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Wie du richtig erörterst


Aufgabe

Erörtere die Vor- und Nachteile eines Auslandsaufenthaltes in den USA.
Finde Argumente, um die Position des Verfassers zu stützen, und Gegenargumente, um die Position des Verfassers zu widerlegen.

zeitungsartikel_wunschziel_usa.pdf

Schritt 1: Bilde dir eine Meinung

Lege deinen Standpunkt zu dem zentralen Thema bzw. Problem des Textes fest. Lege dazu zunächst eine Stoffsammlung zum Thema an:

  • Sichte dein Vorwissen z. B. aus dem Unterricht oder eigenen Erfahrungen. Sammle Fakten, Argumente, Gegenargumente, Zitate und Beispiele.
  • Überlege, welche Punkte deiner Vorwissensammlung für die Aufgabe wichtig sind. Bringe nicht alles ein, was du weißt, sondern wähle nur das aus, was relevant für die Aufgabenstellung ist.
  • Sortiere die ausgewählten Fakten, Thesen, Argumente, Belege und Beispiele zu den einzelnen Aspekten und ordne sie sinnvoll an. Dafür eignet sich eine Tabelle oder eine Mindmap. Du kannst die Stichpunkte auch thematisch zusammenfassen und durchnummerieren.
  • Überlege, wie du dein Wissen zielgerichtet einsetzen kannst.
  • Kläre abschließend deine eigene Position zu dem Thema bzw. Problem.

Schritt 2: Setze dich kritisch mit dem Text auseinander

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Erörterung ist, dass du deine eigene Einstellung gegenüber den Thesen und Argumenten des Verfassers herausarbeitest.

  • Überlege, welche Kernthesen und -argumente für dich nicht überzeugend sind. Wie lassen sie sich entkräften? Finde Gegenargumente.
  • Welche Schwächen im Argumentationsaufbau kannst du feststellen? Welche wichtigen Aspekte der Problematik werden nicht angesprochen? An welchen Stellen wird unzulässig verallgemeinert oder verkürzt?
  • Entscheide, ob du mit der Position des Verfassers teilweise, ganz oder gar nicht übereinstimmst.

Mögliche Positionen

  • Widerspruch: Du stimmst mit den Thesen im Text grundsätzlich nicht überein.
  • Teilweise Übereinstimmung: Einige der Argumente decken sich mit deiner eigenen Position, einigen widersprichst du.
  • Zustimmung: Deine Meinung deckt sich mit der des Autors.

Schritt 3: Verfolge eine Erörterungsstrategie

Je nach Übereinstimmungsgrad deiner Position mit der des Autors ergeben sich verschiedene Strategien für das Verfassen deiner Erörterung.

Deine Ansichten und die des Verfassers widersprechen sich völlig: Du formulierst Gegenthesen und begründest diese stichhaltig.

  • Überprüfe die Voraussetzungen der Argumentation und stelle sie infrage. Prüfe die Qualität der Argumente und die Schlüssigkeit der Argumentation. Werden Schwerpunkte verlagert oder gibt es Widersprüche?
  • Schränke einzelne Thesen in ihrer Gültigkeit ein. Entkräfte einzelne Argumente des Textes. Formuliere Gegenthesen und -argumente.
  • Stelle einzelne Begründungen oder Beispiele als unzureichend dar.

Deine Ansichten und die des Verfassers widersprechen sich teilweise: Dies ist bei der Texterörterung am häufigsten der Fall. Du entkräftest die Argumente, mit denen du nicht übereinstimmst, und grenzt die Grundaussage des Textes ein, indem du nur manchen Thesen zustimmst.

  • Begründe, warum du mit einigen Argumenten und Thesen übereinstimmst.
  • Ergänze diejenigen Thesen, mit denen du übereinstimmst, um weitere Pro-Argumente, die die Argumentation des Verfassers unterstützen.
  • Begründe, warum du mit anderen Thesen bzw. Argumenten nicht übereinstimmst.
  • Formuliere Gegenargumente, die die Argumentation des Verfassers infrage stellen.

Deine Ansichten stimmen mit denen des Verfassers völlig überein: Du bringst diese Übereinstimmung zur Sprache, formulierst aber dennoch mögliche Gegenargumente.

  • Ergänze die Argumente des Verfassers um weitere und stütze die Position. Führe weitere passende Beispiele und Belege an.
  • Entkräfte mögliche Gegenargumente und Einwände, die der Verfasser nicht berücksichtigt hat.

Weiterführende Problematisierung: Du entwickelst, von der Argumentation des Textes ausgehend, weitere Verknüpfungen, bringst weitere Aspekte zur Sprache und formulierst mögliche Konsequenzen.

Lösung

Argumente, um die Position des Verfassers zu stützen:

  • Zeitverschwendung – das schnelle Abschließen der Schulausbildung ist wichtiger
  • Englisch ist für den Berufswunsch des Schülers unwichtig
  • wenig Lust, sich auf etwas Neues einzulassen 

Gegenargumente, um die Position des Verfassers zu widerlegen:

  • gründliches Erlernen der englischen Sprache
  • Förderung der Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit
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