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Wie du einem Sachtext Informationen entnimmst


Aufgabe

Finde die wichtigen Informationen im Sachtext „Menschenaffen – unsere nahen Verwandten“. Nutze die Fünf-Schritt-Lesemethode.

Menschenaffen – unsere nahen Verwandten

Der Begriff Menschenaffen untergliedert sich in zwei Bereiche: die kleinen und die großen Menschenaffen. Letztere nennt man auch Hominiden. Sie sind es, die mit dem Begriff Menschenaffen normalerweise gemeint sind. Zu ihnen zählen Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans.

Die großen Menschenaffen sind uns sehr ähnlich; es sind unsere nächsten Verwandten unter den Tieren. Der Mensch und die Menschenaffen werden einer biologischen Familie zugeordnet. Das Erbgut eines Orang-Utans beispielsweise stimmt zu 97 % mit dem des Menschen überein, die Gene des Gorillas und unsere zu 98,3 %. Das Erbgut des Schimpansen deckt sich sogar zu 98,8 % mit dem des Menschen.

In ihrer Anatomie sind Menschen und Menschenaffen sich sehr ähnlich. Menschenaffen weisen erste anatomische Voraussetzungen für einen aufrechten Gang auf. Ihre Vorderbeine sind länger als die Hinterbeine, sie können diese Gliedmaßen wie wir Menschen als Arme benutzen. Sie haben opponierende Daumen, deshalb können sie greifen.

Auch ihr Sozialverhalten weist Ähnlichkeiten zu dem der Menschen auf. Menschenaffen sind sehr soziale Tiere – mit Ausnahme des Orang-Utans. Sie leben in Gemeinschaften zusammen und haben auch Freunde. Sie kommunizieren miteinander, zwar nicht mit Sprache, aber mit zahlreichen Gesten. Und sie haben offenbar Humor, denn sie können lächeln oder sogar lachen – was allerdings nicht ganz so wie menschliches Lachen klingt. Ähnlich wie Menschen benutzen sie auch einfache Werkzeuge, beispielsweise Steine, um Nüsse zu knacken.

Ein gravierender Unterschied ist jedoch, dass das Überleben der Menschenaffen weltweit gefährdet ist. In den vergangenen 50 Jahren sanken die Bestände von etwa 2 Mio. Tieren auf 300.000. Schuld daran ist der Mensch, der ihre Lebensräume z. B. beim Abbau von Öl, Gas und Holz zerstört. Experten warnen, dass bis zum Jahr 2030 nur noch 10 % der Lebensräume von großen Menschenaffen in Afrika und 1 % in Asien intakt seien, wenn die Entwicklung sich wie bisher fortsetze.

Schritt 1: Nenne das Thema des Sachtextes

Lies dir den Text ein erstes Mal durch. Dann versuchst du die Frage zu beantworten: Was ist das Thema des Textes? Meistens geben die Überschrift oder die Zwischenüberschriften einen deutlichen Hinweis darauf. Schau sie dir deshalb besonders gut an.

In unserem Fall handelt der Sachtext von Menschenaffen und inwieweit sie uns Menschen ähnlich sind.

Hinweis

Es hilft dir, den Text schneller genau zu verstehen, wenn du dir überlegst, 

  • ob du das Thema schon kennst und 
  • was du vielleicht darüber weißt. 

Du kannst dir auch erste Notizen zu den W-Fragen machen. 

Schritt 2: Kläre die unbekannten Begriffe

Sachtexte enthalten oft Fachbegriffe oder Fremdwörter, die du nicht kennst. Für das Verständnis des Textes ist es aber wichtig, dass dir die Bedeutung aller Wörter im Text klar ist. Markiere also beim zweiten Lesen die Wörter, die du nicht kennst, entweder mit einem Textmarker oder du unterstreichst sie. Manchmal ergibt sich die Bedeutung solcher Wörter aus dem Textzusammenhang. Manchmal muss man sie aber auch nachschlagen, z. B. in einem Lexikon, oder im Internet die Bedeutung herausfinden.

