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Erschließen eines literarischen Textes, Romanauszug: E. T. A. Hoffmann: „Das öde Haus“


Aufgabe

  1. Erschließen und interpretieren Sie den folgenden Textausschnitt! Beziehen Sie die Kerngedanken des beigefügten Materials in Ihre Überlegungen ein und berücksichtigen Sie den literaturgeschichtlichen Hintergrund!
  2. Legen Sie ausgehend von Ihren Ergebnissen vergleichend dar, wie das Unheimliche in einem anderen literarischen Werk gestaltet wird!

Der Schwerpunkt der Aufgabenstellung liegt auf Teilaufgabe a.

Vorbemerkung:
Die Erzählung Das öde Haus eröffnet den zweiten Band des Erzählzyklus Nachtstücke von E. T. A. Hoffmann. Die Freunde Franz, Lelio und Theodor unterhalten sich über die Fähigkeit, das Wunderbare im Alltag zu erkennen. In diesem Zusammenhang erzählt Theodor folgendes Erlebnis: In einer prachtvollen Allee in der Stadt B… übt ein heruntergekommenes und angeblich unbewohntes Haus magische Anziehungskraft auf ihn aus. Als er eines Tages eine Frauenhand hinter einem der Fenster bemerkt, befragt er den benachbarten Konditor, der von unheimlichen Geräuschen im Haus zu berichten weiß. Nachdem Theodor sich vergewissert hat, dass das Haus seit Langem lediglich von einem alten Hausverwalter und seinem Hund bewohnt wird, erblickt er eines Tages unversehens wieder die schöne Frauengestalt am Fenster; er nimmt auf einer Bank auf der Allee Platz, um von dort aus die Frau zu beobachten.

Material:

e._t._a._hoffmann_das_oede_haus.pdf

Lösung

​a)

Mit dem Begriff „Romantik“ verbindet man üblicherweise positive Empfindungen wie z. B. die große Liebe und die damit verbundene Sicht auf die Welt durch die berühmte rosarote Brille. Das ist aber nur eine Seite der literarischen Romantik. E. T. A. Hoffmann ist der Vertreter der sogenannten Nachtseite der Romantik, die das Unerklärliche zum Thema hat. Dies wird in dem Ausschnitt aus der Erzählung „Das öde Haus“ aus dem Jahr 1817 deutlich, die aus dem Erzählzyklus „Nachtstücke“ stammt. Der Held der Geschichte und gleichzeitig der Icherzähler Theodor berichtet seinen Freunden von der Beobachtung einer Frauengestalt in einem angeblich unbewohnten Haus. Auf diese unspektakuläre Weise bricht langsam das Unheimliche in Theodors reale Welt ein.

Im Folgenden wird der Ausschnitt aus der Erzählung erschlossen und interpretiert. Zudem werden ein beigefügter Text von Thomas Meyer zur Literatur Hoffmanns sowie der literaturgeschichtliche Hintergrund betrachtet. Abschließend wird vergleichend aufgezeigt, wie das Unheimliche in Hoffmanns „Der Sandmann“ gestaltet wird.

Der Ausschnitt thematisiert, wie Theodor die unbekannte Frau mithilfe eines Spiegels beobachtet und welche unheimliche Faszination dies auf ihn ausübt. Ein älterer Mann, der Theodor dabei beobachtet, erklärt ihm das Phänomen, was Theodor zur Kenntnis nimmt und wieder sein normales Leben führt. Er wird die Eindrücke jedoch nie ganz los, bis sie schließlich unvermittelt durch einen Blick in den Spiegel wieder präsent sind.

Der Ausschnitt beginnt in den Zeilen 1 bis 20 mit der freudigen Feststellung Theodors, die Frau am Fenster wiedererkannt zu haben, woraufhin er völlig fasziniert von ihrem Anblick ist. Er bemerkt kaum, dass ein fahrender Händler sich nähert, dem er nach dessen aufdringlichem Auftreten einen kleinen Taschenspiegel abkauft, um die Störung so schnell wie möglich zu beseitigen. Theodor stellt fest, dass sich das Haus mithilfe des Spiegels unauffällig beobachten lässt.

