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Wie du den Hauptteil einer textgebundenen Erörterung schreibst


Aufgabe

Schreibe für eine textgebundenen Erörterung den Hauptteil zu folgender Aufgabe:

  1. Analysiere Anna-Lena Scholz’ Text „E-Book – Wie eine 80-Jährige junge Studenten verblüfft“ hinsichtlich der Argumentationsstruktur und gib dabei den Inhalt wieder.
  2. Nimm zu zwei Argumenten aus dem Text kritisch Stellung.

Textgrundlage

e-books.pdf

Schritt 1: Lies den Text und werte die Argumentation aus

Nachdem du dir die Aufgabenstellung und den kompletten Text ein erstes Mal durchgelesen hast, machst du dich an die Auswertung der Argumentation. Dafür liest du den Text ein zweites Mal und markierst dabei zentrale Aussagen mit einer bestimmten Farbe. Im gleichen Zug kannst du auch Thesen, Begründungen und Beispiele jeweils in einer eigenen Farbe markieren. Das erleichtert dir später die zusammenfassende Wiedergabe der Argumentationsstruktur. Für einen besseren Überblick kannst du deine Ergebnisse stichpunktartig festhalten.

Einleitung

  • heutige Generation mit neuen Medien sehr gut vertraut (Z. 1/2)
  • kontrovers: Zuhörer, zumeist junge Studenten der Literaturwissenschaft, stehen dem Vortrag von Ruth Klüger an der FU Berlin in Bezug auf E-Books kritisch gegenüber (Z. 2–5)
  • „flammendes Bekenntnis“ (Z. 7) der Literaturwissenschaftlerin Ruth Klüger und ihrer Verlegerin zu E-Books
  • These: Bücher seien überkommen, E-Books dagegen hätten Zukunft (Z. 11)

Argumentationsstruktur

1. Aufhänger: Klüger sei selbst zur E-Book-Leserin geworden (Z. 13)

2. Argument 1: Nachteile der Printmedien

  • viel zu unhandlich und schwer (Z. 14)
  • schlechte Papierqualität (Z. 14/15)
  • unbequem beim Lesen (Z.15/16) 

3. Argument 2: Vorteile der E-Books

  • leichte und schnelle Bedienbarkeit (Z. 16)
  • leichtes Gerät (Z. 17)
  • hohe Speicherkapazität (Hunderte Bücher können abgespeichert werden) (Z. 17)
  • nicht durch Feuer und Wasser zerstörbar (im Vergleich zu Bibliotheken und Archiven) (Z. 18/19)

4. Exkurs: Abriss über die Geschichte des Buches und mediale Veränderungen

  • Zehn Gebote auf steinernen Tafeln (Z. 22)
  • Erfindung des Buchdrucks in der Neuzeit (Z. 23)
  • Veränderung des Lesekults im 19. Jahrhundert (Z. 23/24)
  • Zunahme der Unterhaltungsliteratur (Z. 24/25)
  • E-Book als weitere historische Etappe (Z. 25)

5. Argument 3: E-Books als Chance für die Wissenschaft  

  • bis zu 20.000 € müssen für eine Veröffentlichung bei einem renommierten Verlag bezahlt werden (Z. 32/33)
  • Aspekt der Schnelligkeit gegenüber Printmedien (Z. 34)
  • hohe Druckkosten sparen (Z. 34/35)
  • Folge: Aufschwung der E-Books abzusehen (Z. 35–37)

6. Argument 4: Einwände der Studenten

  • digitale Texte als „schnelle Wegwerfprodukte“ (Z. 40)
  • Vorteile der Bücher: Verleihen möglich (Z. 41); Anstreichungen vornehmen und einsehen (Z. 41/42)

7. Fazit

  • Ruth Klüger besitzt aus ihrem alten Bestand selbst noch zahlreiche Printmedien (vgl. Z. 47–49)
  • Erstsemester nicht restlos von der Position Klügers überzeugt (vgl. Z. 51)
  • weitere Verehrung des Buches durch Studenten (vgl. Z. 51/52)

Schritt 2: Verfasse eine kritische Stellungnahme

Im zweiten Schritt verfasst du eine kritische Stellungnahme und setzt dich mit den Argumenten des Textes auseinander. Bei diesem Schritt hast du mehrere Möglichkeiten, aus denen du wählen kannst:

1. Zustimmung zur These „Pro E-Book“​

  • Bekräftigen der Argumente der Autorin anhand eigener Erfahrungen und Erkenntnisse

2. teilweise Zustimmung zur These „Pro E-Book“

  • Anbringen zusätzlicher Aspekte
  • Problematisieren eines Arguments

3. vollkommener Widerspruch zur These „Pro E-Book“​

  • In-Zweifel-Ziehen stichhaltiger Argumente durch Gegenargumente
  • Aufdecken von Logikfehlern in der Argumentation

Hilfreich ist, wenn du dir vorher ein paar Notizen machst, die du später ausformulierst.

Wir entscheiden uns für die erste Variante und dafür, die Vorteile, die Ruth Klüger in ihrem Vortrag aufzählt, noch einmal aufzugreifen und weiter auszuführen.

