Bessere Noten mit Duden Learnattack Jetzt kostenlos testen
 

Wie du einen inneren Monolog verfasst


Aufgabe

Schreibe einen inneren Monolog zu der vorgegebenen Kurzgeschichte. Berücksichtige dabei die typischen Merkmale dieser Form der Figurenrede.  

Das musst du wissen

Im inneren Monolog äußert eine literarische Figur ihre Wahrnehmungen, Gedanken und Empfindungen und lässt dadurch den Leser direkt an ihrem Innenleben teilnehmen. Da der Gedankenstrom unvermittelt wiedergegeben wird, sind unvollständige Sätze und Satzbrüche typisch für diese Redeform. Der innere Monolog kommt ohne Anführungszeichen aus und ist in der Ichform und im Präsens geschrieben.

Als typische Merkmale des inneren Monologs kannst du dir also folgende Punkte notieren:

  • Innensicht aus der Perspektive der Figur
  • Darstellung von Wahrnehmungen, Gedanken und Empfindungen
  • häufig unvollständige Sätze und Satzbrüche
  • ohne Anführungszeichen
  • Ichform
  • Präsens

Schritt 1: Lies dir die Kurzgeschichte aufmerksam durch und charakterisiere die Handlungsfigur

Im ersten Schritt liest du dir die Kurzgeschichte konzentriert durch. Oftmals ist es hilfreich, einen Text zweimal zu lesen, da erst beim wiederholten Lesen die wichtigsten Merkmale ins Auge fallen. 
Um beim Schreiben die Perspektive der Handlungsfigur annehmen zu können, musst du dich mit ihr vertraut machen. Was erfährst du über die Figur, deren innneren Monolog du schreiben sollst? Markiere im Text markante Stellen, die direkt oder indirekt etwas über sie aussagen, und schreibe ihre Verhaltensweisen und Eigenschaften in Stichpunkten auf. 

Die Kurzgeschichte „Im Spiegel“ wird von einem Er-Erzähler aus der Perspektive der Figur Achim geschildert. Notiere dir nun, was genau du über Achim und seinen Charakter erfährst.

Achim

  • hat Ärger mit seinen Eltern.
    („‚Du kannst nichts‘, sagten sie, ‚du machst nichts‘, ‚aus dir wird nichts.‘ Nichts. Nichts. Nichts.“)
  • steht spät auf.
    („Achim schob sich halb aus dem Bett. Fünf nach eins. Wieder mal zu spät.“)
  • ist schlapp und antriebslos.
    („Er starrte gegen die Zimmerdecke.“ / „Eine halbe Körperdrehung nach rechts [...]“ / „Er robbte zur Wand [...]“)
  • ist gelangweilt und orientierungslos.
    („Straßen, Häuser, Läden, Autos, Passanten, immer dasselbe.“ / „Weiß. Nichts. Ein unbeschriebenes Blatt Papier, eine tonlose Melodie, ein ungesagtes Wort, ungelebtes Leben.“ / „[Er] fühlte nichts als Glanz und Kälte.“)
  • mag Punkmusik.
    („Manchmal brachte Musik ihn hoch.“ / „‚Dead Kennedys‘ sangen: ‚Weil sie dich verplant haben, kannst du nichts anderes tun als aussteigen und nachdenken.‘“)
  • empfindet sich selbst als blass und farblos.
    („[Er] betrachtete sich: lang, knochig, graue Augen im blassen Gesicht, hellbraune Haare, glanzlos.“)
  • reagiert mit Trotz und Gewalt.
    („Er trat einen Schritt zurück, holte mit dem Arm weit aus und ließ seine Faust in die Spiegelscheibe krachen.“)
  • hat Freunde.
    („Er wollte runtergehen und irgendwo seine Leute treffen.“)

Schritt 2: Schreibe einen inneren Monolog aus der Sicht der Handlungsfigur

Schau dir deine Notizen, die du im ersten Schritt zur Charakterisierung der Handlungsfigur zusammengetragen hast, noch einmal genau an. Im zweiten Schritt schlüpfst du dann in die Handlungsfigur hinein und formulierst unter Beachtung der besonderen Merkmale des inneren Monologs sein stummes Selbstgespräch. Lass dich dabei von den Fragen leiten: Was fühle ich, was beschäftigt mich und was wünsche ich mir? 

Der innere Monolog der Figur Achim könnte beispielsweise so lauten:

„Rumms, die Tür war zu! Jetzt sind sie also weg … dann kann ich aufstehen. Aufstehen? Wofür eigentlich? Es ist sowieso alles langweilig und öde draußen. Du musst aufstehen, du musst duschen, du musst deine Musik leiser drehen, du musst zur Schule gehen, du musst gute Noten nach Hause bringen, du musst dich um deine Zukunft kümmern – musst, musst, musst. Ich habe es so satt! Alle, wirklich alle wollen etwas von mir. Und keiner fragt, was ich eigentlich will. Wer bin ich eigentlich? Bin ich eine Puppe, die alles mit sich machen lässt und dabei auch noch lächelt und Danke sagt? Nein, nein und nochmals nein! – Au, Blut, meine Hand blutet! Na, wenigstens ein bisschen Leben. Ich werds euch zeigen: Ich hab was drauf, auch wenn es vielleicht nicht das ist, was ihr von mir erwartet! 

Registriere dich, um den vollen Inhalt zu sehen!

VERSTÄNDLICH

PREISWERT

ZEITSPAREND

Weitere Deutschthemen findest du hier

Wähle deine Klassenstufe

Weitere Schritt-für-Schritt-Anleitungen findest du hier