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Wie du die Einleitung einer Inhaltsangabe schreibst


Aufgabe

Lies die Kalendergeschichte Der kluge Richter von Johann Peter Hebel und schreibe eine Inhaltsangabe. Beginne mit der Einleitung.

Der kluge Richter
Ein reicher Mann hatte eine beträchtliche Geldsumme, welche in ein Tuch eingenähet war, aus Unvorsichtigkeit verloren. Er machte daher seinen Verlust bekannt und bot, wie man zu tun pflegt, dem ehrlichen Finder eine Belohnung, und zwar von hundert Talern, an. Da kam bald ein guter und ehrlicher Mann daher gegangen. „Dein Geld habe ich gefunden. Dies wird’s wohl sein! So nimm dein Eigentum zurück!“ So sprach er mit dem heitern Blick eines ehrlichen Mannes und eines guten Gewissens, und das war schön. Der andere machte auch ein fröhliches Gesicht, aber nur, weil er sein verloren geschätztes Geld wieder hatte. Denn wie es um seine Ehrlichkeit aussah, das wird sich bald zeigen. Er zählte das Geld und dachte unterdessen geschwinde nach, wie er den treuen Finder um seine versprochene Belohnung bringen könnte. „Guter Freund“, sprach er hierauf, „es waren eigentlich 800 Taler in dem Tuch eingenäht. Ich finde aber nur noch 700 Taler. Ihr werdet also wohl eine Naht aufgetrennt und Eure 100 Taler Belohnung schon herausgenommen haben. Da habt Ihr wohl daran getan. Ich danke Euch.“ Das war nicht schön. Aber wir sind auch noch nicht am Ende. Ehrlich währt am längsten, und Unrecht schlägt seinen eigenen Herrn. Der ehrliche Finder, dem es weniger um die 100 Taler als um seine unbescholtene Rechtschaffenheit zu tun war, versicherte, dass er das Päcklein so gefunden habe, wie er es bringe, und es so bringe, wie er’s gefunden habe. Am Ende kamen sie vor den Richter. Beide bestanden auch hier noch auf ihrer Behauptung […]. Da war guter Rat teuer. Aber der kluge Richter, der die Ehrlichkeit des einen und die schlechte Gesinnung des andern zum Voraus zu kennen schien, […] tat folgenden Ausspruch: „Demnach, und wenn der eine von euch 800 Taler verloren, der andere aber nur ein Päcklein mit 700 Talern gefunden hat, so kann auch das Geld des Letztern nicht das nämliche sein, auf welches der Erstere ein Recht hat. Du, ehrlicher Freund, nimmst also das Geld, welches du gefunden hast, wieder zurück und behältst es in guter Verwahrung, bis der kommt, welcher nur 700 Taler verloren hat. Und dir da weiß ich keinen andern Rat, als du geduldest dich, bis derjenige sich meldet, der deine 800 Taler findet.“

Hinweis

Eine Inhaltsangabe besteht immer aus Einleitung und Hauptteil.

Schritt 1: Sammle alle wichtigen Informationen für die Einleitung

Eine Inhaltsangabe fasst einen Text so zusammen, dass Personen, die den Text nicht gelesen haben, diesen trotzdem verstehen und nachvollziehen können. Der Stil einer Inhaltsangabe ist dabei kurz und sachlich.

Die Inhaltsangabe beginnt immer mit einer kurzen Einleitung, für die du folgende Informationen sammeln musst:

Das Thema des Textes kannst du immer in einem Satz formulieren. Lies dir noch einmal den Beispieltext durch und notiere dir die entsprechenden Informationen auf einem Extrazettel.

  • Textsorte: Kalendergeschichte
  • Autor: Johann Peter Hebel
  • Titel: Der kluge Richter
  • Thema: Es geht um einen Mann, der, weil er nie genug bekommen kann, letztlich viel Geld verliert.

Schritt 2: Schreibe die Einleitung

Nachdem du nun alle Informationen gesammelt hast, kannst du jetzt die Einleitung formulieren.

In der Kalendergeschichte Der kluge Richter von Johann Peter Hebel geht es um einen reichen Mann, der, weil er nie genug bekommen kann, letztlich viel Geld verliert.

Wenn du mit deiner Einleitung fertig bist, kannst du anschließend mit dem Hauptteil weitermachen.

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