Im folgenden Abschnitt von Zeile 21 bis 46 wird deutlich, wie sehr Theodor von dem Frauenbild im Fenster gebannt ist, was für ihn selbst sehr „seltsam“ (Z. 23) ist und als „waches Träumen“ (Z. 23 f.) bezeichnet wird. Dieser Zustand ist Auslöser für eine kurze Darstellung einer Kindheitserinnerung  (Z. 27–40) mit einem Spiegel, der in Zusammenhang mit einer grusligen Geschichte seiner Kinderfrau steht. Nach einem Blick in den Spiegel „gucke ein fremdes, garstiges Gesicht heraus, und der Kinder Augen blieben dann erstarrt stehen“ (Z. 32 f.), was bei Theodor zu einer Erkrankung führt, die er auf den Spiegelblick zurückführt. Nach dieser Rückblende beschreibt er jedoch das positive Gefühl, das von dem Bild der Frau im Fenster ausgeht.

Unvermittelt setzt der folgende Abschnitt (Z. 47–90) ein, als sich ein älterer Mann zu Theodor auf die Bank setzt. Es entwickelt sich ein Gespräch zwischen den beiden Männern, nachdem der Mann Theodor nach seinem „wahnsinnige(n) Hineinstarren“ (Z. 56) befragt. Theodor erzählt ihm freimütig die Geschichte seiner Entdeckung, was vom Gesprächspartner jedoch als „optische Täuschung“ (Z. 78) bewertet und als rational nachvollziehbar begründet wird. Diese Ausführungen akzeptiert Theodor letztlich.

Im letzten Sinnabschnitt (Z. 91–118) beschließt der Icherzähler, sich nicht länger mit der Erscheinung zu beschäftigen, und geht seinem normalen Alltag nach. Immer wieder jedoch erinnert er sich völlig unvermittelt an das Frauenbild. Als Theodor den Taschenspiegel beim Binden einer Krawatte benutzt und er ihn anhaucht, um ihn zu polieren, erscheint plötzlich das Frauenbild im Spiegel, was ein „wonnige(s) Grauen“ (Z. 111) in ihm auslöst.

Die wiedergegebene Handlung ist im Grunde der Hauptteil der Erzählung „Das öde Haus“. Der Anfang wird in der Vorbemerkung zusammengefasst, der Schluss bzw. die weitere Handlung durch Auslassungszeichen (Z. 118) angedeutet.

Der Spannungsaufbau des Ausschnitts ist davon geprägt, dass zunächst in der Vorbemerkung eine Ausgangssituation gegeben wird, in der der Erzähler wissen möchte, ob er sich mit dem Anblick der Frauengestalt in dem verlassenen Haus getäuscht hat oder nicht. Um dies herauszufinden, bezieht er einen Beobachterposten, womit die Spannungssteigerung einsetzt, da er die Frau tatsächlich erkennen kann. Unterstützt wird dies durch das zufällige Auftauchen des Händlers, der Theodor den Taschenspiegel verkauft, mit dem er seine Beobachtungen fortsetzt. Es hat den Anschein, als wäre dieser Händler Teil der irrealen Welt. Die Spannung wird durch das Gespräch mit dem alten Mann auf der Bank (Z. 65 ff.) verzögert. Für ihn ist das Phänomen rational erklärbar und eine „wunderliche Täuschung“ (Z. 66), womit sich Theodor nach einigen Nachfragen zufriedengibt. Es erfolgt jedoch keine abschließende Antwort auf die Eingangsfrage, da die Erscheinung der Frau im Spiegel der rationalen Erklärung widerspricht. Die Schlusspassage macht deutlich, dass das Irreale ein präsenter Teil der Realität ist. Diese überraschende Wende – das unvermittelte Auftauchen des Spiegelbildes – erzeugt beim Leser das unerwartete Grauen.

