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Lexikon Chemie

Quecksilber

[zu ahd. queck »lebendig«]: Chemisches Element der II. Nebengruppe, Zeichen Hg (griech. hydrargirion »Wasser-Silber«), OZ 80, relative Atommasse 200,59; Mischelement.

Physikalische Eigenschaften: Silberglänzendes, bei Raumtemperatur flüssiges Metall, Fp. -38,83 °C, Sp. 356,73 °C, Dichte (bei 20 °C) 13,53 g/cm³.

Chemische Eigenschaften: Reines Quecksilber wird bei gewöhnlicher Temperatur von Luft nicht, von oxidierenden Säuren dagegen leicht angegriffen. In seinen meist farblosen Verbindungen tritt es vorwiegend zweiwertig, weniger beständig auch einwertig auf. Quecksilber bildet mit vielen Metallen Legierungen, die Amalgame. Lösliche Verbindungen von Quecksilber sind starke Gifte. Da Quecksilber schon bei Raumtemperatur einen merklichen Dampfdruck besitzt und seine Dämpfe giftig sind, muss es stets verschlossen auf bewahrt werden.

Darstellung: Durch Rösten aus Quecksilber(II)-sulfid, HgS, oder durch Destillation aus gediegenen Vorkommen.

Verwendung: Dank der nahezu linear verlaufenden Wärmeausdehnung zwischen 0 und 100 °C ist Quecksilber zur Füllung von Thermometern geeignet. Seine leichte Legierbarkeit nutzt man bei der Gewinnung von Edelmetallen (Gold) und bei der Chloralkalielektrolyse. Die Silberamalgame dienen als Zahnfüllmasse.
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