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Wie du indirekte Fragesätze bildest


Aufgabe

Bilde indirekte Fragesätze. Denke an die Zeichensetzung.

  1. Nico: „Wie gefällt dir meine Mütze, Marco?“
  2. Lara: „Darf ich morgen ins Kino gehen?“ 
  3. Sarah: „Wann kann ich mir endlich eine neue Jeans kaufen?“

Das musst du wissen

Der indirekte Fragesatz (Interrogativsatz) kann auf einer Entscheidungs- oder auf einer Ergänzungsfrage beruhen.

  • Bei Ergänzungsfragen wird der indirekte Fragesatz durch die gleichen Fragepronomen eingeleitet wie der direkte Fragesatz (was, wer, wohin …).
    Was gibt es zum Essen?
    Sie fragt, was es zum Essen gebe/gibt.
  • Bei Entscheidungsfragen (die man mit „ja“ oder „nein“ beantworten kann) wird der indirekte Fragesatz durch die unterordnende Konjunktion ob eingeleitet.
    Hast du Hunger? → Sie fragt, ob ich Hunger hätte/habe.

Den indirekten Fragesatz musst du immer mit einem Komma vom übergeordneten Satz abtrennen; das Prädikat kann im Konjunktiv oder im Indikativ stehen. Da es sich bei indirekten Fragesätzen um Nebensätze handelt, rutscht das konjugierte Verb nach ganz hinten an die letzte Stelle.

Meistens musst du aufpassen, dass du gegebenenfalls manches an die neue Perspektive anpassen musst. Wenn die Frage etwa lautet: „Wie geht es dir?“, dann muss das Pronomen „dir“ ersetzt werden. Je nachdem wer angesprochen war, heißt es dann „mir“ oder „ihm“ oder „ihr“.
Wie geht es dir? → Sie fragt, wie es mir/ihm/ihr gehe.

Hinweis

Am Schluss des indirekten Fragesatzes steht kein Fragezeichen, sondern ein Punkt.

Schritt 1: Entscheide, mit welchem Wort der indirekte Fragesatz beginnt

Im ersten Schritt prüfst du, ob es sich bei dem Fragesatz, den du umwandeln sollst, um eine Ergänzungsfrage oder um eine Entscheidungsfrage handelt. Wenn eine Ergänzungsfrage vorliegt, kannst du das Fragewort übernehmen. Wenn du mit „ja“ oder „nein“ antworten kannst, dann handelt es sich um eine Entscheidungsfrage und du nimmst „ob“ als Einleitung für den Nebensatz.

  1. Nico: „Wie gefällt dir meine Mütze, Marco?“
    Die erste Frage ist eindeutig eine Ergänzungsfrage, also wird das „wie“ einfach übernommen.
     
  2. Lara: „Darf ich morgen ins Kino gehen?“ 
    Da es sich hier um eine Entscheidungsfrage handelt und kein Fragewort zu finden ist, entscheidest du dich dafür, deinen indirekten Fragesatz mit der Konjunktion „ob“ einzuleiten.
     
  3. Sarah: „Wann kann ich mir endlich eine neue Jeans kaufen?“
    In der dritten Aufgabe hast du wieder eine Fragewort – „wann“ –, also nimmst du es als Einleitung für den indirekten Fragesatz.

Schritt 2: Prüfe, ob du etwas ändern musst

Nachdem du weißt, wie dein indirekter Fragesatz jeweils eingeleitet werden muss, schaust du nun im zweiten Schritt, ob es Pronomen oder andere Teile im Satz gibt, die du an die neue Perspektive anpassen musst.

  1. Nico: „Wie gefällt dir meine Mütze, Marco?“
    Im ersten Fall wurde Marco direkt angesprochen, statt „dir“ wird nun „Marco“ zum Dativobjekt; und das besitzanzeigende Fürwort „meine“ muss in das für die 3. Person („seine“) umgewandelt werden. Der indirekte Fragesatz lautet nun also:
    Nico fragt, wie Marco seine neue Mütze gefalle/gefällt.
  2. Lara: „Darf ich morgen ins Kino gehen?“ 
    Beim zweiten Fragesatz musst du lediglich das Subjekt von der 1. in die 3. Person Singular ändern, sodass der indirekte Fragesatz nun folgendermaßen lautet:
    Lara fragt, ob sie morgen ins Kino gehen dürfe/darf.
     
  3. Sarah: „Wann kann ich mir endlich eine neue Jeans kaufen?“
    In der dritten Aufgabe ist nicht nur das Personalpronomen „ich“ zu finden, sondern auch noch das entsprechende Pronomen „mir“. Beides wandelst du in der indirekten Frage wieder in die 3. Person um. Daher lautet der indirekte Fragesatz:
    Sarah fragt, wann sie sich endlich eine neue Jeans kaufen könne/kann. 

Lösung

  1. Nico: „Wie gefällt dir meine Mütze, Marco?“ → Nico fragt, wie Marco seine neue Mütze gefalle/gefällt.
  2. Lara: „Darf ich morgen ins Kino gehen?“ → Lara fragt, ob sie morgen ins Kino gehen dürfe/darf.
  3. Sarah: „Wann kann ich mir endlich eine neue Jeans kaufen?“ → Sarah fragt, wann sie sich endlich eine neue Jeans kaufen könne/kann.
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