine Lage hineinversetzen und Mitleid mit ihm haben. Denn der reiche Jude, der das Gute um des Guten willen tut und der die Menschen bedingungslos liebt, selbst seinen Feind, ist bemitleidenswert: Christen haben bei einem Pogrom seinen Lebensinhalt, seine leibliche Familie, getötet. Im Verlauf des Dramas ist er in höchster Gefahr, Recha, sein neues Lebensglück, ebenfalls zu verlieren. Zwar ist der Schluss des Dramas versöhnlich und nicht nur Recha bzw. Blanda von Filneck, sondern auch ihr leiblicher Bruder Leu von Filneck bzw. Curd von Stauffen, der Tempelherr, bekennen sich zu Nathan als – sozialem – Vater. Doch aufgrund der fehlenden verwandtschaftlichen Bindungen und der unterschiedlichen Religionen ist die Zukunft dieser Beziehung fraglich: Recha und Curd sind die Kinder einer deutschen Christin und von Assad, Saladins Bruder. Somit sind sie Nichte und Neffe von Saladin und Sittah, die nun ebenfalls ihre Zugehörigkeit und Liebe fordern, allerdings aufgrund der Blutsverwandtschaft. Deshalb muss Nathans Position als Familienvater am Ende des Stücks mit einem Fragezeichen versehen werden.

In Lessings Drama zeigt sich, dass Recha Nathans väterliche Autorität auch nach der Enthüllung der Wahrheit ohne Einschränkung akzeptiert, obgleich oder gerade weil sie nicht aufgrund einer biologischen Vaterschaft besteht, und er seine Vaterrolle mit Liebe und aufklärerischer Vernunft wahrnimmt. Daja dagegen hat Nathan als Familienoberhaupt nur hingenommen, aber nie als solches anerkannt. Für sie, die in ihrem christlichen Glauben verhaftet ist, ist der Gedanke unerträglich, dass ein Jude ein christlich getauftes Kind erzieht, und zwar ohne eine ausdrücklich religiöse Unterweisung.

In Bezug auf sein Handeln als Familienvater wird deutlich, dass sich Nathan dem Konzept des Patriarchalismus verpflichtet fühlt. Dabei verkörpert er den Typus eines Familienvaters, wie er am Ende des 18. Jahrhunderts favorisiert wurde: Sein Verständnis der Vaterrolle ist so sehr von gegenseitiger Liebe und Zuneigung geprägt, dass Furcht keine Rolle mehr spielt. In dieser Konstellation bilden Sicherheit und Schutz die Basis für ein glückliches Zusammenleben. Nathan verkörpert also das Idealbild eines Familienvaters, der seine Position nicht aufgrund der äußeren Autoritätsordnung innehat. Doch repräsentiert Nathan zugleich eine moderne, aufgeklärte Vorstellung: Für ihn zählt nicht die verwandtschaftliche Beziehung, sondern die emotionale und soziale Bindung als Vater und als Freund.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Sörensens Ausführungen zur patriarchalischen Vaterrolle im 18. Jahrhundert ein lohnender Ansatzpunkt sind, um Nathans Rolle im Drama, insbesondere seine Rolle als Familienoberhaupt, zu reflektieren. Allerdings schränkt diese Art der Betrachtung den Blick auf Nathan ein und wird somit dieser komplexen Figur nur ansatzweise gerecht. Die im Titel des Dramas ausgedrückte Charakterisierung Nathans als weiser Mann, seine Vorbildfunktion als aufgeklärter Weiser, kann bei einer Erörterung seiner Vaterrolle nicht differenziert genug berücksichtigt werden. 

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