Vorteile von E-Books

  • leichte und schnelle Bedienbarkeit (Z. 16)
  • per Knopfdruck an- und ausschalten
  • umblättern: über das Display wischen
  • einfaches und übersichtliches Menü
  • Zusatzfunktionen: Licht, Schriftgröße
  • leichtes Gerät: ca. 110 g (Z. 17)
  • hohe Speicherkapazität (vgl. Z. 17) → Erleichterung auf Reisen

Ausformuliert könnte dieser Punkt so lauten:

Ruth Klüger zählt als einen Vorteil von E-Books ihre leichte und schnelle Bedienbarkeit auf (vgl. Z. 16), führt dafür aber keine Beispiele an. Dabei sind diese Vorteile zahlreich und unübersehbar: Schon durch einen einfachen Knopfdruck lässt sich das Gerät ganz unkompliziert an- und ausschalten. Auch das lästige Umblättern einer Buchseite wird durch das Wischen über das Display enorm erleichtert. Hinzu kommt, dass E-Books in der Regel über ein einfaches und übersichtliches Menü verfügen, in dem alle gespeicherten Bücher angezeigt werden, sodass das gewünschte Buch mit einem Klick geöffnet wird. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Zusatzfunktionen wie die Möglichkeit, den Hintergrund zu beleuchten oder die Schriftgröße zu verändern, was vor allem für ältere Menschen eine große Erleichterung beim Lesen darstellt. Die Literaturwissenschaftlerin schätzt auch das leichte Gewicht des Geräts (vgl. Z. 17), das schon ab 110 g erhältlich ist – ein gedrucktes Buch hingegen sei wesentlich schwerer. Deshalb kann das E-Book auch problemlos in die Handtasche gepackt werden und ist somit überall dabei. Auch die hohe Speicherkapazität der elektronischen Geräte von mehreren Hundert Titeln macht sie attraktiv. Gerade auf Reisen ist das ein enormer Vorteil, da keine schweren Bücher mitgenommen werden müssen.

Schritt 3: Ziehe ein Fazit

Im dritten Schritt ziehst du ein Fazit und fasst die Ergebnisse aus der Textanalyse sowie der Erörterung kurz zusammen. Achte darauf, dass du keine neuen Argumente mehr anbringst. Du kannst aber das wichtigste Argument noch einmal aufgreifen und dich so für eine Position entscheiden.

Nach der Textanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit dem Text komme ich zu dem Schluss, dass E-Books aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken sind. Die Autorin Anna-Lena Scholz stellt einige Vorteile von E-Books vor, die von der Literaturwissenschaftlerin Ruth Klüger sowie ihrer Verlegerin genannt werden. Besonders zu betonen ist die einfache Handhabung der Lesegeräte, die auch von älteren Menschen leicht bedient werden können, und die hohe Speicherkapazität, bei der mehrere Hundert Bücher auf einem Gerät Platz finden.

Schritt 4: Formuliere den Hauptteil

Du warst schon fleißig und hast Vorarbeit für den Hauptteil geleistet. Jetzt kannst du alle notierten Ergebnisse ausformulieren.

Einleitend (vgl. Z. 1 f.) verweist die Autorin Anna-Lena Scholz auf die enge Vertrautheit der heutigen Generation mit neuen Medien. Kontrovers ist jedoch, dass die Zuhörer, meist junge Studenten der Literaturwissenschaft, dem Vortrag von Ruth Klüger an der FU Berlin und ihrer Vorliebe für E-Books kritisch gegenüberstehen (vgl. Z. 2–5). Die Literaturwissenschaftlerin Ruth Klüger und ihre Verlegerin Christina Frohmann bekennen sich zu E-Books (vgl. Z. 7) – ihrer Aussage nach seien Bücher überkommen, E-Books dagegen hätten Zukunft (vgl. Z. 11).

Ihre Argumentation beginnt Klüger mit dem Aufhänger, dass sie selbst zur E-Book-Leserin geworden sei (vgl. Z. 13), und leitet dann zu ihrem ersten Argument über, in dem sie ihrem Publikum die Nachteile von Printmedien vor Augen hält. Ihrer Aussage nach seien Printmedien viel zu unhandlich (vgl. Z. 14) und schwer. Weiter beklagt sie sich über die schlechte Papierqualität (vgl. Z. 14/15) sowie die Tatsache, dass es sehr unbequem sei, Bücher zu lesen (vgl. Z. 15 f.).

Die Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Professorin Ruth Klüger legt den Studenten eine Reihe von Vorteilen der E-Books dar. Demnach seien sie sehr leicht und schnell bedienbar (vgl. Z. 16), zudem wiege das Lesegerät an sich nicht viel (vgl. Z. 17) und verfüge über eine hohe Speicherkapazität (Z. 17), wodurch der Leser in der Lage sei, mehr als hundert Bücher abzurufen. Weiter erklärt Klüger im Hörsaal, dass E-Books im Gegensatz zu Bibliotheken und Archiven, die permanent Wasser und Feuer fürchten müssten, nicht zerstörbar und demnach sehr belastbar seien (vgl. Z. 18/19).

