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Lexikon Chemie

Schwefelsäure

H2SO4: Sauerstoffsäure des positiv sechswertigen Schwefels. Wasserfreie Schwefelsäure ist eine farblose, ölige Flüssigkeit, Dichte 1,84 g/cm³ bei 20 °C, Fp. 10 °C, Sp. 338 °C. Konzentrierte Schwefelsäure ist meist 98 %ig, die Akkumulatorsäure etwa 30 %ig, verdünnte Schwefelsäure 16 %ig.

Konzentrierte Schwefelsäure, die zusätzlich Schwefeltrioxid gelöst enthält, wird Oleum genannt. Konzentrierte Schwefelsäure ist außerordentlich hygroskopisch: Sie entzieht Wasser sogar organischen Substanzen (z. B. Zucker), wobei diese verkohlen. In Wasser löst sie sich unter starker Wärmeentwicklung und darf daher nur durch vorsichtiges Eingießen in kaltes Wasser verdünnt werden, niemals umgekehrt, da es sonst zum Verspritzen heißer Säure kommt! (Merksatz: Erst das Wassser, dann die Säure, sonst passiert das Ungeheure!)

Durch ihre oxidierende Wirkung löst konzentrierte Schwefelsäure auch Metalle, die in der Spannungsreihe unter dem Wasserstoff stehen, z. B. Silber oder Kupfer: Cu + 2 H2SO4 → CuSO4 + SO2 + 2 H2O. Eisen und Blei werden von konzentrierter Schwefelsäure nicht angegriffen, da sie eine unlösliche Schutzschicht bilden. Schwefelsäure ist eine starke zweibasige Mineralsäure, von ihr leiten sich die sauren Hydrogensulfate und die neutralen Sulfate ab. Der Nachweis für Schwefelsäure oder Sulfate erfolgt mit Bariumchloridlösung; es entsteht ein auch in Salzsäure schwer löslicher Niederschlag von weißem Bariumsulfat.

Schwefelsäure ist die wichtigste Säure der chemischen Industrie; etwa die Hälfte des erzeugten Schwefels wird in Form von Schwefelsäure zur Düngerherstellung (Aufschluss von schwer löslichen Phosphaten zu Düngerphosphaten) verwendet.
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