In unserem Textbeispiel klären wir folgende Wörter:

Hominiden – Vertreter einer Familie von Lebewesen, die aus dem heutigen Menschen und seinen Vorläufern sowie den Menschenaffen besteht
Anatomie – Aufbau des Körpers und seiner Organe
opponierend – gegenüberliegend
Sozialverhalten – Verhalten in einer Gruppe
gravierend – schwerwiegend
kommunizieren – wie man sich miteinander verständigt (über Sprache, Zeichen usw.)
Mio. – Millionen
intakt – unbeschädigt

Schritt 3: Finde die Schlüsselwörter

In den meisten Sachtexten gibt es Wörter, die Auskunft über die wesentlichen Aussagen des Textes geben. Das sind sogenannte Schlüsselwörter. Du markierst etwa ein bis fünf pro Textabschnitt (z. B. in roter Farbe). Um sie herauszufinden, fragst du dich am besten: Welche Fragen beantwortet dieser Textabschnitt? Diese Fragen notierst du dir am Rand oder auf einem Extrablatt, zusammen mit der Antwort.

Bei unserem Beispiel kannst du folgende Schlüsselwörter finden und folgende Fragen und Antworten notieren.

Menschenaffen – unsere nahen Verwandten

Der Begriff Menschenaffen untergliedert sich in zwei Bereiche: die kleinen und die großen Menschenaffen. Letztere nennt man auch Hominiden. Sie sind es, die mit dem Begriff Menschenaffen normalerweise gemeint sind. Zu ihnen zählen Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans.
→ Frage: Was sind Menschenaffen? Antwort: Hominiden, wie wir Menschen.

Die großen Menschenaffen sind uns sehr ähnlich; es sind unsere nächsten Verwandten unter den Tieren. Der Mensch und die Menschenaffen werden einer biologischen Familie zugeordnet. Das Erbgut eines Orang-Utans beispielsweise stimmt zu 97 % mit dem des Menschen überein, die Gene des Gorillas und unsere zu 98,3 %. Das Erbgut des Schimpansen deckt sich sogar zu 98,8 % mit dem des Menschen.
→ Frage: Woran sieht man die Verwandtschaft? Antwort: An der Übereinstimmung des Erbguts.

In ihrer Anatomie sind Menschen und Menschenaffen sich sehr ähnlich. Menschenaffen weisen erste anatomische Voraussetzungen für einen aufrechten Gang auf. Ihre Vorderbeine sind länger als die Hinterbeine, sie können diese Gliedmaßen wie wir Menschen als Arme benutzen. Sie haben opponierende Daumen, deshalb können sie greifen.
→ Frage: Wo findet man Ähnlichkeiten in der Anatomie? Antwort: Aufrechter Gang, Gliedmaßen, Daumen.

Auch ihr Sozialverhalten weist Ähnlichkeiten zu dem der Menschen auf. Menschenaffen sind sehr soziale Tiere – mit Ausnahme des Orang-Utans. Sie leben in Gemeinschaften zusammen und haben auch Freunde. Sie kommunizieren miteinander, zwar nicht mit Sprache, aber mit zahlreichen Gesten. Und sie haben offenbar Humor, denn sie können lächeln oder sogar lachen – was allerdings nicht ganz so wie menschliches Lachen klingt. Ähnlich wie Menschen benutzen sie auch einfache Werkzeuge, beispielsweise Steine, um Nüsse zu knacken.
→ Frage: Wo findet man Ähnlichkeiten im Sozialverhalten? Antwort: Sie bilden Gemeinschaften, kommunizieren, lachen, nutzen Werkzeuge.

Ein gravierender Unterschied ist jedoch, dass das Überleben der Menschenaffen weltweit gefährdet ist. In den vergangenen 50 Jahren sanken die Bestände von etwa 2 Mio. Tieren auf 300.000. Schuld daran ist der Mensch, der ihre Lebensräume z. B. beim Abbau von Öl, Gas und Holz zerstört. Experten warnen, dass bis zum Jahr 2030 nur noch 10 % der Lebensräume von großen Menschenaffen in Afrika und 1 % in Asien intakt seien, wenn die Entwicklung sich wie bisher fortsetze.
→ Frage: Welcher Unterschied besteht? Antwort: Menschenaffen sind gefährdet, und zwar weil Menschen ihre Lebensräume zerstören.

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