Dem entsprechen genau die Feststellungen, die Thomas Meyer in seinem Text „Das Grauen im konstruierten Erzähltext“ trifft. Das Unheimliche entsteht dadurch, dass die „bisherige Sichtweise der Welt (…) verrückt“ wird. Genau das erlebt Theodor. Er weiß, dass es eigentlich nicht sein kann, dass sich in dem verlassenen Haus eine Frau befindet, was ihm auch von verschiedensten Seiten bestätigt wird. Trotzdem holt ihn dieses Bild immer wieder ein und zeigt sich letztlich zufällig „mit einem Blick durch ein optisches Instrument“. Seine Reaktion ist einerseits Faszination, andererseits Grauen (vgl. Z. 111 ff.), nachdem das Bild zuvor immer wieder einen Platz im Alltag eingenommen hat.

Das ist es, was Thomas Meyer meint, wenn er schreibt, dass das Übernatürliche in E. T. A. Hoffmanns Werk „in der Realität latent anwesend“ (Material) ist.

Die Handlung wird ausgehend von der Rahmenkonstruktion, die in der Vorbemerkung erwähnt wird, ausschließlich von einem personalen Icherzähler präsentiert. Er ist Teil der Handlung und somit ein erlebendes Ich, wobei er die Handlung immer wieder durch Kommentare und Hinwendungen an den Leser bzw. seine Freunde (z. B. Z. 27, 115 ff.) unterbricht. Dadurch ist er gleichzeitig das erzählende Ich. Generell entsteht durch diesen Icherzähler der Eindruck von Unmittelbarkeit, da die Grenze zwischen Erzähler und Leser verschwindet und der Leser Teil der Rahmenhandlung wird.

Die Erzählhaltung ist durchweg personal, was man auch an den häufigen Wertungen in Form von Adjektiven aus der sehr begrenzten Sicht des Erzählers erkennen kann. Der Eindruck der Unmittelbarkeit wird dadurch gesteigert.

Die Handlung selbst wird vom Erzählerbericht dominiert. Direkte Reden sind die Ausnahme (vgl. Z. 47 ff.) und tragen zur Anschaulichkeit der Handlung an Schlüsselstellen bei (vgl. Gespräch zwischen Theodor und dem alten Mann, Z. 54 ff.).

Dieser Erzählerbericht folgt grundsätzlich dem chronologischen Erzählen. Eine Ausnahme stellt die Rückblende in die Kindheit (Z. 27–40) dar, wo sich der Erzähler an das „Ammenmärchen“ (Z. 28) des Kindermädchens erinnert. Dadurch bekommt der Leser einen Einblick in Theodors Erinnerungen an die Begebenheit mit einem Spiegel und die damit verbundene negative Erfahrung.

Im Ausschnitt herrscht Zeitraffung vor. Die erzählte Zeit ist länger als die Erzählzeit, was gut zum berichtenden Charakter der Handlung passt. Deutlich wird dies durch Aussagen wie „an den Abenden“ (Z. 95) oder auch „in dieser Zeit“ (Z. 98), die einen größeren Zeitraum kennzeichnen.

Durch diese erzählerische Gestaltung wird Theodor durch sich selbst und vor allem seine Kindheitserinnerung charakterisiert. Durch sie wird deutlich, dass er bereits Erfahrung mit dem Übernatürlichen bzw. Unerklärlichen gemacht hat. Außerdem zeichnet ihn die Fähigkeit aus, sich selbst zu reflektieren, was an den Anreden seinen Freunden gegenüber deutlich wird. Zudem ist festzustellen, dass er in der Lage ist, sein eigenes Verhalten angemessen zu beurteilen, was ebenfalls im Gespräch mit den Freunden deutlich wird. So sagt er: „Ihr lacht? – Ihr seid mit mir fertig, ihr haltet mich für einen unheilbaren Träumer (…)“ (Z. 115 f.)

Neben Theodor muss auch die Wartfrau erwähnt werden, die keine handelnde Figur im eigentlichen Sinne ist, doch ist sie als Mittlerfigur wichtig. Sie erzählt Theodor im Kindesalter die Geschichte vom schädlichen Spiegelblick, was sich letztlich bewahrheitet und von ihm als „tolle(s) Zeug“ (Z. 41) bewertet wird.