Um die geschichtliche Entwicklung des Buches und die fortschreitende Technisierung zu verdeutlichen, fährt Klüger in ihrer Argumentation mit einem kleinen Exkurs fort. Vor mehr als 2000 Jahren hämmerten die Menschen die Zehn Gebote in steinerne Tafeln ein (vgl. Z. 22), um sie für jeden sichtbar darzustellen und um die Menschen an die Regeln des Zusammenlebens zu erinnern. Etliche Jahrhunderte später, um 1450, konnte mit dem Buchdruck durch Johannes Gutenberg eine breite Leserschaft angesprochen werden (vgl. Z. 23). Noch einmal vier Jahrhunderte später fand eine weitere Veränderung der Lesekultur statt (vgl. Z. 23/24), bis schließlich die Unterhaltungsliteratur immer mehr zunahm (vgl. Z. 24/25). Für Ruth Klüger ist das E-Book ledlich eine weitere historische Etappe, der man nicht im Wege stehen solle (vgl. Z. 25/26).

Darüber hinaus sieht Klüger das E-Book als eine Chance für die Wissenschaft. Sie gibt an, dass beispielsweise ein Autor bis zu 20.000 Euro für eine Veröffentlichung seines Werkes bei einem renommierten Verlag bezahlen müsse (vgl. Z. 32/33). Auch spricht sie den Aspekt der Schnelligkeit von E-Books gegenüber Printmedien an (vgl. Z. 34). Durch die Veröffentlichung von E-Books könnten hohe Durckkosten eingespart werden (vgl. Z. 34/35). Als logische Konsequenz daraus sieht die Literaturwissenschaftlerin ganz klar einen Aufschwung der E-Books (vgl. Z. 35–37).

Kritisch steht dem das Publikum gegenüber, das digitale Texte als „schnelle Wegwerfprodukte“ (Z. 40) betrachtet. Es hebt klar die Vorteile von Büchern hervor, wie beispielsweise das Verleihen an andere (vgl. Z. 41) oder auch das Vornehmen und Einsehen von Anstreichungen (vgl. Z. 41/42). 

Als Fazit hält die Autorin Anna-Lena Scholz fest, dass Ruth Klüger selbst aus ihrem alten Bestand noch zahlreiche Printmedien besitzt (vgl. 47–49), somit noch nicht vollständig auf die digitalen Medien umgestiegen ist. Zudem bemerkt sie, dass die zuhörenden Studierenden noch nicht restlos von der Position Klügers überzeugt sind und weiter das gedruckte gegenüber dem digitalen Buch bevorzugen (vgl. Z. 51 f.).

Im Anschluss an die Darstellung der Argumentationsstruktur und die Zusammenfassung des Inhalts setzt du dich mit zwei im Text genannten Aspekten auseinander und gehst kritisch darauf ein (siehe Schritt 2):

Ruth Klüger zählt als einen Vorteil von E-Books ihre leichte und schnelle Bedienbarkeit auf (vgl. Z. 16), führt dafür aber keine Beispiele an. Dabei sind diese Vorteile zahlreich und unübersehbar: Schon durch einen einfachen Knopfdruck lässt sich das Gerät ganz unkompliziert an- und ausschalten. Auch das lästige Umblättern einer Buchseite wird durch das Wischen über das Display enorm erleichtert. Hinzu kommt, dass E-Books in der Regel über ein einfaches und übersichtliches Menü verfügen, in dem alle gespeicherten Bücher angezeigt werden, sodass das gewünschte Buch mit einem Klick geöffnet wird. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Zusatzfunktionen wie die Möglichkeit, den Hintergrund zu beleuchten und die Schriftgröße zu verändern, was vor allem für ältere Menschen eine große Erleichterung beim Lesen darstellt. Die Literaturwissenschaftlerin schätzt auch das leichte Gewicht des Geräts (vgl. Z. 17), das schon ab 110 g erhältlich ist – ein gedrucktes Buch hingegen sei wesentlich schwerer. Deshalb kann das E-Book auch problemlos in die Handtasche gepackt werden und ist somit überall dabei. Auch die hohe Speicherkapazität der elektronischen Geräte von mehreren Hundert Titeln macht sie attraktiv. Gerade auf Reisen ist das ein enormer Vorteil, da keine schweren Bücher mitgenommen werden müssen.

Am Ende des Hauptteiles steht das Fazit, das du bereits in Schritt 3 verfasst hast:

Nach der Textanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit dem Text komme ich zu dem Schluss, dass E-Books aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken sind. Die Autorin Anna-Lena Scholz stellt einige Vorteile von E-Books vor, die von der Literaturwissenschaftlerin Ruth  Klüger sowie ihrer Verlegerin genannt werden. Besonders zu betonen ist die einfache Handhabung der Lesegeräte, die auch von älteren Menschen leicht bedient werden können, und die hohe Speicherkapazität, bei der mehrere Hundert Bücher auf einem Gerät Platz finden.

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