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Wie du den Hauptteil eines Märchens schreibst


Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wie du den Hauptteil eines Märchens schreibst

Aufgabe

Verfasse ein Märchen. Schreibe den Hauptteil. Denk dabei an die typischen Merkmale von Märchen.

Hinweis

Ein Märchen besteht immer aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Es wird im Präteritum geschrieben.

Schritt 1: Arbeite das Problem der Hauptfigur aus

Am Ende der Einleitung hast du bereits das Problem im Leben deiner Hauptfigur kurz benannt. Jetzt arbeitest du in Stichworten die Herausforderung, das Problem oder die Aufgabe genauer aus.

Du erklärst, warum die Hauptfigur traurig, unglücklich, unzufrieden oder vielleicht auch bedroht ist. Das kann damit zu tun haben,

  • wie sie lebt,
  • wo sie lebt oder
  • dass sie vor einer Prüfung oder Aufgabe steht, die sie nicht schaffen kann.

In unserem Beispiel mit der Prinzessin könnten es diese Stichworte sein:

  • Prinzessin hat das Schloss ganz erkundet.
  • Prinzessin hat mit allen Spielsachen gespielt.
  • Prinzessin langweilt sich ununterbrochen.

Schritt 2: Notiere Stichpunkte für eine Lösung

Nun brauchst du eine Lösung für das Problem deiner Hauptfigur. Im Märchen gibt es dafür viele verschiedene Möglichkeiten:

  • Zauberei (z. B. drei Wünsche)
  • Prüfungen (z. B. dreimal zu einem bestimmten Ort gehen)
  • magische Helfer (z. B. Feen, Zwerge)

Auch hier spielen bestimmte Formeln und Zahlen eine wichtige Rolle. Die magischen Zahlen betreffen meist die Anzahl von Geschwistern, Aufgaben, Wünschen oder von magischen Wesen wie Feen oder Zwergen. Die Zahlen, die am häufigsten auftauchen, sind die Drei (z. B. „Die drei Brüder“) und die Sieben (z. B. „Schneewittchen und die sieben Zwerge“). Ab und zu kommt auch die 13 zum Einsatz, die im Märchen meist eine Unglückszahl ist.

Du kannst auch weitere Figuren einführen, die bei der Lösung des Problems helfen können. Prinzessinnen wird zum Beispiel oft von Prinzen geholfen. Manchmal werden jetzt weitere Orte dazugenommen. Benutze dann typische Märchenorte wie einen dunklen Wald oder eine alte Burg.

Hast du dich für eine Lösung entschieden, beschreibst du dem Leser, warum es eine Lösung ist und wie sie funktioniert.

In unserem Beispiel werden folgende Stichpunkte zur Lösung notiert:

  • Helfer: Prinz aus Nachbarland: verliebt in Prinzessin, kennt sie von einem Fest
  • Mittel gegen Langeweile: Vogel, der das schönste Lied der Welt singen kann
  • neuer Ort: dunkler Wald

Schritt 3: Füge ein Hindernis ein

Du hast nun eine Lösung gefunden. Spannend wird es aber erst, wenn die Hauptfiguren noch auf Hindernisse und Schwierigkeiten stoßen. Das können sein:

  • Bösewichte wie Räuber, Hexen oder böse Verwandte
  • magische Wesen wie Drachen

Für jedes Hindernis, das du in dein Märchen einbaust, brauchst du auch eine Idee, wie man es überwindet.

Für unser Märchen notieren wir in Stichworten das Hindernis zum Beispiel so:

  • Problem: Räuberbande hält den Prinzen auf
  • Räuberbande raubt Essen, Getränke und Schwert
  • Prinz wendet List an: Schlafmittel im Getränk
  • Lösung: Prinz befreit den Vogel, der von der Räuberbande gefangen gehalten wird

Schritt 4: Schreibe den Hauptteil

Nun hast du dir alle wichtigen Handlungsschritte für den Hauptteil überlegt. Du formulierst deine Ideen so aus, dass der Leser sich die einzelnen Szenen gut vorstellen kann.

Das könnte sich bei unserer Prinzessin so anhören:

Monate vergingen und die Prinzessin langweilte sich immer mehr und mehr. Jeden Winkel des riesigen Schlosses hatte sie erkundet, jedes goldene Spielzeug ausprobiert. Nun fiel ihr nichts mehr ein, wie sie sich die Zeit weiter vertreiben konnte. So konnte es nicht weitergehen.

Eines Tages hörte der schöne Prinz des Nachbarlandes vom Problem der Prinzessin. Er hatte sie einmal bei einem rauschenden Fest gesehen und sich sofort in sie verliebt. Deshalb beschloss er nun, ihr zu helfen. In der Nähe des Schlosses lag ein dunkler Wald, in dem viele Räuber lebten. Tief in diesem Wald sollte es einen besonderen Vogel geben, der das schönste Lied der Welt singen konnte. Diesen Vogel wollte der Prinz für die Prinzessin fangen. Sein Lied würde ihre Langeweile sicher vertreiben.

Als der Prinz in den Wald gegangen war, musste er schon bald seinen Mut beweisen. Die Räuber des Waldes hatten ihn bemerkt und wollten ihm nun alles nehmen, was er bei sich trug. Doch der Prinz war wachsam und schlau, er stellte ihnen eine Falle. Als es Abend wurde, legte er sich unter einen Baum und stellte sich schlafend. Bald raubten ihm die Bösewichte sein Brot, seinen Wein und auch sein Schwert. Der Prinz folgte ihnen heimlich zu ihrem Versteck, einem alten Haus tief im Wald. Dort machten es sich die Räuber gemütlich, aßen sein Brot und teilten sich den Wein. Weil der Prinz aber ein Schlafpulver in den Wein getan hatte, schliefen die Räuber bald tief und fest. Schnell betrat er nun das Versteck und suchte nach seinem Schwert. Da hörte er aus dem Keller ein wunderschönes Lied. Als er hinabstieg, fand er dort den besonderen Vogel, den er für die Prinzessin hatte fangen wollen. Er freute sich sehr über sein Glück und machte sich mit dem Vogel auf den Weg zum Schloss der Prinzessin.

Schreibe nun noch den Schluss deines Märchens.

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