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Lexikon Deutsch

Figurenrede im Drama

Monolog und Dialog

Die Handlung des Dramas wird in der Figurenrede vermittelt. Diese besteht aus Monologen und Dialogen. Daneben gibt es weitere Möglichkeiten der Figurenrede:

Monolog

Als Monolog bezeichnet man die Rede einer einzelnen Person. Diese ist entweder allein oder registriert beim Sprechen andere Anwesende nicht (Beiseitesprechen). Die Hauptfunktion des Monologs liegt darin, Reflexionen, innere Zwiespälte und Entscheidungsprozese darzustellen; er kann auch Ausdruck von Leere und Isoliertheit sein.

Dialog

Dialog nennt man die Rede und Gegenrede zwischen zwei oder mehreren Figuren. Durch den Dialog kommt es zur Entwicklung der Handlung und zur Figurencharakterisierung.

Botenbericht

Technik der Rückblende im Drama, indem eine Person, ein Bote, von zurückliegenden Ereignissen, die nicht auf der Bühne aufgeführt werden können und müssen, berichtet.

Teichoskopie (Mauerschau)

Ein Beobachter übermittelt Geschehnisse, welche sich zeitgleich außerhalb der Bühne ereignen; so können Vorgänge in das Drama einbezogen werden, die sich auf der Bühne nicht oder nur sehr schwer darstellen lassen (z. B. Schlachten).

 

Grundfunktionen des Sprechens

Für die Figuren im Drama gelten drei Grundfunktionen des Sprechens. Die von einer Figur gesprochenen Sätze geben Auskunft über

  • die räumliche und zeitliche Situation; den Handlungszusammenhang und die Einschätzung anderer Figuren (Darstellungsfunktion),

  • das Empfinden der Figuren in verschiedenen Situationen (Ausdrucksfunktion),
  • die Erwartungen und Forderungen einer Figur und ihre Beziehung zu anderen Figuren (Appellfunktion).

Gesprächsformen im Drama

Einige Gesprächsformen sind im Drama wie im wirklichen Leben oft anzutreffen:

  • Erkundungsgespäch: Die Figuren unterhalten sich, tauschen Meinungen aus, ohne zu einem Gesprächsergebnis kommen zu wollen.

  • Entscheidungsdialog: Die Figuren beraten und erörtern Sachverhalte im Hinblick auf eine Entscheidung, ohne dabei in Streit zu geraten.
  • Auseinandersetzung: Die Figuren tragen sprachlich einen Konflikt aus.
  • Aneinandervorbeireden: Die Figuren folgen ihren eigenen Gedankengängen, ohne auf die Äußerungen der anderen einzugehen.
  • Enthüllungsdialog: Eine Figur will im Gespräch etwas aufdecken, was die andere mehr oder weniger zu verhindern versucht.

Nebentext

Die Figurenrede bildet den Haupttext. Alles, was nicht zur Figurenrede gehört, bezeichnet man im Drama als Nebentext. Dies sind

  • Regieanweisungen, in denen die Figuren in Aussehen, Kleidung, Bewegung, Mimik und Gestik, stellenweise auch in ihrem Gemütszustand beschrieben werden, sowie
  • Szenenanmerkungen, in denen wichtige Hinweise zum Bühnenbild, zu Requisiten oder Geräuschen gegeben werden.

 

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