Eine wichtige Figur ist der alte Mann auf der Bank. Er wird vom Icherzähler sofort als Vertrauensperson akzeptiert, da er ihm vom Bild der Frau im Fenster des verlassenen Hauses erzählt (vgl. Z. 57 ff.). Er ist es, der das Phänomen rational und auch für Theodor nachvollziehbar erklären kann.

Die sprachliche Gestaltung ist insgesamt sehr emotional und auf einem hohen Niveau angesiedelt, was sich unter anderem an der Wortwahl sowie den dominierenden Hypotaxen zeigt. Es findet sich keine Umgangssprache, selbst dann nicht, wenn Theodor von der Frauengestalt und ihrem plötzlichen Erscheinen im Spiegel eigentlich sprachlos sein müsste. Er drückt es so aus: „Alle meine Pulse stockten, mein innerstes bebte vor wonnigem Grauen! – ja so muß ich das Gefühl nennen, das mich übermannte, als ich sowie mein Hauch den Spiegel überlief, im bläulichen Nebel das holde Antlitz sah, das mich mit jenem wehmütigem, das Herz durchbohrendem Blick anschaute!“ (Z. 110 ff.)

Einige Ausnahmen finden sich bei Ausrufen (z. B. Z. 1) und Fragen (z.  B. Z. 115), die Zeichen der emotionalen Aufgewühltheit des Icherzählers sind. In diesem Zusammenhang müssen auch die häufigen Parenthesen sowie die unmittelbare Reihung von Sätzen (vgl. viele Gedankenstriche) gesehen werden. Gerade bei der Anrede an den Leser bzw. die Freunde wird dies deutlich.

Auffallend sind ebenfalls einige Abkürzungen, wie z. B. bei Orts- („Stadt B…“ in der Vorbemerkung) sowie Familiennamen („Gräfin von S.“, Z. 68). Dies erweckt den Anspruch auf Authentizität des Erzählten und unterstreicht den im Zusatztext erwähnten Anspruch, dass das Unheimliche „in der Realität latent anwesend“ (Material) ist.

Zudem fällt die häufige Verwendung zentraler Schlüsselbegriffe aus dem Wortfeld „sehen“ auf, wie z. B. wahrnehmen, erkennen, erblicken usw., die sich im gesamten Text immer wieder finden lassen. Dies passt gut zum zentralen Motiv des Textes, dem Auge. Auslöser für das faszinierende Phänomen ist die Beobachtung Theodors. Von der Frau nimmt er zunächst vor allem ihren Blick wahr: „Nur schien ihr Blick ungewiß. Nicht nach mir, wie es vorhin schien, blickte sie, vielmehr hatten ihre Augen etwas Todstarres …“ (Z. 2 f.) Verstärkt wird diese Wahrnehmung durch den Spiegel, den Theodor kauft. Dadurch wird die Anziehungskraft gesteigert und von dem Frauenbild geht eine unheimliche und unerklärliche Faszination (vgl. 22 ff.) aus. Ebenfalls eine Rolle spielen die Augen bei der Rede des alten Mannes, wenn er sagt: „Gott ehre mir meine alten Augen. (…) wohl hab ich mit unbewaffnetem Auge das hübsche Gesicht dort im Fenster gesehen, aber es war ja ein, wie es mir schien, recht gut und lebendig in Öl gemaltes Porträt.“ (Z. 66–70)

Am Ende des Textauszugs dreht sich die Ausgangssituation im Grunde sogar um, als Theodor „das holde Antlitz sah, das (ihn) mit jenem wehmütigem, das Herz durchbohrendem Blick anschaute!“ (Z. 113 ff.) Er wird zum Beobachteten und kann sich nicht dagegen wehren.

