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Lexikon Chemie

Zündhölzer

(Streichhölzer): Zur Entfachung und Übertragung von Feuer dienende Stäbchen aus Holz, Streifen aus Pappe oder anderem Material, die mit einer durch Reiben entflammbaren Zündmasse (Zündkopf) versehen sind. Für die Herstellung von Sicherheitszündhölzern werden die Holzstäbchen mit Natriumphosphatlösung imprägniert, um nach dem Verlöschen der Flamme ein Weiterglimmen zu verhindern. Zum besseren Entflammen wird das Ende des Stäbchens vor dem Aufbringen der Zündmasse mit Paraffin überzogen. Die Zündmasse besteht aus einem Sauerstoffträger (z. B. Kaliumchlorat), dem Flammenbildner (Schwefel u. a.), reibenden Zusätzen (z. B. Glaspulver), Farbstoffen und Bindemitteln (Dextrin, Leim). Die Reibfläche besteht aus rotem Phosphor, Farbstoffen und Bindemitteln.

Sicherheitszündhölzer lassen sich nur an den phosphorhaltigen Reibflächen entzünden. Die mechanisch erzeugte Reibungswärme setzt Sauerstoff frei, durch dessen Vereinigung mit dem Schwefel sowie etwas (von der Reibfläche abgerissenem) Phosphor so viel Energie freigesetzt wird, dass diese zum Entflammen des Zündkopfes und schließlich des ganzen Holzes ausreicht. Die Zündkuppe des Zündholzes erreicht im Augenblick des Aufflammens eine Temperatur von 1400 bis 2000 °C.

Überallzündhölzer lassen sich durch Reiben an beliebigen rauen Flächen entzünden. Ihr Zündkopf enthält neben Kaliumchlorat, Bindemitteln und Farbstoffen das leicht oxidierbare Tetraphosphortrisulfid, P4S3.

Bengalische Zündhölzer enthalten neben dem Zündsatz noch bestimmte, die Flamme färbende Metalloxide, z. B. Strontiumverbindungen (rote Flamme), Bariumverbindungen (grün), Kupferverbindungen (blau).

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