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Wie du den Hauptteil einer Reizwortgeschichte schreibst


Aufgabe

Schreibe den Hauptteil mit dem Höhepunkt einer Erzählung zu den Reizwörtern: Garten – Zelt – nächtliche Geräusche – Katze Mimi.

Schritt 1: Plane den Verlauf deines Hauptteils mit dem Höhepunkt 

Erstell dir einen Schreibplan, in dem du die einzelnen Schritte der Handlung in wenigen Worten festhältst. Die Handlung sollte spannend und logisch sein. Du solltest in mindestens drei Schritten auf den Höhepunkt zusteuern, möglich sind auch mehr Schritte. In unserem Fall könnte der Erzählplan wie folgt aussehen:

  1. Mit zwei Freunden im Garten zelten
  2. Fast eingeschlafen
  3. Plötzlich Geräusche hören
  4. Angst
  5. Miauen
  6. Es war Mimi, die Katze

Schritt 2: Lege den Spannungsverlauf fest

In einer guten Geschichte soll sich die Spannung bis zum Höhepunkt allmählich steigern. Du kannst den Spannungsverlauf erkennen, indem du jedem Punkt deines Schreibplans ein Adjektiv oder ein Verb zuordnest, das die vorherrschende Stimmung/das vorherrschende Gefühl der beteiligten Figuren beschreibt. In unserem Beispiel könnte das so aussehen:

Handlungsschritte Stimmung/Gefühl
Mit zwei Freunden im Garten zelten fröhlich, Spaß haben
Fast eingeschlafen ein wenig mulmig
Plötzlich Geräusche hören erschrecken, unsicher
Angst ängstlich, erschreckt sein
Miauen überrascht, Spannung löst sich
Mimi, die Katze erleichtert

Schritt 3: Markiere, wo du wörtliche Rede verwenden möchtest

Die wörtliche Rede ist ein sprachliches Mittel, das die Geschichte lebendiger macht. Überlege dir jetzt, wo du wörtliche Rede verwenden möchtest. Notiere das in deinem Plan, damit du dieses Gestaltungsmittel nicht vergisst.

Schritt 4: Schreibe den Hauptteil mit dem Höhepunkt deiner Erzählung anhand deines Erzählplans

Nun schreibst du den Hauptteil deiner Reizwortgeschichte. Lege dir deinen Schreibplan daneben, sodass er dir als Orientierungshilfe dienen kann. Achte darauf, dass die vorgegebenen Begriffe in deiner Erzählung wörtlich wiederkehren. Denk außerdem daran, dass du im Präteritum schreibst. Wenn du Handlungen beschreibst, die vor dem eigentlichen Geschehen stattgefunden haben, benutzt du das Plusquamperfekt. Nach jedem Erzählschritt machst du einen Absatz.

Das folgende Beispiel zeigt den Hauptteil einer Reizwortgeschichte mit dem Höhepunkt zu den vorgegebenen Reizwörtern.

Pünktlich um 15 Uhr standen Max und Jannick mit ihren Schlaf- und Rucksäcken vor der Tür. Wir holten das Zelt aus dem Keller. „Mensch, das ist aber ein kleines Paket!“, staunte Max, „Und darin sollen wir alle Platz haben?“ „Wart nur ab“, gab ich cool zurück, denn ich wusste ja, dass das Zelt aufgebaut sogar Platz für vier Personen bot. Bis das Zelt endlich stand, dauerte es aber noch eine Weile. Erst konnten wir die Stangen nicht richtig durch die Zeltbahnen schieben, dann stolperte Jannick über einen Hering und das Zelt brach unter unserem lauten Gelächter wieder zusammen. Aber schließlich stand es. Wir brachten unsere Isomatten und Schlafsäcke hinein. Dann spielten wir noch ein bisschen Fußball im Garten. Abends backten wir Stockbrot über dem Holzkohlegrill und saßen noch lange draußen. Endlich krochen wir in unser Zelt.
Wir machten es uns gemütlich und unterhielten uns noch lange. Schließlich wurden wir müde und machten die Taschenlampen aus. Es war stockdunkel. Ein wenig mulmig war uns doch, so allein draußen im Garten.
Wir waren schon fast eingeschlafen, als Max auf einmal flüsterte: „Habt ihr das auch gehört?“ „Was denn?“, murmelte ich im Halbschlaf. „Da ist jemand!“, flüsterte Max erneut. Und jetzt hörte ich es auch. Mal kratzte es hier an der Zeltwand, dann wieder ein Stück weiter, als wenn jemand draußen in der Dunkelheit den Eingang des Zeltes suchte. Sofort war ich hellwach. Auch Jannick hatte es gehört und flüsterte ängstlich: „Da will einer ins Zelt!“ Das Kratzen kam jetzt lauter vom Zelteingang. „Oh Gott“, dachte ich, „gleich hat er den Reißverschluss gefunden und ist hier drinnen ...“ Mir wurde heiß und kalt. Vor Schreck war ich wie gelähmt. Auch von den anderen hörte ich keinen Mucks mehr. Ich starrte auf den Zelteingang. Das Kratzen wurde jetzt ungeduldig und gleich darauf ertönte – ein leises „Miau“. Es dauerte einige Sekunden, bis ich begriffen hatte. „Mimi!“, rief ich erleichtert, kroch zum Zelteingang und ließ meine Katze herein.

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