Insgesamt weist der Textausschnitt charakteristische Merkmale der literarischen Romantik auf, die die Sinneswahrnehmung und ihre Bedeutung für den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Der Mensch wird sensibilisiert für seine Umgebung und nimmt z. B. Gerüche oder Geräusche intensiv wahr, was gerade in der romantischen Lyrik zu erkennen ist. Dadurch erhält die Realität eine neue Ebene, häufig auch eine christlich-religiöse, die den Menschen Halt und Zuversicht geben kann. Oft sind aber auch Geräusche Auslöser für Sehnsuchtsgedanken, die schließlich einen Aufbruch – sei es real oder fiktiv – zur Folge haben. In diesem Zusammenhang ist die Wahrnehmung der Frauengestalt im Fenster zu sehen. Sie ist eine Erscheinung, von der Theodor fasziniert ist und von der er gleichsam verführt wird, was sich daran belegen lässt, dass er beginnt, sie planmäßig zu beobachten. Diese Verführung wird Teil des Alltags, die Theodor nicht mehr loslässt und letztlich zu „Unsicherheit und Desorientierung“ (Material) führt. Damit ist der Text ein typisches Beispiel für die sogenannte „Schwarze Romantik“, die eine wichtige Richtung in der Literatur des 19. Jahrhunderts darstellt.

b)

E. T. A. Hoffmann gilt als wichtigster Vertreter dieser Art romantischer Literatur. In vielen seiner anderen Werke hat er sich mit dem Phänomen des Unheimlichen, das in die Realität einbricht, befasst. Ein gutes Beispiel ist seine Novelle „Der Sandmann“, die viele Parallelen zu „Das öde Haus“ aufweist.

Nathanael, der Held der Novelle, wird von einem Kindheitserlebnis geprägt, da er miterleben musste, wie sein Vater bei einem alchemistischen Experiment ums Leben kam. Diesen Unfall bringt er mit einem Bekannten seines Vaters, Coppelius, in Verbindung, der für ihn jedoch die Verkörperung des Sandmanns ist, einer schrecklichen Figur aus einem Kindermärchen, die den Kindern die Augen ausreißt. Nathanael kauft vom Wetterglashändler Coppola, den er für Coppelius hält, ein Fernglas und beobachtet Olimpia, die angebliche Tochter seines Professors. Er verliebt sich in sie, doch es stellt sich heraus, dass Olimpia lediglich eine Automatenpuppe ist und keine Augen mehr hat. Nach dieser Entdeckung wird Nathanael krank. Nach seiner Genesung blickt er wieder durch das Fernglas und erleidet einen Rückfall. Das führt dazu, dass er sich von einem Turm stürzt.

Deutlich wird, dass beide Erzählungen im Grunde parallel aufgebaut sind und gleiche Motive haben. Beide Hauptfiguren erinnern sich an ein negatives Kindheitserlebnis, das mit den Augen zusammenhängt; in beiden Fällen wird eine Frau durch ein optisches Instrument (Spiegel, Fernrohr) beobachtet und in beiden Fällen gerät durch die Beobachtung der Alltag der Protagonisten außer Kontrolle bzw. führt letztlich sogar zum Tod.

Eigentlich sollten optische Instrumente Hilfsmittel sein, um klarer bzw. deutlicher zu sehen und zu erkennen. Bei Hoffmann ist aber das Gegenteil der Fall. Durch den Spiegel bzw. das Fernglas wird das Irreale Teil der realen Welt, das Unheimliche wird Teil des Alltags (vgl. Zusatzmaterial).

In dem vorliegenden Textauszug ist zu erkennen, dass der Mensch von dem fasziniert ist, was er nicht erklären kann, und er es nicht vermag, sich dieser Faszination zu entziehen. Auch wenn rationale Erklärungsmuster angeboten werden, gibt es nicht auf alle Fragen zufriedenstellende Antworten. Das ist sicherlich auch ein Grund, warum sich heutzutage esoterische Ratgeber gut verkaufen oder Filme Kassenschlager sind, die sich mit Themen beschäftigen, die den Menschen unerklärlich sind, und fiktive Figuren erschaffen, die den Zuschauern auf übernatürliche Weise die gewünschten Antworten geben.

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