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Lexikon Chemie

Phosphor

[zu griech. phosphoros »Licht tragend«]: Chemisches Element der V. Hauptgruppe, Zeichen P, OZ 15, relative Atommasse 30,97, Reinelement, Nichtmetall.

Physikalische Eigenschaften: Phosphor kommt in mehreren Modifikationen vor: als wachsartiger gelblich weißer Phosphor mit tetraedrischen P4-Molekülen, der instabilen Ausgangsform der weiteren Modifikationen; als roter amorpher Phosphor; als violetter Phosphor und als metallisch glänzender schwarzer Phosphor; Fp. (des weißen P.) 44,1 °C, Sp. 280 °C.

Chemische Eigenschaften: Der giftige weiße Phosphor entflammt bei etwa 45 °C von selbst an der Luft und verursacht auf der Haut tiefe Brandwunden. Das im Dunkeln wahrnehmbare Leuchten von weißem Phosphor beruht auf allmählicher Oxidation. Er muss daher stets unter Wasser auf bewahrt werden. Roter, violetter und schwarzer Phosphor sind weniger reaktionsfähig und giftig. In seinen Verbindungen tritt Phosphor in den Oxidationsstufen -3, 3 und 5 auf.

Vorkommen: In der Natur findet sich Phosphor v. a. in Mineralen, darüber hinaus ist sein Vorkommen in Knochen und Zähnen sowie als Phosphorsäureester, z. B. ATP, von großer Bedeutung.

Darstellung: Bei der Reduktion von Phosphatmineralen mit Kohle im Elektroofen entsteht weißer Phosphor, der durch Erhitzen und unter Druck in die anderen Modifikationen überführt werden kann.

Verwendung: Weißer Phosphor dient zur Herstellung von Phosphorverbindungen wie Phosphoroxiden und Phosphorsäure sowie den von ihnen abgeleiteten Verbindungen; roter Phosphor zur Herstellung von Reibflächen für Zündhölzer.

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