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Dialektische Erörterung (2)


Aufgabe

Verfasse ausgehend von der folgenden Fragestellung eine dialektische (antithetische) Erörterung mit jeweils zwei Argumenten auf der Pro- und Kontra-Seite. Fertige dazu gesondert eine übersichtliche Gliederung an.

Welche Vor- und Nachteile bringt es mit sich, wenn Schüler einen Nebenjob ausüben?

Lösung

Bei den meisten Schülern fällt das monatliche Taschengeld eher knapp aus. Da die Ausgaben jedoch stetig steigen, möchten mehr und mehr Schüler einem Nebenjob nachgehen, wie beispielsweise dem Zeitungaustragen, Babysitten oder auch Kellnern. Auch ich sehe mich derzeit nach einer passenden Tätigkeit um und stelle mir daher die Frage, welche Vor- und Nachteile ein Nebenjob mit sich bringt.

Ein erster Nachteil, der mit dem Ausüben eines Nebenjobs einhergeht, ist die massive Zeiteinschränkung. Oftmals beansprucht ein Nebenjob mehrere Stunden pro Woche, auch über mehrere Tage verteilt, sodass die Freizeit dadurch stark verkürzt wird und an die Arbeitszeiten angepasst werden muss. Für den Sportverein oder die Musikschule bleibt somit weniger Zeit. Durch das Ausüben einer Nebentätigkeit können auch Freundschaften belastet werden, da auch für sie weniger Zeit zur Verfügung steht. Wenn ein Schüler arbeiten geht, kann es auch passieren, dass er außerhalb der zuvor vereinbarten Arbeitszeiten eingesetzt wird und deshalb eventuell Verabredungen mit Freunden spontan absagen muss. Natürlich kann auch die Schule enorm unter einem Nebenjob leiden. Nicht nur für Hobbys und Freunde bleibt am Ende weniger Zeit übrig, auch für das Erledigen der Hausaufgaben und das Lernen. Dann besteht die Gefahr, dass sich Schulnoten verschlechtern.

Das wichtigste Argument, welches für die Ausübung eines Nebenjobs spricht, ist die erlangte Selbstständigkeit. Der Schüler lernt, verantwortungsbewusst mit dem selbst erarbeiteten Geld umzugehen. Er muss hart arbeiten, um sich am Ende belohnen zu können. Der Wert des Geldes wird mehr geschätzt und man überlegt sich vor jedem Kauf, ob sich die Investition lohnt oder eben nicht. Des Weiteren bekommt der Schüler durch die Ausübung eines Nebenjobs einen Eindruck von der Arbeitswelt, die nach der Schule oder nach dem Studium auf ihn zukommt. Somit wird er anschließend nicht ins kalte Wasser geworfen, sondern kann einschätzen, was es bedeutet, zu arbeiten. Außerdem bekommt er ein Gefühl dafür, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen und Arbeitsabläufe einzuhalten.

Zieht man ein Resümee und bezieht die oben genannten Argumente mit ein, so überwiegen für mich die Vorteile eines Nebenjobs. Hält man dabei die wöchentliche Arbeitszeit gering, so lässt sich diese ganz gewiss mit Freizeit, Freunden und Schule vereinbaren.

Im Jugendarbeitsschutzgesetz ist genau geregelt, welche Arbeiten in welcher Altersstufe ausgeübt werden dürfen. Sollte man sich als Schüler also für einen Nebenjob entscheiden, muss zunächst geprüft werden, ob dieser aufgrund des Alters ausgeübt werden darf.  Ist das der Fall, so muss ein Erziehungsberechtigter mit der Arbeit einverstanden sein und den Vertrag als gesetzlicher Stellvertreter unterschreiben. Da die meisten Eltern jedoch vor allem die Vorteile von Nebenjobs sehen, dürfte das bei den meisten Jugendlichen kein Problem darstellen.

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